Mit neuer Direktion in den Winter
Im «AMERON» ist ab diesem Winter eine neue Direktion anzutreffen. Doch wie kam es dazu, dass ein Ehepaar den Weg vom Engadin nach Davos fand, und wird das Hotel nun grundlegend umgekrempelt?
Im «AMERON» ist ab diesem Winter eine neue Direktion anzutreffen. Doch wie kam es dazu, dass ein Ehepaar den Weg vom Engadin nach Davos fand, und wird das Hotel nun grundlegend umgekrempelt?
Doch alles auf Anfang. Isabella Scheuermann und Stephan Amsler besuchten beide die Schweizerische Hotelfachschule in Luzern. Und am lauschigen Vierwaldstättersee sah das Schicksal vor, dass die beiden nicht nur die Hotellerie, sondern auch gleich einander besser kennenlernen durften. Nach einiger Zeit und verschiedenen Stationen in der Zentralschweiz begannen sie, sich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umzusehen.
Eine Punktlandung im Engadin
«Für uns beide war klar, dass wir gemeinsam etwas übernehmen wollten», erklärt Scheuermann. Diese Möglichkeit tat sich dann im Berghotel Randolins auf. «Lustigerweise gingen wir bei der ersten Kontaktaufnahme davon aus, dass das Hotel in der Zentralschweiz sei. Schnell wurde uns aber bewusst, dass wir von St. Moritz sprechen», so Amsler. Der Begeisterung, eine erste gemeinsame Direktionsstelle übernehmen zu können, tat dies allerdings keinen Abbruch. Die beiden Naturliebhaber freuten sich auf die Aufgabe im Engadin. Und die vielen Herausforderungen konnte das Ehepaar auch gekonnt lösen. Rund elf Jahre führten sie das Berghotel erfolgreich und waren dort massgeblich am Erfolg der Neupositionierung und der wirkungsvollen Umsetzung einer Multibrand-Strategie beteiligt. «Wir hatten sehr schöne Jahre im Engadin und konnten etwas Gutes aufbauen. Allerdings war für uns beide klar, dass es langsam, aber sicher an der Zeit ist, sich etwas Neuem zu widmen», meint Scheuermann.
Unvorhergesehener Wechsel nach Davos
So war dem Ehepaar klar, dass man sich einer neuen Herausforderung zuwenden will. Oder nicht doch erst mal Pause machen und alles sacken lassen? «Der Plan war eigentlich, eine Pause einzulegen. Schliesslich waren die elf Jahre im Engadin sehr intensiv», erinnert sich Amsler an den ursprünglichen Plan. Doch wie im Leben so oft, kam es anders als erwartet. «Als wir von den Althoff Hotels angefragt wurden, ob wir die Direktion im ‹AMERON› übernehmen wollen, konnten wir nicht Nein sagen. Auch wenn es eigentlich nie die Absicht war, in ein anderes Tal zu gehen.»
Auch Frank Marrenbach, CEO der Althoff Hotels, meint die richtige Wahl getroffen zu haben: «Ich freue mich sehr, mit Stephan und Isabella ein engagiertes Gastgeberpaar für unser Vier-Sterne-Resort in Davos gewonnen zu haben. Beide bringen nicht nur ausgeprägte Leidenschaft und Energie für die Hotellerie mit, sondern überzeugen auch durch Eigeninitiative und Teamstärke – genau die Qualitäten, die wir uns an diesem besonderen Standort in der Schweizer Bergwelt wünschen.»
Ähnliche Herausforderungen – neue Destination
Doch was sind nun die Ziele im «AMERON»? Gibt es eine Neupositionierung? Wird das Bisherige grundlegend über den Haufen geworfen? Die Antwort der neuen Direktion: «Ganz klar nein. Wir wollen auf dem Bestehenden aufbauen. Es gilt vor allem, im ersten Winter die Destination und Menschen kennenzulernen. Denn auch wenn sich die Saisonalität und das Angebot vor Ort ähnlich gestalten wie im Engadin, kommen hier ganz neue Herausforderungen auf uns zu. Nur schon beispielsweise das WEF. Es ist sehr schön, dass viele Mitarbeitende dem Haus treu bleiben. Diese helfen uns mit ihren Erfahrungen schlussendlich auch weiter. So ist es das Ziel, das «AMERON» Schritt für Schritt gemeinsam mit den anderen Playern in realistischem Ausmass nachhaltig weiterzuentwickeln.»
In der Küche weht ein frischer Wind
Bei aller Beständigkeit hat sich bereits etwas getan. Denn seit Kurzem leitet Dominic Adamantidis als neuer Küchenchef die gastronomischen Geschicke des Hauses. Auch er bringt umfassende Erfahrung aus der Spitzengastronomie mit und freut sich auf die neue Aufgabe: «Mein Ziel ist es, unsere Gäste mit ehrlicher, kreativer Küche zu begeistern – inspiriert von den Bergen, den Menschen und den hochwertigen Produkten unserer Region.»
Für das Direktionspaar ist klar, dass Adamantidis eine Bereicherung für das Team sein wird: «Mit Adamantidis haben wir einen kompetenten und kreativen Küchenchef gewonnen, der alpine Authentizität mit internationalem Anspruch verbindet. Das Hotel steht für gastronomische Vielfalt: Von Restaurant Bacio della Mamma über die Scaletta Bar bis zum Restaurant Cervolino. Unser gemeinsames Ziel ist es, unseren Gästen besondere Erlebnisse, ergänzt mit genussvollen kulinarischen Momenten, zu schenken. Wir hoffen natürlich, dass sich auch viele Davoserinnen und Davoser von seinem Können in einem unserer beiden Restaurants überzeugen werden. Nicht nur, um diese gut zu bekochen, sondern auch kennenzulernen.»
Und so kommt die Geschichte, welche einmal in der Zentralschweiz begann, in Davos zu ihrer nächsten Pointe. Man kann nur hoffen, dass sie noch einige Zeit anhalten wird und das Ehepaar, wie schon im Engadin, auch in Davos einiges zu Lachen hat.
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