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Jason Rüesch nur knapp geschlagen

Einar Hedegart gewann den Engadin Skimarathon 2026. Nach einem Sturz mit Stockbruch kämpfte er sich wieder an die Spitze und schlug im Spurt Jason Rüesch (Davos) und den überraschenden Franzosen Sabin Coupat. Bei den Frauen schlug die deutsche Anna Endress die Favoritin Giuliana Werro aus Zernez in einem Herzschlagfinale. Dritte wurde die Französin Clémence Didierlaurent.

Davoser
Zeitung
11.03.26 - 17:00 Uhr
Schneesport
Das schier endlos scheinende Feld.
Das schier endlos scheinende Feld.
Engadin Skimarathon/Keystone, Gian Ehrenzeller und Peter Klaunzer
Bei strahlendem Sonnenschein und besten Schneeverhältnissen starteten insgesamt 12 765 Läuferinnen und Läufer auf die 42 Kilometer zwischen Maloja und S-chanf oder die 21 Kilometer von Maloja bis Pontresina. Der norwegische Topfavorit Einar Hedegart (24) drückte dem 56. Engadin Skimarathon seinen Stempel auf. Um taktische Spiele der Schweizer und der Franzosen zu unterbinden, legte der zweifache Olympiasieger von Milano-Cortina ein sehr hohes Tempo vor und leistete immer wieder Führungsarbeit. In der Stazerwald-Abfahrt vor Pontresina stürzte er aber und brach einen Stock. «Das Rennen war eine Achterbahnfahrt: Ich musste dreimal die Stöcke wechseln, bis ich wieder mein eigenes Material in den Händen hielt. Danach musste ich wieder von vorne beginnen», sagte der Sieger am Ziel in S-chanf. Hedegart liess sich nichts anmerken und übernahm bald wieder Führungsarbeit. Immer wieder verschärfte er das Tempo, sodass am Ende nur noch Jason Rüesch und die Franzosen Sabin Coupat und Clément Parisse mithalten konnten. Auf der Zielgeraden schlug der Norweger dann Rüesch hauchdünn. «Dieses Rennen war einmalig, das war ein Erlebnis fürs Leben», schwärmte der Sieger im Ziel. Dritter wurde überraschend Sabin Coupat.

Deutsche vor Giuliana Werro

Bei den Frauen tauchte überraschend die Deutsche Juniorin Anna Endress (18) in einer Führungsrolle auf. Vor Pontresina hatte sie eine halbe Minute Vorsprung auf die Favoritin Giuliana Werro (27) aus Zernez. Als das vordere Männerfeld dann das Tempo verschärfte, musste sich Endress in die Gruppe mit Werro zurückfallen lassen. Die beiden lieferten sich fortan ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Endress auf der Zielgeraden hauchdünn für sich entschied. Die drittplatzierte Französin Clémence Didierlaurent kam dann mit mehr als einer Minute Rückstand in S-chanf an.

Stark schnitten die Davoserinnen auch im Halbmarathon ab: Rosa Weizenegger klassierte sich dreieinhalb Minuten hinter der Siegerin auf dem ausgezeichneten vierten Platz. Sie lieferte sich mit ihrer Clubkollegin und ebenfalls U16-Juniorin Fiona Huber einen packenden Endspurt und verwies Huber am Ende hauchdünn auf Rang fünf.

Giuliana Werro und Jason Rüesch mussten sich beide knapp geschlagen geben.
Giuliana Werro und Jason Rüesch mussten sich beide knapp geschlagen geben.
Engadin Skimarathon/Keystone, Gian Ehrenzeller und Peter Klaunzer
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