RecyBag vereinfacht das Plastikrecycling
Jährlich fallen in der Schweiz hunderttausende Tonnen Plastikverpackungen im Haushaltsmüll an. Ein grosser Teil davon wird noch immer verbrannt, obwohl viele dieser Materialien recycelt werden könnten. Dabei wäre es im Grunde einfach.
Jährlich fallen in der Schweiz hunderttausende Tonnen Plastikverpackungen im Haushaltsmüll an. Ein grosser Teil davon wird noch immer verbrannt, obwohl viele dieser Materialien recycelt werden könnten. Dabei wäre es im Grunde einfach.
Die Gemeinde Davos hat den RecyBag am 2. Juni 2025 eingeführt, um das Plastikrecycling für die Bevölkerung zu vereinfachen und einen weiteren Beitrag zum Recycling zu leisten. Damit unterstützt die Gemeinde das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein.
Bezug und Rückgabe
Mit dem RecyBag können Haushalte Plastikverpackungen separat sammeln. Die Säcke sind in vier verschiedenen Grössen erhältlich und können bei der Kehrichtmehrzweckanlage (KMA) an der Clavadelerstrasse 4 sowie im Einzelhandel bezogen werden. Rücknahmestellen sind aktuell die KMA und der Coop Davos Platz. Weitere Verkaufs- und Rückgabestellen sind im Ausbau. Angestrebt wird unter anderem eine Abgabemöglichkeit in Davos Dorf, zudem laufen Gespräche mit dem Volg in Wiesen.
Was gehört in den RecyBag
In den RecyBag gehören Plastikverpackungen wie Becher, Schalen, Folien, Tuben und Beutel sowie Getränkekartons. Die Verpackungen müssen restentleert sein, ein Auswaschen ist nicht erforderlich. Nicht in den Sack gehören PET-Getränkeflaschen, Styropor, Elektrogeräte oder Problemstoffe. Für diese gelten weiterhin die bestehenden Sammelsysteme.
Positive Rückmeldungen
Die Mitarbeitenden der KMA berichten von durchwegs positivem Feedback. Besonders häufig genannt wird der Vorteil der kleinen Sackgrössen mit 17 und 35 Litern, die das Sammeln im Alltag erleichtern. Konkrete Zahlen zu verkauften und abtransportierten Säcken werden im Januar erwartet. Bereits heute lässt sich jedoch feststellen, dass seit der Einführung des RecyBag deutlich mehr Plastik separat gesammelt wird. Die Tendenz ist steigend.
Kurze Wege, regionale Verantwortung
Die bei der KMA abgegebenen RecyBags werden in Containern gesammelt und von der heimischen Firma Bühler abtransportiert. Das Unternehmen war bereits zuvor für die Kunststoffsammlung in Davos zuständig und übernimmt bei der KMA und in der Region weitere Entsorgungsaufgaben. Durch die Nutzung bestehender Strukturen bleiben die Transportwege kurz, und zusätzliche Fahrten werden vermieden.
Im Auftrag des RecyBag-Systems übernimmt Bühler zudem die Vorsortierung und erste Verarbeitung der Kunststoffverpackungen, bevor das Material weitertransportiert wird. Aktuell wird der gesammelte Kunststoff aus der Schweiz überwiegend in Deutschland recycelt. Ziel des RecyBag-Systems ist es, die Kunststoffsammlung schweizweit zu bündeln, um langfristig eine Verarbeitung in der Schweiz zu ermöglichen.
Nationale Abdeckung
Der RecyBag ist schweizweit einheitlich und kann an allen teilnehmenden Sammelstellen zurückgegeben werden. Mit dem ausgebauten Angebot und den zusätzlichen Rückgabestellen wird das separate Sammeln von Plastikverpackungen im Alltag weiter erleichtert.
Das darf in den RecyBag:
Plastikverpackungen
. Becher, Schalen, Folien
. Tuben und Beutel
Plastikflaschen
. von Kosmetik- und
. Reinigungsprodukten
Getränkekartons
. Milch- oder Saftkartons
Die Verpackungen müssen restentleert sein. Ein Auswaschen ist nicht erforderlich.
Das darf nicht hinein:
. PET-Getränkeflaschen
. Styropor
. Elektrogeräte
Batterien und andere Problemstoffe:
Für diese gelten weiterhin die bestehenden Sammelsysteme.
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