Bach wäre begeistert gewesen
Am Karfreitag wurde im Rahmen der Davoser Abendmusik in der Kirche St. Johann die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Das zahlreich erschienene Publikum erhielt ein Konzert der Superlative vorgesetzt.
Am Karfreitag wurde im Rahmen der Davoser Abendmusik in der Kirche St. Johann die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Das zahlreich erschienene Publikum erhielt ein Konzert der Superlative vorgesetzt.
Hohe Authentizität
Während des Konzerts wähnte man sich ziemlich genau um 300 Jahre zurückversetzt. Bach hätte an der Inszenierung seiner Johannes-Passion wohl seine helle Freude gehabt. Das Orchester gab den Soli und Gesamt-Chören sowie Chorälen und Rezitativen mit seinem virtuosen Spiel einen grundsoliden Boden, und sowohl der Chor als auch die Solisten vermochten die Zuhörerschar zu überzeugen. Den Solistinnen Marie Hänsel (Sopran) und Anna-Maria Haberberger (Alt) sowie den Solisten Theo Rode (Tenor), Sebastian Schäfer und Nikolaus Fluck (beide Bass) durfte eine sehr gute Tonqualität attestiert werden. Die Rezitative waren gut verständlich, auch wenn sich die Sängerinnen und Sänger zuweilen in sehr hohen Tonlagen zu bewegen hatten. Unterstützt wurden sie von einem sehr homogen auftretenden Chor. So wurde das Konzert nie langweilig, auch wenn es mit fast zwei Stunden länger dauerte als die üblichen Veranstaltungen im Rahmen der Abendmusik. Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten der Passionsgeschichte jederzeit problemlos folgen und spendeten am Ende des Konzerts reichlich Applaus. Gesamtleiter Ulrich Weissert sowie Cornelius Weissert, die Väter dieses einmaligen Projekts, durften mit dem Erreichten schlussendlich zu Recht zufrieden sein.
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