«Meine Vorfreude ist einfach riesig»
Griffin van Essen schreibt derzeit ein Stück weit nationale Freeski-Geschichte: Der 13-jährige Davoser kann die Schweiz Anfang März an der Junioren-Weltmeisterschaft im kanadischen Calgary in der Halfpipe vertreten – notebene als jüngster Schweizer ever. Dementsprechend gross ist seine Vorfreude.
Griffin van Essen schreibt derzeit ein Stück weit nationale Freeski-Geschichte: Der 13-jährige Davoser kann die Schweiz Anfang März an der Junioren-Weltmeisterschaft im kanadischen Calgary in der Halfpipe vertreten – notebene als jüngster Schweizer ever. Dementsprechend gross ist seine Vorfreude.
Neuseeländischer Meister
Um für die Junioren-WM selektioniert zu werden, musste Griffin in Laax einen Test absolvieren, an dem geschaut wurde, ob er einen Run zusammenbringen kann, der weltmeisterschaftswürdig ist. Für die Entscheidung wurden auch Video-Analysen zu Hilfe genommen, und es brauchte zudem eine Empfehlung von Griffins Trainer.
Dass die Selektion die Halfpipe betrifft, findet der 13-Jährige zwar cool, betont aber, dass er alle vier Freeski-Disziplinen – ne-ben Halfpipe auch noch Big Air, Slopestyle sowie Rails – gerne bestreite.
Vor der Saison verbrachte Griffin einige Zeit mit seiner Familie in Neuseeland. Dort wurde viel trainiert. Als Abwechslung machte Griffin bei der neuseeländischen Meisterschaft mit und gewann prompt den Titel in der Kategorie «Rails». Während eines Contests in Adelboden erhielt der Davoser dann von seinem Coach die Nachricht, dass er die Selektion für Calgary geschafft habe – notabene als jüngster Schweizer Freeskier der Geschichte. «Da war ich total begeistert.»
Stolz, aber ...
Natürlich ist Griffin auf das Erreichte stolz, meint aber auch, er werde sicher auf dem Boden bleiben und nicht gleich vom Weltmeistertitel träumen. «Die meisten meiner Gegner – von denen ich einige schon kenne – sind mehrere Jahre älter als ich und haben entsprechend mehr Erfahrung.» Sein Ziel sei dann auch vor allem, «meine Runs zu stehen, Spass zu haben und neue Freunde zu gewinnen». Er habe viel in Laax und auf Corvatsch trainiert und habe dafür von der Schule frei bekommen. «Nun lerne ich den Schulstoff halt per Online-Unterricht.»
Am Mittwoch fliegt das Schweizer Team nach Kanada, und Griffin freut sich «ganz fest» darauf. «Ich war noch nie in Kanada und bin auch noch nie so weit an einen Wettkampf geflogen.» Er richtet seinen Blick aber auch bereits auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft, mit konkreten Zielen: «An der World Rookie Tour in Madonna di Campiglio (I) möchte ich im Slopestyle gut fahren und vorne klassiert sein.» Danach geht es auf Einladung eines Sponsors an einen Contest nach Nordschweden, inklusive Training und Filmaufnahmen. Für seine Zukunft wünscht sich Griffin vor allem, gesund und verletzungsfrei zu bleiben. «Und ich möchte internationale Contests bestreiten, auch den Europacup in Slopestyle und Big Air.» Vorerst geniesst er nun aber mal als jüngster Schweizer Junioren-WM-Teilnehmer der Geschichte seinen Aufenthalt in Kanada.
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