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Taekwondo Davos: Erfolgreicher Abschluss

Am vergangenen Samstag fand mit der Taekwondo Gurtprüfung inklusive Seminar der krönende Abschluss des Vereinsjahres von Taekwondo International Davos statt.

Davoser
Zeitung
08.12.25 - 07:00 Uhr
Sport
Kaya Sümer (l.) und Pascal Müller erhielten von Renato Marni den schwarzen Streifen.
Kaya Sümer (l.) und Pascal Müller erhielten von Renato Marni den schwarzen Streifen.
zVg
Pünktlich um 9 Uhr starteten rund 25 Teilnehmende aus Davos, Winterthur und Langenthal in einen intensiven Prüfungstag. Mit dabei waren Erwachsene, Jugendliche und Kinder von 5 bis 50 Jahren und vom Weiss- bis zum Rotgurt. Nach dem Aufwärmen ging es direkt mit den «Lineworks», den sogenannten «Fundamentals», los. Unter der Leitung von Schwarzgurtträgerin Amy Schibli zeigten die Prüflinge Grundtechniken sowie Stellungen in mehrteiligen Abläufen. Besonders gefordert waren Präzision, korrekte Stellungen und saubere Ausführungen. ­Anschliessend standen die Formen (Tul) auf dem Programm. Je nach Gurtgrad mussten die Schüler entsprechende Formen demonstrieren, wobei die höheren Farbgurte gleich mehrere anspruchsvolle Abläufe präsentierten. Weiter ging es mit den Drei- und Einschritten. Während die tieferen Farbgurte ihre Dreischritt-Kombinationen zeigten, mussten die fortgeschrittenen Schüler bis zu 18 Einschritte präzise ausführen – eine Übung, die Präzision, Timing und Kraft verbindet.

Verteidigungstechniken

Ein weiterer Prüfungsteil waren die Selbstverteidigungstechniken (Hon-sin-sul). Die beiden Rotgurte hatten hier zusätzlich die Aufgabe, die Techniken nicht nur zu demonstrieren, sondern auch den anwesenden Zuschauern zu erklären. Im Anschluss folgte der Kampfteil, der gleichzeitig mit Elementen der Schiedsrichterausbildung verbunden war. Die Prüflinge kämpften nicht nur, sondern übernahmen auch Rollen wie Haupt- oder Assistenzschiedsrichter und setzten so ihr theoretisches Wissen direkt in die Praxis um. Den Abschluss der Prüfung bildeten die Bruchtests der höheren Farbgurte. Mit verschiedenen Hand- und Fusstechniken mussten die Bretter präzise und kraftvoll durchschlagen werden.

Ziele setzen, Fokus finden

Nach dem praktischen Teil wechselten die Teilnehmenden in den Seminarblock, der sich dem Mentalen und der Zielsetzung widmete. Alle Schüler – ob klein oder gross – formulierten ihre Ziele für 2026 und erklärten, wie sie diese erreichen wollen. Den Abschluss des Prüfungstages bildete eine Auffrischung der zentralen Grundstellungen: Gangstellung, L-Stellung und Sitzstellung in verschiedenen Kombinationen. «Kwangjangnim» Renato Marni erläuterte die Bedeutung dieser Basis für die gesamte Taekwondo-Technik und betonte die Wichtigkeit von deren sauberer Ausführung.

Gegen 13 Uhr verkündete die Prüfungskommission, bestehend aus Renato Marni und «Sabum» Matthias Hoppler, die Ergebnisse. Insgesamt zeigten sich die Prüfer zufrieden: Die Schüler hätten gute Fortschritte erzielt, auch wenn weiterhin harte Arbeit gefragt sei. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der höheren Farbgurte. Neu den blauen Gurt tragen Piacentina Mariano (Davos), Stefano Ren (Davos), Rebecca Würsch (Winterthur) und Marco Lang (Winterthur). Den roten Gurt erhielten Milena Schiesser und Micha Blatter. Kaya Sümer und Pascal Müller (alle Davos) tragen neu den schwarzen Streifen – die letzte Stufe vor dem schwarzen Gurt, den sie im kommenden Jahr anstreben.

Auch die Jünsten zeigten vollen Einsatz, hier beim Speedkick.
Auch die Jünsten zeigten vollen Einsatz, hier beim Speedkick.
zVg
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