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Warum wird am 1. August gefeiert?

Am Freitag, 1. August, wird auch in Davos der Geburtstag der Schweiz gefeiert, der auf dieses Datum im Jahr 1291 festgesetzt worden ist. Doch wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Pascal
Spalinger
01.08.25 - 17:00 Uhr
Ereignisse
Lampions gehören zu jeder Bundesfeier dazu.
Lampions gehören zu jeder Bundesfeier dazu.
Somedia Press AG
Dass der Geburtstag der Eidgenossenschaft am 1. August gefeiert, ist zu einem guten Stück dem Bundesrat zu verdanken. 1891 beraumte er auf Grundlage des Bundesbriefs von 1291 eine nationale ­Feier zum 600-Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft an. Dies auf Initiative der Berner hin, die im gleichen Jahr den 700. Geburtstag der Stadt Bern feiern konnten. 1899 schliesslich erhob der Bundesrat den 1. August zum nationalen Bundesfeiertag.

Was brachte nun aber die Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden 1291 dazu, sich in einem Bundesbrief gegenseitige Hilfe zuzusichern, falls ihnen Gewalt oder Unrecht angetan würde? In erster Linie handelt es sich um einen Abwehrbund gegen fremde Mächte. Bevor Rudolf von Habsburg 1273 zum deutschen König gewählt wurde, herrschte einige Zeit eine Art Machtvakuum, was verschiedene Adelshäuser ausnützten, um ihre Herrschaftsgebiete zu vergrössern. Besonders aktiv waren die Habsburger, welche ihren Einfluss auf Gebiete in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Urkantonenstark erhöhten – auch im Hinblick darauf, die wichtige Handelsroute über den Gotthardpass nach Italien zu sichern – oder vielmehr zu überwachen. Nach Rudolfs Tod am 15. Juli 1291 fürchteten die Urschweizer, dass die Habsburger bei einem allfälligen weiteren «Interregnum» die Innerschweiz angreifen und zu erobern versuchen könnten. Sie handelten schnell und trafen sich Legenden nach auf dem Rütli, um ihren Schwur zu leisten. Das 1291 geschlossene Bündnis der Innerschweizer Talschaften fand über Jahrhunderte praktisch keine Erwähnung, das Dokument selbst wurde erst 1758 im Archiv von Schwyz wiederentdeckt. Der Bundesbrief kann heute im Bundesbriefmuseum in Schwyz angeschaut werden.

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