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Mit Kopf, Hand und Herz

Nach diesem Prinzip des ganzheitlichen Lernens durften während einer Projektwoche rund 200 Unterstufen Schülerinnen und Schüler im Heimatmuseum eintauchen in die Davoser Sagen- und Märchenwelt.

Davoser
Zeitung
05.03.26 - 12:00 Uhr
Ereignisse
Projektwoche im Heimatmuseum.
Projektwoche im Heimatmuseum.
zVg
Staunend lauschten sie den Erzählungen der Sagen vom Totalpsturz und vom Wildmannli. Danach erfuhren sie die wesentlichen Unterschiede zwischen einer Sage und einem Märchen. Frei erfunden ist das Davoser Wintermärchen, das Elisabeth Tschudi geschrieben und illustriert hat. Die Sagengestalt des Wildmannli wird zu einer Märchengestalt. Gemeinsam mit seinen Tierfreunden gelingt es dem Wildmannli, das Lawinenmonster, den Felsendrachen und den Sturmteufel zu verzaubern, sodass diese Ungeheuer nicht die Landschaft Davos zerstören können, wie damals, als die ­Totalp ins Tal stürzte.

Mit allen Sinnen erlebten die Kinder das Märchen, hörten gebannt den Erzählungen der Autorin zu, und freuten sich über die grossartigen farbigen Bilder. Alphornklänge und Musik aus einem uralten von Hand betriebenem Grammophon ver­tieften das Hörerlebnis. Auf ihrer Ent­deckungsreise durchs Heimatmuseum fanden die Kinder viele «Wildmannlis» in Form von Abbildungen, Schnitzereien und Glasmalereien. Gefühle spielen in den Märchen eine grosse Rolle. Wie in der Geschichte wurden die Kinder still und versuchten, die Ängste und den Nöte des verschwundenen Wildmannlis und seiner Tierfreunde nachzuempfinden.

Projektwoche im Heimatmuseum.
Projektwoche im Heimatmuseum.
zVg

Die Kinder durften ihr eigenes Wildmannli zeichnen, im Heimatmuseum die Gegenstände suchen, die die Märchenfiguren für ihr Fest brauchen. Dabei erfuhren sie Wissenswertes über das Kochen und Backen in früheren Zeiten, denn selbst Brötli formen und im Holzbackofen ausbacken, gehörte auch zum Programm. Das unerwartete, fröhliche Fondue-Essen draussen im Schnee am offenen Feuer ist nicht nur den Kindern, sondern auch den Lehrpersonen, den Schulteamfrauen und Elisbeth Tschudi unvergesslich.

Der Hengert für Einheimische und Gäste, der ebenfalls im Laufe der Projektwoche angeboten wurde, war gleichermassen ein Erfolg. In der gemütlichen Herrenstube erzählte Elsiabeth Tschudi humorvoll, spritzig, anschaulich und unterhaltsam aus ihrem Leben und über ihr Schaffen. Sie liess die Besucherinnen und Besucher anhand von praktischen Beispielen teilhaben an der Kunst, Märchen zu schreiben und zu illustrieren. Bei Zimt­schnecken aus dem Holzbackofen und Totenbeinli genossen alle den gemüt­lichen Kaffeehengert und hörten gebannt wie die Kinder der Erzählung des Davoser Wintermärchens zu.

Projektwoche im Heimatmuseum.
Projektwoche im Heimatmuseum.
zVg
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