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Innere Freiheit als Weg zu Frieden und Gesundheit

Unter dem Motto «Wandel des Bewusstseins – gemeinsam in die Neue Ära» trafen sich am 13. September rund 80 Teilnehmende im Kongresshaus Davos.

Davoser
Zeitung
22.09.25 - 07:00 Uhr
Ereignisse
Schon beim Ankommen war die besondere Atmosphäre spürbar: Einige Gäste waren seit Jahren dabei, andere zum ersten Mal – doch wie bei allen Anlässen von «Davos cares – we are One»  entstand rasch ein Gefühl von Nähe und Gemeinschaft. Alle verband die Vision, dass eine menschlichere Welt möglich ist, wenn Menschen einander achtsam begegnen.

Kraftvoller Auftakt

Der Tag begann mit einer schamanischen Zeremonie von Daniela Rupp und Bea Ender. Ein Start, der zeigte: Hier geht es nicht nur um Worte, sondern um unmittelbare Erfahrung. Besonders war auch die offizielle Begrüssung: Valérie Favre Accola, oberste Bündnerin und Standespräsidentin des Kantons Graubünden, betonte in ihren Grussworten, dass Davos nicht nur für politische Gipfel stehen solle, sondern auch für Begegnungen, die das Menschliche und Gesundheit auf allen Ebenen ins Zentrum rücken.

Vertrauen und Hoffnung

Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg eröffnete die Vortragsreihe mit dem Thema Vertrauen – in sich selbst, in andere und ins Leben. Vertrauen sei in Krisenzeiten ein Kompass, der innere Stabilität schenkt, auch wenn äussere Strukturen wanken. Orlando Vecellio präsentierte anschliessend das Projekt «Desert Greener», das mit innovativer Meerwasserentsalzung sauberes Trinkwasser erzeugt. Sauberes Wasser, so seine Botschaft, sei weit mehr als eine technische Frage – es sei ein Friedensfaktor, weil es Landwirtschaft, Arbeitsplätze und Perspektiven schafft.

Freude im Miteinander

Nach dem Mittagessen leitete Ladina Priya Kindschi, Gründerin des Star Fire Mountain College Davos, einen Tanz- und Mantraworkshop. Viele empfanden diese Stunde als Höhepunkt: Freude, Leichtigkeit und tiefe Verbundenheit wurden im gemeinsamen Rhythmus spürbar. «Das Tanzen mit Ladina war reines Glück», sagte Teilnehmerin Miriam Camenisch.

Innere Freiheit und Stressbewältigung

Sri Preethaji, Mystikerin und Mitbegründerin von EKAM, sprach live online über «Wahre Freiheit in Beziehungen». Ihre Botschaft: Freiheit beginnt innen – wenn wir uns von Schuld und Groll lösen. Dr. Jan Bellermann zeigte in einer anonymen Befragung, wie stark Stress verbreitet ist: 58 Prozent der Anwesenden gaben an, dauerhaft unter Druck zu stehen. Seine Herz-Kohärenz-Meditation erwies sich als wirksame Soforthilfe. «Für mich war es das kraftvollste Symposium – unglaublich tolle Referentinnen und Referenten», so Teilnehmerin Heidi Roth. Auch Angela und Heinz Ronner bestätigten: «Die Stimmung war friedlich, voller Freude und Liebe.»

Trommelreise und Friedenspfahl

Zum Abschluss führte Daniela Rupp eine Trommelreise in die Stille. Danach versammelten sich alle beim Friedenspfahl im Kurpark Davos, einem Werk des Künstlers Resli Marugg. «Möge Frieden sein auf Erden» steht dort in 24 Sprachen – begleitet vom Alphorntrio Alpenrose sandten die Gäste ihre Wünsche in die Welt.

Wirkung über Davos hinaus

Das Symposium hatte auch ganz konkrete Wirkung: Dank einer Spende konnten in Indien zehn Schultoiletten für über 1000 Kinder gebaut werden – ein Schritt, der besonders Mädchen den Zugang zu Bildung sichert.

Wer dabei war, spürte: Es ist keine Religion und keine äussere Revolution, sondern die Einladung, Gemeinschaft zu erleben und Frieden von innen heraus zu schaffen. Mit diesem Funken im Herzen reisten die Gäste nach Hause. «Einmal mehr durfte ich euer Feuer und eure Hingabe an den Frieden erleben – den Frieden in mir, in dir, für ein friedliches Miteinander», sagte Priska Steinauer. In Davos wurde spürbar, wie aus Begegnung Hoffnung, Stärke und Frieden entstehen können.

Die Vision geht weiter: 2026 soll im Rahmen des WEF ein «House of Consciousness» entstehen – ein Ort der Achtsamkeit mitten im Wirtschaftsgipfel. 

Rebecca Ragaz schreibt für das Bewusstseinssymposium

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