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So vielfältig wie Blüten

Saatstände haben ihren ganz besonderen Reiz und zeigen sich natürlich jetzt im Herbst in besonders mannigfaltiger Fülle und Ausprägung. Dabei stehen sie zum Teil den Blüten in ihrer Schönheit und Vielfalt kaum nach. Sofern sich die Betrachtenden auf nähere Beobachtungen einlassen. 

Davoser
Zeitung
08.10.25 - 07:00 Uhr
Klima & Natur
Der Saatstand von Clematis fusca (Waldrebe).
Der Saatstand von Clematis fusca (Waldrebe).
zVg
Der grosse Unterschied zu den Blüten ist natürlich, dass die Saat nicht mehr zu Bestäubung, sondern zur Verteilung und somit Ausbreitung der Pflanzen dient. Daher sind ihre Funktionen unterschiedlich. Haben wir es mit Haaren an der Saat zu tun, sind es häufig vom Wind weiter getragene Saaten. Der Fachbegriff dafür lautete Anemochorie. Bei Widerhaken werden sie von Tieren im Fell verbreitet (Zoochorie) und sind die Früchte rot, sollen sie Vögel anlocken, von ihnen gefressen werden und dann über die Ausscheidung verbreitet werden. Es gibt auch Saatgut mit einem kleinen Anhängsel bestehend aus Fett und Zucker, dass besonders Ameisen gerne verzehren und so durch die Gegend verteilen. Die Saaten der Reiherschnäbel (Erodium) haben ein holziges Anhängsel, welches sich bei wechselnder Feuchtigkeit wie ein Korkenzieher zusammenrollt und ausdehnt und somit die Saat wortwörtlich in den Boden schraubt.

Wir sehen also, auch hier ist nicht nur der Vielfalt, sondern auch spannenden Mechanismen Genüge getan.

Team Alpinum Davos (www.alpinum.ch)

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