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Der Fahrplanentwurf 2026 liegt auf

Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2025 wird das öffentliche Verkehrsangebot in Graubünden verbessert und somit die Transportkapazität im Kanton erhöht. Ab dem 23. Mai bis am 9. Juni 2025 ist der Fahrplanentwurf für das kommende Jahr in der Vernehmlassung.

Davoser
Zeitung
26.05.25 - 07:00 Uhr
Mobilität
In Klosters «küssen» und schliessen sich jeweils die aus dem Engadin und von Davos kommenden Capricorn-Kompositionen zusammen.
In Klosters «küssen» und schliessen sich jeweils die aus dem Engadin und von Davos kommenden Capricorn-Kompositionen zusammen.
bg
Nachdem im Fahrplan 2025 der ­Halbstundentakt Chur – St. Gallen (halbstündlich mit Umsteigen in Sargans) ­umgesetzt werden konnte, bieten die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) ab Fahrplanwechsel 2026 auch auf der ­Strecke Chur – Zürich den durchgehenden Halbstundentakt auf dem schnellen InterCity 3 an. Verschiedene neue Zubringerverbindungen frühmorgens und am Abend stellen die Anschlüsse an diese neuen Verbindungen her. Die Regionen des Kantons Graubünden werden damit in den Randstunden noch besser an den Fernverkehr angebunden.

Halbstundentakt Chur – Ilanz und neues Buskonzept in der Surselva

Ein weiterer Meilenstein im kommenden Jahr wird die Einführung des Halbstundentaktes der Rhätischen Bahn (RhB) auf der Strecke Chur – Ilanz sein. Zusammen mit diesem Halbstundentakt ist auch der Ausbau der Postautoverbindungen in der Surselva vorgesehen. Zugleich wird es bessere schnellere Verbindungen zwischen den Talschaften der Surselva geben. Die Bevölkerung und Gäste profitieren somit von häufigeren Reisemög-lichkeiten und schlanken Anschlüssen.

Systematisierung der S-Bahn Chur

Die neuen Angebote der Rhätischen Bahn machen eine Systematisierung, ein Halbstundentakt der S-Bahn Chur erforderlich. Damit werden insbesondere die Anschlüsse zwischen Bahn und Bus verbessert und stabilisiert. In diesem Zusammenhang müssen die Abfahrtszeiten und die Haltepolitik punktuell angepasst werden und die Halte in Haldenstein entfallen. In den Hauptverkehrszeiten ist ein Ersatzkonzept mit Bussen vorgesehen.

Taktverdichtungen in den Tourismusregionen

Weil die Nachfrage im Freizeitverkehr stark angestiegen ist, wird es in der Hauptsaison entsprechend mehr Verbindungen geben. Geplant sind diese im Unterengadin sowie zwischen Churwalden und Lenzerheide. Ausserdem sind jeweils am Abend zwischen Chur und Flims/Laax ebenfalls mehr Kurse vorgesehen.

Neue Verbindungen nach Süden

Im Korridor nach Italien planen die SBB ab Bellinzona schrittweise einen grösseren Angebotsausbau. Punktuell werden deshalb zusätzliche Verbindungen auf dem Expressbus Chur – Bellinzona angeboten. Ebenfalls werden die Anzahl Expressbusse zwischen Poschiavo und Samedan und damit die Kapazität auf diesem Korridor erhöht.

Öffentliche Vernehmlassung

Die Fahrplanentwürfe für 2026 liegen ab Freitag, 23. Mai, öffentlich auf www.oev-info.ch auf. Der Kanton Graubünden hat sie während der letzten Monate in enger Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen und Regionen erarbeitet. Für alle Interessierten besteht die Möglichkeit, eine Stellungnahme einzureichen. Die Vernehmlassung dauert bis am 9. Juni. Weitere Informationen zum Fahrplanverfahren sind unter www.aev.gr.ch/fahrplan ersichtlich. Fahrplanan­träge können neu bequem über das E-Portal des Kantons Graubünden eingereicht werden. Die Entscheide, welche dieser geplanten Fahrplanausbauten umgesetzt und finanziert werden können, werden im Herbst 2025 gefällt. Der Fahrplanwechsel erfolgt dann am 14. Dezember 2025.

Die Angebote im öffentlichen Verkehr werden laufend ausgebaut.
Die Angebote im öffentlichen Verkehr werden laufend ausgebaut.
bg
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