Sicher zur Schule – ein gemeinsamer Auftrag
Wenn am Montag, 11. August, der Schulalltag wieder Fahrt aufnimmt, werden viele Kinder zum ersten Mal alleine unterwegs sein. Und so schön der Weg zur Schule sein kann, so kurz zu sein er scheint, ist er nicht frei von Gefahren.
Wenn am Montag, 11. August, der Schulalltag wieder Fahrt aufnimmt, werden viele Kinder zum ersten Mal alleine unterwegs sein. Und so schön der Weg zur Schule sein kann, so kurz zu sein er scheint, ist er nicht frei von Gefahren.
Für Fahrzeuglenkende gilt analog die Devise: «Luege. Brämse. Halte». Drei einfache Worte, die zusammen eine grosse Wirkung haben können. Es geht darum, präsent zu sein, langsamer zu fahren – und wirklich anzuhalten, wenn Kinder die Strasse queren wollen.
Ein besonderer Fokus im August
Die Kantonspolizei Graubünden zeigt im August verstärkt Präsenz vor Schulen und Kindergärten. Sie kontrolliert das Tempo, spricht mit Eltern, besucht Klassen. «Unsere Verkehrsinstruktoren zeigen den Kindern, wie sie sich beim Überqueren der Strasse verhalten sollen», heisst es von offizieller Seite. Sichtbar zu sein und präsent zu bleiben, ist ein wichtiger Teil der Prävention.
Auch der Touring Club Schweiz (TCS) und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) rufen zum Schulbeginn dazu auf, alle Beteiligten zu sensibilisieren – von der Lehrperson bis zur Gemeinde. Es gehe nicht um Schuld, sondern um gemeinsames Handeln, stellen die Organisationen fest.
Kinder können unberechenbar sein
Im Jahr 2024 wurden 455 Kinder auf dem Schulweg Opfer von Unfällen, so der TCS. Fahrzeuglenkende, Eltern, Lehrpersonen, Polizei und Gemeinden tragen gemeinsam die Verantwortung, diese Unfälle zu verhindern. Kinder sollen ihre Mobilität auf dem Schulweg entwickeln und erlernen können – doch gerade die Kleinsten verhalten sich oft – natürlich nicht bewusst – unberechenbar. Ihre Fähigkeit, Geschwindigkeit einzuschätzen, ist noch nicht ausgereift. Deshalb ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmenden ihr Verhalten anpassen und vorausschauend fahren.
Für die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ist der Schulanfang eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, wie wichtig es ist, Kinderunfälle zu verhindern. Dies erfordert allerdings das Engagement von Eltern, Lehrpersonen, Verkehrsinstruktorinnen und Verkehrsinstruktoren, Schulleitungen sowie Verantwortlichen für Strassengestaltung. Nur gemeinsam und mit gezielten Massnahmen lässt sich die Zahl der Unfälle mit Kindern nachhaltig reduzieren.
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