×

Sicher zur Schule – ein gemeinsamer Auftrag

Wenn am Montag, 11. August, der Schulalltag wieder Fahrt aufnimmt, werden viele Kinder zum ersten Mal alleine unterwegs sein. Und so schön der Weg zur Schule sein kann, so kurz zu sein er scheint, ist er nicht frei von Gefahren.

Davoser
Zeitung
10.08.25 - 17:00 Uhr
Ereignisse
Damit die Schulkinder im Strassenverkehr sicher sind braucht es alle Beteilligten.
Damit die Schulkinder im Strassenverkehr sicher sind braucht es alle Beteilligten.
zVg
Gerade bei den Jüngsten ist das richtige Verhalten im Strassenverkehr noch im Aufbau. Kinder können Distanzen schwer einschätzen, sind leicht ablenkbar und handeln oft impulsiv. «Für Kinder gilt beim Strassenqueren: «Warte, luege, lose, laufe», erinnert die Kantonspolizei Graubünden. Doch so gut dieser Merksatz Kindern hilft – er reicht nicht aus. Denn der Strassenverkehr ist kein Ort, an dem Kinder alles allein richten können. Die Verantwortung liegt auch – und vor allem – bei den Erwachsenen.

Für Fahrzeuglenkende gilt analog die Devise: «Luege. Brämse. Halte». Drei einfache Worte, die zusammen eine grosse Wirkung haben können. Es geht darum, präsent zu sein, langsamer zu fahren – und wirklich anzuhalten, wenn Kinder die Strasse queren wollen.

Ein besonderer Fokus im August

Die Kantonspolizei Graubünden zeigt im August verstärkt Präsenz vor Schulen und Kindergärten. Sie kontrolliert das Tempo, spricht mit Eltern, besucht Klassen. «Unsere Verkehrsinstruktoren zeigen den Kindern, wie sie sich beim Überqueren der Strasse verhalten sollen», heisst es von offizieller Seite. Sichtbar zu sein und präsent zu bleiben, ist ein wichtiger Teil der Prävention.

Auch der Touring Club Schweiz (TCS) und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) rufen zum Schulbeginn dazu auf, alle Beteiligten zu sensibilisieren – von der Lehrperson bis zur Gemeinde. Es gehe nicht um Schuld, sondern um gemeinsames Handeln, stellen die Organisationen fest.

Kinder können unberechenbar sein

Im Jahr 2024 wurden 455 Kinder auf dem Schulweg Opfer von Unfällen, so der TCS. Fahrzeuglenkende, Eltern, Lehrpersonen, Polizei und Gemeinden tragen gemeinsam die Verantwortung, diese Unfälle zu verhindern. Kinder sollen ihre Mobilität auf dem Schulweg entwickeln und erlernen können – doch gerade die Kleinsten verhalten sich oft – natürlich nicht bewusst – unberechenbar. Ihre Fähigkeit, Geschwindigkeit einzuschätzen, ist noch nicht ausgereift. Deshalb ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmenden ihr Verhalten anpassen und vorausschauend fahren.

Für die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ist der Schulanfang eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, wie wichtig es ist, Kinderunfälle zu verhindern. Dies erfordert allerdings das Engagement von Eltern, Lehrpersonen, Verkehrsinstruktorinnen und Verkehrsinstruktoren, Schulleitungen sowie Verantwortlichen für Strassengestaltung. Nur gemeinsam und mit gezielten Massnahmen lässt sich die Zahl der Unfälle mit Kindern nachhaltig reduzieren.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Ereignisse MEHR