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OL-Vielfalt, einen Monat lang

Die vier Davoser Abend-OLs im August erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Dieses Jahr wird dieses Angebot noch ergänzt durch den Schweizer Gebirgs-OL SIMM, dessen Jubiläums­anlass der 50. Austragung von Klosters aus im Gebiet ­Gotschna-Parsenn stattfindet. Dieser führt über längere ­Strecken in alpinem Gelände, während die kürzeren Abend-OLs eher in Waldgebieten stattfinden.

Davoser
Zeitung
15.07.25 - 17:00 Uhr
Freizeitsport
Solch schöne Posten können angelaufen werden.
Solch schöne Posten können angelaufen werden.
zVg
Einsteiger wie Könner finden die ihrer Orientierungstechnik entsprechende Bahn und können an den Abend-OLs ­einzeln oder in Gruppen an den Start gehen. Mitglieder der lokalen OL-Gruppe Davos sind nicht nur für die sorgfältige Bahnlegung und das genaue Setzen der rot-weissen Postenflaggen verantwortlich, sondern stehen bei Bedarf den noch Ungeübten zur Seite, sodass alle sich mit der Karte zurechtfinden lernen. Auf dieser speziell aufgenommenen OL-Karte sind alle sichtbaren Geländemerkmale präzise aufgezeichnet – im Besonderen auch die Belaufbarkeit des Geländes: ­Dickicht und Jungwuchs, steiniger oder sumpfiger Untergrund, offener Wald oder Lichtung, Wurzelpfad oder Fahrweg. Solche Informationen helfen bei der Wahl der Route, denn oft lohnen sich weitere Umwege, statt der Luftlinie geradeaus zu folgen. Jeweils am Mittwochabend von 16 bis 18.45 Uhr kann man sich beim ­Besammlungsort anmelden: 6. August, Stilli-Bikepark/13. August, Parkplatz Snowfarming Flüelaloipe/20. August, Flüela Postautostop Abzweigung Jöriseen P. 2207/27. August, Bahnhof Laret.

Ein Sportjubiläum der besonderen Art

Vor 50 Jahren wurde der Verfasser dieses Beitrags – Dieter Wolf – an den englischen Zweitage-Gebirgs-OL eingeladen – und erlebte sein «blaues Wunder». Seine gute OL-Reputation nützte ihm und ­seinem Teamkameraden nämlich herzlich wenig im Kampf gegen die tobenden Elemente typisch britischen Herbst(un)wetters und gegen eine knallharte Gegnerschaft von geübten einheimischen Gebirgsläufern! Nach ein paar Tagen Erholung wurde aber der Wunsch stärker, diese Art von Langstrecken-OL in gebirgigem Gelände auch in den Schweizer Alpen zu organisieren. Der hiesige ­Importeur des englischen Hauptsponsors Karrimor (Leichtgewichts-Outdoormaterial) war schnell ausfindig gemacht und sagte spontan sein Engagement zu. Und so durfte 1976 der erste Schweizer Zweitage-Gebirgs-OL im Muotathal stattfinden: Ein neues Element im Schweizer OL-Jahreskalender.

Die Bahnlegungs-Aufgabe wurde schon nach wenigen Jahren von anderen Enthusiasten übernommen – bis vor 15 Jahren wieder die Anfrage für diesen Job an den damaligen Initiator kam. Und so ist er auch an der 50. Austragung des SIMM (Swiss International Mountain Marathon) für den OL-technischen Teil der Organisation zuständig – nicht zufällig findet der Anlass quasi vor seiner Haustüre statt, nämlich am 16./17. August in Klosters. Die rund 130 Zweierteams oder Familien können zwischen fünf Kategorien wählen: Orienteering Lang oder Kurz, Trail Lang oder Kurz sowie Score (pro Tag fünf Stunden Zeit, bei freier Wahl der Anzahl und Reihenfolge der Posten). Die Teilnehmenden tragen alles im Rucksack bei sich, was sie unterwegs und für die Übernachtung im Camp nach dem ersten Tag brauchen – also Zelt, Matte, Schlafsack, Kochzeug und Verpflegung, Kleider und Notapotheke. Weitere Infos samt Fotogalerie auf der Homepage www.mountainmarathon.ch. Bis Ende Juli kann man sich noch anmelden.

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