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Volatilität – die neue Realität

Im Jahr 2024 haben sich die Strompreise an den internationalen Strommärkten weiter normalisiert. Zugenommen hat die Volatilität der Preise, getrieben durch den substanziellen Zubau der erneuerbaren Energien einerseits und die geo­politischen Entwicklungen andererseits, was die Energiebeschaffung anspruchsvoller machte. Gleichwohl durfte die EWD AG an ihrer diesjährigen Generalversammlung der Gemeinde Davos als Alleinaktionärin ein erfreuliches Ergebnis präsentieren.

Davoser
Zeitung
02.06.25 - 07:00 Uhr
Ereignisse
Die neue Fischtreppe aus der Vogelperspektive.
Die neue Fischtreppe aus der Vogelperspektive.
zVg
An der diesjährigen GV der EWD AG im Sporthotel Central in Davos durfte die Gemeinde als Alleinaktionärin der EWD AG von einem erfreulichen Jahresergebnis 2024 Kenntnis nehmen. Dazu beigetragen haben einerseits die guten hydrologischen Verhältnisse, von denen die EWD AG über die Beteiligung an der ­Albula-Landwasser Kraftwerke AG profitieren konnte, aber auch der erhöhte Absatz im Wärmebereich aufgrund einer zunehmenden Anzahl an Wärmekunden. Auch im Dienstleistungsbereich konnte erfolgreich gewirtschaftet werden, was ebenfalls erfolgswirksam war. Aufgrund dessen stieg der Bruttogewinn auf rund 19.65 Millionen Franken was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von etwa 9 Prozent bedeutet. Trotz einem leichten Anstieg der Personalkosten aufgrund zusätz­licher Mitarbeitenden sowie einer Weiterentwicklung der Organisation und trotz einem ebenfalls leichten Anstieg der übrigen Aufwendungen stieg der EBITDA, also das Ergebnis vor Abschreibungen, um etwa 1.2 Millionen Franken beziehungsweise 15 Prozent. Nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern resultiert ein Jahresgewinn von rund 1.25 Millionen Franken. Davon werden 28 Prozent des Aktienkapitals oder 1,148 Millionen als Dividende an die Gemeinde Davos als Alleinaktionärin ausgerichtet. Sodann wurden sämtliche Anträge des Verwaltungsrats diskussionslos gutgeheissen. Eine vertiefte Information erfolgte unter dem Traktandum Verschiedenes über die Themen Parsenn Solar, FTTH-Kooperation mit Swisscom und Zusammenarbeit mit den Davos Klosters Bergbahnen.

Als Ersatz für den zurücktretenden Simi Valär wurde neu Stadthalterin Valérie Favre Accola in den VR gewählt. Der ­VR-Sitz von Gian Andri Diem (neu VR Repower) bleibt vorderhand vakant.

Aus dem Geschäftsbericht

Die beiden Wasserkraftwerke Glaris und Frauenkirch sowie die Beteiligung an der Albula-Landwasser-Kraftwerke AG, lieferten im Berichtsjahr rund 89,5 GWh ­erneuerbaren Strom. Dieser Wert liegt über dem Zehnjahresmittel und ist auf die besonderen hydrologischen Verhältnisse zurückzuführen. Im Bereich Netz konnten die beiden Unterwerke Unterschnitt und Dorf wieder vollständig in Betrieb genommen werden. Damit hat sich die Versorgungssicherheit in Davos wieder substanziell erhöht. Es wurden erste PV-Fassadenanlagen mit Brandschutzanforderungen umgesetzt und 3 Geminus.90°-Winterstromanlagen realisiert. Durch den Anschluss weiterer Liegenschaften an die EWD-Wärmeverbunde wurde die Energiegewinnung um mehr als 1170 MWh/Jahr gesteigert. Insgesamt wurden rund 2000 Tonnen CO2 und 760 000 Liter Heizöl eingespart. Die Umstellung auf Smart Meter läuft weiter. Im Geschäftsjahr 2024 wurden 2500 alte Zähler durch Smart Meter ersetzt.

Jubiläen und sehr gute Lehrabschlüsse

Die Generalversammlung konnte Kenntnis davon nehmen, dass einige der EWD-Mitarbeitenden bereits seit vielen Jahren fürs EWD tätig sind. Es sind dies:

• Seit 10 Jahren: Hampi Brägger, Jörg Brunner und Bruno Frank

• Seit 20 Jahren: Remo Hassler

• Seit 25 Jahren: Guido Nagel

Nicht unerwähnt geblieben sind die beruflichen Erfolge der EWD-Lernenden, welche das QV-Verfahren mit Bravour und Abschlussnoten von 5.0 oder höher gemeistert haben: Es sind dies:

• Sandra Stojadinovic, Kauffrau

• Jim Marty, Elektroinstallateur

• Micha Senn, Elektroinstallateur

• Linus Andrea Büchi, Netzelektriker

• Alexander Schmidt-Liebig, Netzelektriker

Der ausführliche Geschäftsbericht ist ­online auf www.ewd.ch abrufbar. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung danken allen Mitarbeitenden für das grosse ­Engagement, das für die zuverlässige Versorgung der Davoser Kundinnen und Kunden im herausfordernden Geschäftsjahr 2024 geleistet wurde.

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