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«Es ist wichtig, die Menschen aufzuwecken»

Am 13. September findet im Kongresszentrum das 12. Bewusstseinssymposium statt. Im Interview erklärt Co-Organisatorin Ladina Priya Kindschi unter anderem, welche Themen im Mittelpunkt stehen werden und wie sich das Symposium künftig wandeln wird.

Pascal
Spalinger
06.09.25 - 07:00 Uhr
Ereignisse
Gruppe beim Friedenspfahl im Kurpark.
Gruppe beim Friedenspfahl im Kurpark.
zVg

Ladina Priya Kindschi, warum ist es in der heutigen Zeit wichtig, das Bewusstseinssymposium durchzuführen?

Ladina Priya Kindschi: In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, einerseits Bewusstseinssymposien durchzuführen, um die Menschen aufzuwecken und über aktuelle Themen aufzuklären. Andererseits ist es wegen der grossen Online-Flut wichtiger denn je, einen Begegnungsort zu schaffen, wo sich die Teilnehmenden live austauschen können. Die wahre menschliche Präsenz und das einander Spüren und Nähe zuzulassen ist doch das grösste Geschenk, das wir einander geben können. Face to Face können wir auch in die Tiefe gehen.

Wie seid ihr vor 12 Jahren eigentlich auf die Idee gekommen, ein solches Symposium durchzuführen?

Ich war im Jahr 2011 in Stuttgart an einem Bewusstseinskongress eingeladen.  Ich konnte dort für über 500 Teilnehmende eine Einheit Tanztherapie anbieten. Es war ideal, neben den vielen Vorträgen das Bewusstsein der Teilnehmenden praktisch zu erweitern. Die Menschen haben begeistert mitgemacht. Das hat mich dermassen berührt und inspiriert, dass ich dachte, Davos ist der ideale Ort für ein Bewusstseinssymposium. Ich wusste sofort, dass wir an unseren Symposien nicht nur Vorträge hervorragender Referentinnen und Referenten haben werden, sondern dass das aktive Mitmachen der BesucherInnen der Schlüssel von allem ist.

Was sind Ihre schönsten Erinnerungen an die vergangenen Jahre, und welche Begegnungen haben Sie besonders beeindruckt?

Einzigartig war und ist die gemeinsame schamanische Begrüssungszeremonie von Daniela Rupp und Bea Ender. Natürlich hat mich unser Symposium 2016 zum Thema «In Frieden und Fülle leben» sehr berührt und begeistert. Das absolute Highlight war der Freitag vor dem ­Symposium als wir im Kurpark in einer öffentlichen Feier den von unserem Einheimischen Resli Marugg erstellten Friedenspfahl enthüllen konnten. Zu meiner grössten Freude waren an diesem speziellen Anlass viele Einheimische, auch viele Kinder mit dabei. Der 4.6 Meter hohe Friedenspfahl, eine gewundene Spirale umgeben von vier Stelen mit der Aufschrift «Möge Friede sein auf Erden» in 24 Sprachen ist ein zeitloses Mahnmal, Frieden zu pflegen.

Ebenso begeistert hat mich Frédéric ­Dacqmine, einer der Gründer von Prasad Chikitsa, dem Hilfswerk in Indien, welches ich seit 30 Jahren unterstütze. Er hat uns eindrücklich von seinen Einsätzen im Milchprojekt erzählt. Cecile Cassini, die damalige Präsidentin der Integralen Politik Schweiz hat einen brillanten Vortrag über die Schweiz – ein Leuchtturm für Frieden gehalten, für den sie Standing Ovations erhielt. Sie hat mich mit ihrer Rede natürlich voll ins Herz getroffen. Nicht zu vergessen sind die herausragenden Beiträge von Armin Risi oder Rico Paganini über die geistige Herkunft der Menschheit, die sich wiederholenden ­Zyklen und deren Bedeutung für das Grosse Ganze. Und dann vor allem das Aufzeigen der nächsten Schritte, die die Menschheit machen könnte, um endgültig friedlich und frei miteinander zu leben. Fantastisch am letzten Symposium war der Beitrag von Christoph Pfluger: Der erste Weltfriede.

Das war ein aussergewöhnlich eindrücklicher Aufruf! Dann hat Frau Maja Märki im 2019 der Gemeinde Davos eine ­Sphärenharmonieanlage geschenkt … du siehst, es hat jedes Jahr wunderbare und unvergessliche Momente gegeben und es sind schöne Freundschaften entstanden. Nicht zuletzt ist es mir wichtig zu erwähnen, dass es für uns jeweils eine grosse Ehre und Wertschätzung ist, dass der Landammann höchstpersönlich oder dieses Jahr die Höchste Bündnerin, Valérie Favre Accola, wieder die Grussworte der Landschaft Davos überbringen wird. 

Welches Thema habt ihr dieses Jahr, und welche Referenten sind dabei?

Unser Thema dieses Jahr ist «Wandel des Bewusstseins – gemeinsam in die Neue Ära». Das Thema haben wir gewählt, weil immer mehr Menschen merken, dass es so einfach nicht weitergehen kann. Die Menschheit steht an einem Wendepunkt, Altvertrautes scheint keine Gültigkeit mehr zu haben. Tägliche Schreckensmeldungen aus Politik, Gesellschaft, Geschäfts- und Umwelt halten uns auf Trab. Gleichzeitig drängen neue Energien, neue Frequenzen, neue Ideen mit einer unbändigen Kraft in unseren Alltag. Fast als wären wir in einem mächtigen Geburtsprozess. Das kreiert Spannung. Diesmal werden wir uns damit beschäftigen, was wir gerne zu einer Neuen Welt beitragen möchten und welches Erbe wir den kommenden Generationen hinterlassen möchten. Wir haben wieder internationale Top-Referenten eingeladen. Unter anderem sind Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg, die bekannte Zukunftsforscherin, und Dr. Jan Bellermann, Gründer der Conscious Leadership Academy mit dabei. Damit wollen wir auch Menschen aus Wirtschaft und der Geschäftswelt einladen. Spannend wird dann auch der Beitrag von Orlando Vecellio über die Entsalzung von Meeren. Eines der Highlights ist die Online-Teilnahme von Sri Preethaji. Es ist ein Segen sondergleichen, dass die indische Weisheitslehrerin und Co-Gründerin von EKAM dem Weltzentrum für Erleuchtung und Frieden wieder mit dabei ist. Wie jedes Jahr ist auch unsere Einheimische, schamanisch Praktizierende Daniela Rupp mit dabei.

Welche Projekte hegt ihr für die Zukunft?

Das Symposium wandelt sich in Kooperation mit dem Messe Organisator Marco Rossi zu einem zweitägigen Gesundheitsforum. Es wird am 21. Oktober und 1. November 2026 im Forum Landquart stattfinden. Geplant ist auch ein Friedenshaus oder eben ein «House of connection» vom 17. bis 19. Januar 2026 hier in Davos. Und dann bieten wir natürlich weiterhin unsere Seminare im Star Fire Mountain College Davos an. .

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