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Winterzauber im Landhuus Frauenkirch

Am Sonntag, 15. Dezember, fand im Landhuus Frauenkirch der erste «Winter Zauber» statt. Von 11 bis 17 Uhr verwandelte sich das ehemalige traditionelle Gasthaus in einen kleinen, feinen Weihnachtsmarkt – mit handgemachten Produkten, Musik, Essen und viel Raum für Begegnung.

Davoser
Zeitung
27.12.25 - 12:00 Uhr
Ereignisse
Ein Weihnachtsmarkt für Jung ...
Ein Weihnachtsmarkt für Jung ...
Elf Marktstände waren es insgesamt, bewusst klein gehalten. Angeboten wurden handgemachte Holzarbeiten, Schmuck, Gehäkeltes sowie Selbstgemachtes aus Küche und Werkstatt. Die Auswahl war persönlich geprägt. Einige der Ausstellenden waren bekannte Marktgänger, viele aus der Umgebung, einzelne reisten von weiter an.

Kaffee und Kuchen, Glühwein, Würste und Chäs vom Grill gehörten ebenso zum Winterzauber wie das Eselreiten im Schnee und die Ländlermusik in der Stube. Die Örgelifründa Rinerhorn spielten auf, es wurde gegessen, gesprochen, zugehört und verweilt. Was dem Winterzauber seine besondere Atmosphäre verlieh, war das harmonische Zusammen-spiel aller Beteiligten. Trotz regem Betrieb herrschte eine ruhige, wohlwollende Stimmung.

Viele helfende Hände

Der Kuchen kam nicht nur aus der Küche des Landhuus, sondern auch von Familie, Nachbarn und Freunden. Besonders gefragt waren die weitherum bekannten Nussgipfeli von Vreni. Die Kuchentheke wurde von Frauen der IG «Rätia ruft!» betreut. Von jedem verkauften Kuchen wurde ein Franken und von jedem Glühwein zwei Franken für gute Zwecke gespendet. Auch draussen am Grill wurde tatkräftig mitgeholfen. Die Chässchnitten bereitete der 13-jährige Nachbarsjunge zu, der dem Grillmeister, einem treuen Stammgast, den ganzen Tag engagiert zur Seite stand. Als Dank für seinen Einsatz ging er am Abend mit einem grossen Chäslaib und mit einem strahlenden Lächeln nach Hause.

Ein paar Meter weiter, den Hang hinauf, gab es für die jüngsten Gäste Eselreiten im Schnee. Die Idee dazu kam aus der Familie und Nachbarschaft: Diana brachte die Tiere mit und organisierte das Zusatzangebot eigenständig. Das Wetter spielte mit, die Freude war gross, und für viele Kinder war es eines der Highlights des Nachmittags. Auch die Örgelifründa Rinerhorn brachten sich über die Musik hinaus ein. Den Betrag für ihren Auftritt gaben sie vollständig an die Kinderkasse des Landhuuses weiter, ein Zeichen der Verbundenheit mit dem Ort und der Idee.

... und Alt.
... und Alt.
zVg

Der neue Weg

Der Winterzauber war der erste Anlass in einem Winter ohne Küche. In den vergangenen zwei Sommern bot die Gastwirtschaft nur noch mittags warme Küche, seit diesem Winter ist der Restaurantbetrieb ganz eingestellt. Der Entscheid ist Carina Ambühl nicht leicht gefallen, doch mit der Zeit wurde immer deutlicher, dass es nicht länger weitergehen konnte wie bis anhin. Aufgeben wollte sie das Landhuus zu keinem Zeitpunkt. Zu gross ist die Liebe zum Haus und zur Tradition. Zu eng ist ihre Verbindung zu diesem Ort. So begann sie neu zu denken, mit dem, was da ist: mit den Räumen, dem Haus, den Menschen. Daraus entstand ihre Vision: Raum bieten, füreinander da sein. Das Landhuus soll ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen können. Unkompliziert, offen, ohne Verpflichtung. «ich will handeln und das Miteinander leben», sagt Carina. Und damit hat sie bereits angefangen.

Der Winterzauber fügte sich an diesem Sonntag ganz selbstverständlich in diese Idee eines offenen Orts der Begegnung ein. Viele halfen mit, brachten sich ein und übernahmen Verantwortung, von der Kuchentheke über den Grill bis zum Eselreiten.

Rund 200 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg nach Frauenkirch. Die Gastgeberin war bewegt, dass so viele Einheimische aus ganz Davos sowie aus dem Albulatal und Prättigau kamen. Sogar aus Basel und Zürich waren Besucher angereist.

Dank motivierter Unterstützung durch Familie und Nachbarn wurde Eselreiten angeboten.
Dank motivierter Unterstützung durch Familie und Nachbarn wurde Eselreiten angeboten.
zVg

Ein Ort der Begegnung

Für Carina war dieser Sonntag ein bewegender Tag. Nicht wegen der Verkaufszahlen, sondern wegen der Menschen. Wegen der Unterstützung, die sie erfahren durfte, wegen der vielen helfenden Hände und der spürbaren Ruhe, die trotz des grossen Andrangs über dem Landhuus lag. Der «Winter Zauber» machte sichtbar, wofür das Landhuus künftig stehen soll. Als Ort der Begegnung, getragen von den Menschen aus dem Dorf und der Umgebung. Besonders die Einheimischen sollen hier Raum finden, sich zu treffen, sich einzubringen und Gemeinschaft zu leben.

Die Örgelifründa Rinerhorn sorgten für musikalische Unterhaltung.
Die Örgelifründa Rinerhorn sorgten für musikalische Unterhaltung.
zVg
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