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Nadine Fähndrich und die Silber-Boys

Vom 12. bis 14. Dezember misst sich die Langlauf-Weltelite am Weltcup in Davos. Die grössten Schweizer Hoffnungen tragen Nadine Fähndrich, Anja Weber und bei den Männern jene Athleten, die an der letzten WM Staffel sensationell Staffel-Silber gewannen.

Davoser
Zeitung
12.12.25 - 17:00 Uhr
Schneesport
Janik Riebli (l.) und Valerio Grond wurden 2024 Zweite im Teamsprint.
Janik Riebli (l.) und Valerio Grond wurden 2024 Zweite im Teamsprint.
zVg

«Davos Nordic mit der ganzen Weltelite des Langlaufsports in ­Davos ist für mich stets ein grosses Highlight. Die Rennen sowie das gesamte Rahmenprogramm und der Kids-Event mit über 300 Kindern sind immer perfekt organisiert und ein Muss für jeden Langlauf-Fan», sagt einer, der es wissen muss: Dario Cologna, je vierfacher Olympiasieger und Weltcup-Gesamtsieger sowie auch Welt­meister. Diesmal stehen für die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer drei Wettkämpfe auf dem Programm: Je ein Team- und Einzelsprint sowie ein Zehn-Kilometer-Rennen, alle in der Skating-Technik.

Nadine Fähndrich und Davos Nordic

Seit Colognas Rücktritt ist Nadine Fähndrich das nationale Aushängeschild. Mit zweimal WM-Bronze sowohl im Einzel- als auch im Teamsprint (gemeinsam mit Anja Weber) sowie sechs Einzel-Podestplätzen im Weltcup war die letzte Saison ihre bislang stärkste. Nicht von ungefähr nennt die 30-jährige Luzernerin in diesem Winter die Olympischen Spiele vom Februar als Höhepunkt. In Italien will sie ihr Palmarès mit einer Olympiamedaille erweitern. Einen hohen Stellenwert hat für Fähndrich aber auch Davos Nordic. «Der Heim-Weltcup in Davos ist jedes Jahr ein Highlight in meiner Saisonplanung. Die Veranstaltung ist immer hervorragend organisiert und die Atmosphäre grossartig», schwärmt sie. Nadine Fähndrich hat auch gute Erinnerungen. Am 17. Dezember 2022 gewann sie im Bünda-Stadion den Weltcup-Sprint, und vor zwölf Monaten gelang ihr gemeinsam mit Anja Weber als Dritte im Teamsprint der Sprung aufs Podest. Neben Nadine Fähndrich und Anja Weber peilen bei Davos Nordic mit den beiden Einheimischen Alina Meier und Désirée Steiner sowie den Schwestern Nadja und Marina Kälin und Giuliana Werro weitere Athletinnen von Swiss Ski Weltcuppunkte an.

Nutzen die Silber-Boys den Heimvorteil

Am 6. März dieses Jahres verblüfften Cyril Fähndrich, Jonas Baumann, Jason Rüesch und Valerio Grond an den Weltmeisterschaften im norwegischen Trondheim mit dem sensationellen zweiten Platz in der Staffel. Grond sicherte die Silbermedaille mit einem grossartigen Finish. Der Davoser hatte zuvor schon bei Davos Nordic im Weltcup-Teamsprint als Zweiter mit Janik Riebli aufhorchen lassen. Das Duo ist auch jetzt wieder heiss. Beide machen kein Geheimnis daraus, dass sie auch im Einzelsprint vorne mitmischen wollen. Nach dem Rücktritt von Baumann ist Rüesch der Senior im Schweizer Männerteam. Der 31-Jährige aus Davos Monstein will in dieser Saison früh die Olympia-Qualifikation schaffen. Eine gute Möglichkeit bietet sich ihm beim Heimrennen. Gleiches gilt für Cyril Fähndrich und Beda Klee.

Alle gegen Kläbo

Topfavorit ist in allen Rennen Johannes Hösflot Kläbo. Der 29-jährige Norweger gewann im Frühjahr in Trondheim alle sechs WM-Goldmedaillen und avancierte mit nun 15 WM-Titeln zum alleinigen Rekordhalter. Ende Saison ­sicherte sich Kläbo zum fünften Mal den Gesamtweltcup, auch dank Siegen in Davos sowohl im Einel- als auch im Teamsprint. Weiter ist der Überflieger bereits ­Besitzer von fünf Olympia-Goldmedaillen. Am vergangenen Wochenende sicherte sich Kläbo seine Weltcupsiege Nummer 100 und 101. Die Norweger bilden auch als Mannschaft eine Macht, wie vier Athleten unter den ersten sechs im Gesamtweltcup-Schlussklassement der letzten Saison dokumentieren. Einzig dem Schweden Edvin Anger (2.) und dem Italiener Federico Pellegrino (4.) gelang es, in diese Phalanx einzubrechen.

Wesentlich ausgeglichener präsentiert sich die Situation bei den Frauen. Hinter der nun dreifachen Weltcup-Gesamtsiegerin Jessie Diggins – die Amerikanerin führt das aktuelle Zwischenklassement wie auch Kläbo erneut an – klassierten sich im letzten Winter mit der Deutschen Victoria Carl, der Finnin Kerttu Niskanen, den Norwegerinnen Astrid Öre Spind und Therese Johaug (sie trat Ende Saison zurück), der Tschechin Katerina Janatova und der Schwedin Ebba Andersson Athletinnen aus fünf verschiedenen Nationen. Für spannende Rennen ist folglich auch in ­Davos garantiert.

Das Programm

Freitag, 12. Dezember

15 Uhr:  Teamsprint Frauen und Männer, Prolog.
17 Uhr:  Teamsprint Frauen und Männer, Finals.

Samstag, 13. Dezember

9.30 Uhr:  4. Dario Cologna Kids-Event.
12 Uhr:  Jovi’s Zauber- und Ballonshow.
13.45 Uhr:  Sprint Frauen und Männer, Prolog.
16.15 Uhr:  Sprint Frauen und Männer, Finals.

Sonntag, 14. Dezember

9.50 Uhr:  10 km Männer, Einzelstart
13.45 Uhr:  10 km Frauen, Einzelstart



 


 

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