Frisches Gemüse an der Promenade
Mitten im Ort, wo man eher an Hotels als an Salatbeete denkt, wächst Woche für Woche frisches Gemüse. Vor drei Jahren lag das Grundstück beim Schweizerhaus noch brach, heute gedeihen dort Salate, Radieschen und Frühlingszwiebeln in dichter Mischkultur.
Mitten im Ort, wo man eher an Hotels als an Salatbeete denkt, wächst Woche für Woche frisches Gemüse. Vor drei Jahren lag das Grundstück beim Schweizerhaus noch brach, heute gedeihen dort Salate, Radieschen und Frühlingszwiebeln in dichter Mischkultur.
Maximaler Ertrag auf minimaler Fläche
Um sein Ziel künftig 200 bis 300 Salatköpfe pro Woche ernten zu können, wendet er das Konzept des «Market Gardening» an. Das bedeutet maximalen Ertrag auf kleiner Fläche durch Mischkultur und ohne Spritzmittel. Dabei pflanzt er verschiedene Gemüsesorten dicht nebeneinander, was Schädlinge reduziert und die Bodenqualität verbessert. Ausserdem nutzt er eine automatische Tröpfchenbewässerung.
Die Setzlinge bezieht er von einem biologisch arbeitenden Gemüsebetrieb im Rheintal. Die daraus wachsenden Pflanzen sind alle samenfest. Das heisst, dass sie Samen produzieren, die für die nächste Aussaat genutzt werden können. So entsteht eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ohne ständige Neukäufe von Saatgut oder Setzlingen. Eine Idee, die Lauterborn in Davos ausprobieren möchte. Daneben zieht er in einem Pflanztunnel auch wärmeliebendes Gemüse wie Fleischtomaten, Cherrytomaten, Paprika, Gurken und Zucchini. Sie gedeihen dort ausgesprochen gut. Zusätzlich plant er bald Rüebli und Rucola in seinen Garten zu integrieren, um das Angebot weiter zu erweitern und die Vielfalt zu erhöhen.
Um sein Projekt weiter zu fördern, hat Lautenbron einen Antrag um Unterstützung aus dem «myclimate Klimafonds Davos» gestellt. Mit diesem will Davos bis zum Jahr 2030 der erste Tourismusort der Schweiz mit Netto-Null-Emissionen im Ort werden.
Vom Hobby zur Hauptbeschäftigung
Lauterborn sieht das Projekt trotz des grossen Arbeitsaufwands als Hobby, das ihm grosse Freude bereitet und inzwischen sogar zu seiner Hauptbeschäftigung geworden ist. Besonders freut ihn die hohe soziale Akzeptanz in der Nachbarschaft: Es gibt keine Probleme mit Müll oder Diebstahl, stattdessen nur positives Feedback.
Dennoch ist er sich bewusst, dass die Zukunft ungewiss ist und das Grundstück irgendwann überbaut werden könnte. Bis dahin möchte er das Projekt erfolgreich weiterführen und Davos mit frischem, regionalem Gemüse versorgen.
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