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Digitalisierung als grösste Veränderung

Kürzlich konnte die in Klosters wohnhafte Katharina Steiner im Coop Davos ein seltenes Berufs-Jubiläum feiern: Sie arbeitet nämlich bereits seit 40 Jahren bei der gleichen Firma. Einst leitete sie die Metzgerei im Coop Klosters, nun ist sie in Davos in der Molkerei- und Käseabteilung tätig.

Davoser
Zeitung
08.10.25 - 12:00 Uhr
Menschen & Schicksale
Katharina Steiner sorgt dafür, dass die Regale immer gefüllt sind.
Katharina Steiner sorgt dafür, dass die Regale immer gefüllt sind.
Coop Ostschweiz-Ticino (Nicola Pitaro)
Im Coop Davos ist immer etwas los: Neben den Einheimischen sind es im Sommer und Herbst die Wanderer oder Mountainbikerinnen, die sich ihren Proviant für den Ausflug in die Berge holen und im Winter die Schneesportlerinnen und Schneesportler, die am Abend noch rasch die Zutaten für das Nachtessen einkaufen. In diesem lebhaften Umfeld fühlt sich Katharina Steiner, Abteilungsleiterin der Molkerei, richtig wohl. «Ich bin gerne aktiv und packe mit an», sagt die 60-Jährige.

Der Teamgeist zählt

Katharina Steiner ist in Unterkulm im Kanton Aargau aufgewachsen und absolvierte dort im Volg ihre zweijährige Verkaufslehre. Direkt nach der Ausbildung zog es die damals 18-Jährige ins Bündnerland, wo auch ihre Schwester lebt. «Ich wollte nach der Lehre einfach mal ein paar Jahre weg von zu Hause und etwas Anderes sehen», sagt sie. Zuerst arbeitete sie zwei Jahre lang in Bergün, bevor sie 1985 in den Coop Klosters wechselte. «Dort war ich 20 Jahre lang in der Metzgerei tätig und leitete diese später auch.» 2005 wechselte sie in den Supermarkt Davos. Steiner muss lachen: «Aus eins, zwei sind jetzt vierzig Jahre in Graubünden geworden.» Sie lebt gemeinsam mit ihrem Partner in Klosters. «Und auch meine Schwester wohnt, gemeinsam mit ihrem Mann, hier.» In den 20 Jahren in Davos – also sogar noch ein Jubiläum – hat sie die Abteilung gewechselt und arbeitet nun in der Käse- und Molkereiabteilung. «Damit ist meine Arbeit auch weiterhin sehr abwechslungsreich.»

An ihrem Job gefällt Steiner besonders die Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitenden: «Wir sind ein geniales Team und harmonieren super. Wir können uns aufeinander verlassen und helfen uns gegenseitig, wenn es nötig ist», schwärmt sie und fügt an: «Ich schätze das sehr.» Auch ausserhalb der Arbeit werde der Teamzusammenhalt regelmässig mit Raclette- oder Grillabenden gestärkt. Zudem liebt sie den Kundenkontakt. Sie kenne mittlerweile sehr viele Einheimische, und es ergäben sich immer wieder lockere Gespräche. 

«Heute fehlt vielen die Zeit»

Wenn Katharina Steiner an ihre Karriere bei Coop denkt, fallen ihr zahlreiche Highlights ein: «Einmal kaufte Lady Diana im Coop in Klosters ein», erzählt sie. «Ich erinnere mich daran, dass sie wie eine ganz normale Kundin wirkte.» Sowieso bleibt der 60-Jährigen ihre Zeit im Coop Klosters in bester Erinnerung: «Das Verkaufsteam war super und viele von ihnen wurden auch privat meine Freunde.» Ausserdem sei sie sehr zufrieden mit Coop als Arbeitgeberin. «Ich fühle mich hier sehr wertgeschätzt. Coop gibt mir Sicherheit und dafür bin ich sehr dankbar.»

Natürlich hat sich aber in 40 Jahren auch einiges verändert. Darauf angesprochen, kommt Steiner als Erstes auf die Digitalisierung zu sprechen. Sie erinnert sich noch gut daran, wie früher die Bestellungen per Telefon durchgegeben wurden. Heutzutage werde alles in ein Gerät ­eingegeben, und in gewissen Sektoren würden Bestellungen sogar automatisch ausgelöst, wenn das System feststelle, dass dies nötig sei.«Die Jungen können sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie wir vor 40 Jahren gearbeitet haben.» Gleich geblieben sei dafür das Grund­system beim Auffüllen der Gestelle. ­Ebenfalls auffallend sei, dass die Leute heute grundsätzlich weniger Zeit zum Einkaufen hätten. «Gerade Feriengäste sollten eigentlich genügend Zeit für einen entspannten Einkauf haben.»

Naturmensch durch und durch

In ihrer Freizeit ist Katharina Steiner am liebsten draussen. «Vor meiner Knie-OP war ich im Winter jede freie Minute auf den Skiern und im Sommer auf langen Wanderungen – mittlerweile mache ich nicht mehr so grosse Touren, bin aber, wann immer möglich, in der Natur.» Ausserdem ist sie Mitglied im Pistolenclub Klosters und betreut dort das ­Vereinsrestaurant. «Und wenn ich mal etwas Ruhe brauche, dann lese ich ein gutes Buch.» Für die Zukunft wünscht sich Katharina Steiner vor allem Gesundheit. «Ich möchte noch bis zu meiner Pensionierung arbeiten. Denn ich stehe auch nach 40 Jahren immer noch sehr gerne morgens auf, um zur Arbeit zu ­gehen.

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