«Zusammenarbeit mit Davos ist top»
Lorenz Luginbühl sitzt in der Geschäftsleitung der GFC Sports Management AG in Chur und gehört in dieser Funktion zu den Initianten der Mountainbike-Rennserie «Bike Revolution». Im Interview erklärt er unter anderem, wofür er genau zuständig ist, und welche Herausforderungen er dabei zu lösen hat.
Lorenz Luginbühl sitzt in der Geschäftsleitung der GFC Sports Management AG in Chur und gehört in dieser Funktion zu den Initianten der Mountainbike-Rennserie «Bike Revolution». Im Interview erklärt er unter anderem, wofür er genau zuständig ist, und welche Herausforderungen er dabei zu lösen hat.
DZ/KZ: Lorenz Luginbühl, Sie gehören zu den Initianten der «Bike Revolution». Wie ist es dazu gekommen?
Lorenz Luginbühl: Ralph Näf hat die Idee einer neuen Bike Serie ins Spiel gebracht und hat bei uns offene Türen eingerannt. Unsere Firma betreut diverse Top-Athleten, darunter auch Nino Schurter, und ist so mit dem Mountainbikesport eng verbunden. So hat das Eine zum Anderen geführt, und wir waren mit Ralph, Nino und René Walker einer der vier Mitinitiatoren der «Bike Revolution» und bringen seither unser Know-how als Sportmanagement-Firma ins Boot.
Was machen Sie denn genau?
Peter Zulauf, Patrick Kiener und ich bilden das Kernteam, das für die Planung der Rennserie zuständig ist. Die Davos Destinations-Organisation übernimmt dabei, wie auch bei anderen Veranstaltungen, die Rolle der «Host City» und ist mit verschiedenen Aufgaben in den Bereichen Planung, Koordination und Umsetzung betraut, was es für uns sehr vereinfacht. Ich selber bin aktuell während den Austragungen für den Bereich Rennleitung zuständig. In dieser Funktion stelle ich sicher, dass die verschiedenen Rennen reibungslos durchgeführt werden können und bilde die Schnittstelle zwischen dem Streckenchef des lokalen Organisationskomitees einerseits sowie Swiss Cycling und der UCI andererseits. Meine Vorbereitung beginnt schon lange vor der Rennserie und ist vielfältig: Beispielsweise in Bezug auf die Planung der TV-Produktion und nicht zuletzt das Sponsoring. In diesem Jahr wird die Rennserie ohne «Presenting Partner» durchgeführt, und unser Ziel ist es, diesen im nächsten Jahr wieder zu besetzen.
Welches sind die grössten Herausforderungen, die Sie lösen müssen?
Wir verfolgen eine langfristige Strategie. Es ist eine schöne Herausforderung, unsere Partner für diesen gemeinsam Weg zu begeistern. Seien es unsere lokalen Veranstalter oder auch unsere Sponsoringpartner. An dieser Stelle gebührt ihnen allen unser Dank für die tolle Zusammenarbeit. Natürlich kommt es vor, dass Verträge nicht verlängert werden und wir entsprechend neue Partner suchen müssen. Vor Ort habe ich immer ein besonderes Augenmerk auf die Live-TV-Produktionen. Dank unserer sehr erfahrenen Produktionsfirma und der Zusammenarbeit mit dem lokalen Davoser OK– gelingt es uns, eine qualitativ hochstehende Übertragung für Blue TV sowie unsere eigenen Kanäle zur Verfügung zu stellen. Auch die Planung vor Ort stellt eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. So müssen etwa Genehmigungen eingeholt sowie die gesamte Infrastruktur und Unterkünfte für Staff und Helfer organisiert werden. Diese Aufgabe übernimmt in Davos der lokale Veranstalter, welcher dafür einen enormen Einsatz leistet. In Davos haben wir das Glück, mit äusserst erfahrenen Personen zusammenzuarbeiten, die viel Engagement und Know-how einbringen. Das erleichtert die Umsetzung erheblich.
Weshalb braucht es eine Mountainbike-Rennserie wie die «Bike Revolution» überhaupt?
Mir möchten auf diese Weise den Sportlerinnen und Sportlern etwas zurückgeben. Das Rennen in Davos beispielsweise hat den zweithöchsten Standard (Hors Categorie). Nur der Weltcup ist höher gewertet. Solche Rennserien sind mit ein Grund für den gegenwärtigen Erfolg der Schweizer Mountainbiker. Wir haben aber auch bewusst an die Breite gedacht. Während der Fokus am Sonntag auf die Spitzenfahrerinnen und -fahrern gelegt ist, steht der Samstag im Zeichen des Nachwuchses und der breiten Mountainbike-Community. Dann finden beispielsweise «Gusto Rides» statt, welche Sport und Kulinarik miteinander verbinden. Des Weiteren bieten wir Workshops rund ums Thema Bike an. Die «Bike Revolution» soll nicht nur eine Rennserie, sondern ein Bike-Festival für jedermann sein.
Wofür sind Sie während dem Event zuständig?
Ich agiere jeweils als Rennleiter und bin für die Koordination zwischen dem internationalen Verband UCI, Swiss Cycling und den Organisatoren zuständig.
Wie gross ist Ihre Vorfreude auf das Finale der diesjährigen «Bike Revolution» von 27. bis 29. Juni in Davos?
Ich freue mich grundsätzlich auf jedes Rennen der «Bike Revolution». Man spürt jeweils die Freude, wenn ein Anlass gelungen ist. Dass der Abschluss der Rennserie diesmal in Davos sein wird, macht das Ganze speziell. Wir hatten in den letzten beiden Jahren jeweils sehr gute Anlässe dort.
Warum ist denn Davos für den Mountainbike-Sport aus Ihrer Sicht wichtig?
Es ist kein Geheimnis, dass die Destination Davos zu den führenden MTB-Destinationen der Alpen gehört. Zudem lädt das Setting an verschiedensten Trails zum Ausprobieren ein. Für uns bietet Davos eine Top-Infrastruktur, und die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen OK ist hervorragend.
Welches sind Ihre Lieblingstrails in Davos?
Ich muss zugeben, dass ich eher zu den Genussbikern gehöre und einfach gerne in der Natur bin.
Infos: www.bike-revolution.ch
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