Friedens-Huus: Ein Ort zum Innehalten
Für einen Moment aus dem Alltag aussteigen, zur Ruhe kommen, innehalten: Das Friedens-Huus öffnet für kurze Zeit einen Raum für Begegnung, Stille und Besinnung. Von Freitag, 16. Januar bis Sonntag, 18. Januar ist dies im Guggerbach möglich.
Für einen Moment aus dem Alltag aussteigen, zur Ruhe kommen, innehalten: Das Friedens-Huus öffnet für kurze Zeit einen Raum für Begegnung, Stille und Besinnung. Von Freitag, 16. Januar bis Sonntag, 18. Januar ist dies im Guggerbach möglich.
Das Friedens-Huus Davos verwandelt den Saal des Alterszentrums für ein Wochenende in einen offenen Begegnungsraum für Einheimische und Gäste – einen Ort der Ruhe, des Austauschs und der Besinnung. Besucherinnen und Besucher können kommen und gehen, verweilen oder einfach still sein. Es gibt kein festes Ziel und keinen Erwartungsdruck – der Raum darf so genutzt werden, wie es sich für den Einzelnen stimmig anfühlt. Das Friedens-Huus ist dabei bewusst schlicht gehalten. Es geht nicht um Leistung, Überzeugung oder Teilnahme an bestimmten Ritualen, sondern um Präsenz. Wer möchte, kann zuhören, sich austauschen oder einfach still im Raum sitzen. Gerade diese Offenheit soll es ermöglichen, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen ihren eigenen Zugang finden.
Initiiert wurde das Friedens-Huus von Ladina Priya Kindschi und Bea Ender, die sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Projekten dem Thema Frieden widmen. Entsprechend herzlich ist die Einladung formuliert: Wer während der WEF-Tage einen Moment der Stille sucht, soll ihn hier finden dürfen. Ohne Konsum, ohne Verpflichtung, ohne Voranmeldung.
Warum Davos – warum während des WEF?
Für Ladina Priya Kindschi ist Davos der richtige Ort für dieses Projekt. Die Berge, die Natur und der Winter würden geradezu dazu einladen, zur Ruhe zu kommen und sich auf Wesentliches zu besinnen. Dass das Friedens-Huus ausgerechnet während des WEF stattfindet, ist bewusst gewählt. In diesen Tagen treffen Menschen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft zusammen – ein Moment grosser Verdichtung. Gerade dann, so die Initiantinnen, sei Raum für Stille und Begegnung besonders wichtig.
Dabei versteht sich das Friedens-Huus nicht als Gegenveranstaltung zum WEF. Es will keinen Protest formulieren und keine politischen Forderungen stellen. Vielmehr geht es darum, einen offenen, niederschwelligen Raum anzubieten, mit Impulsen, Gesprächen, stillen Formaten und Zeiten ohne Programm. Mit dabei sind unter anderem Sri Preethaji und Sri Krishnaji aus Indien sowie die Zukunftsforscherin Anabel Ternès von Hattburg.
Ein Friedensprojekt mit Geschichte
Das Friedens-Huus steht in einer langen Tradition. Bereits 2016 wurde im Kurpark ein Friedenspfahl errichtet, geschaffen vom Davoser Künstler Resli Marugg. Mit einer Höhe von 4,6 Metern und vier Stelen mit der Inschrift «Möge Friede sein auf Erden» in 24 Sprachen, ist er ein weithin sichtbares Symbol. Der Davoser Friedenspfahl fand damals auch international Beachtung.
Während des WEF ist der Friedenspfahl im Kurpark nicht zugänglich. Die Initiantinnen bedauern dies sehr. Gerne hätten sie auch dort zu gemeinsamen Momenten der Stille eingeladen, zu einem kurzen Innehalten oder einer Meditation, um zur Ruhe zu kommen.
Pilotprojekt mit Blick nach vorn
Das Friedens-Huus ist ein Pilotprojekt. Die Initiantinnen hoffen sehr, mit den Erfahrungen dieser Tage weiter auf ihrer Vision aufbauen zu können: Langfristig regelmässige Friedensangebote zu schaffen, als offene Treffpunkte für Einheimische und Gäste, an denen Stille, Begegnung und gemeinsames Innehalten Platz haben.
Die Rückmeldungen aus Davos seien bislang überwiegend positiv, sagt Ladina Priya Kindschi. Es gebe viel Ermutigung und Unterstützung, aber auch Fragen zur Finanzierung und zur langfristigen Verankerung. Diese Skepsis nehme man ernst. So versteht sich das Friedens-Huus vor allem als Einladung: zu einem ruhigen Wochenende, zu Begegnungen ohne Eile, zu einem Moment des Innehaltens – mitten in einer der lautesten Wochen des Jahres.
Weitere Informationen: www.davoscares.ch
Friedens-Huus Davos 16. bis 18. Januar
Ort: Alterszentrum Guggerbach, Obere Strasse 20, Davos Platz
Zugang: offen, keine Voranmeldung erforderlich
Freitag (ab 18 Uhr): Angebot für Familien mit Kindern
Samstag & Sonntag: Offen für alle Interessierten Kinder sind willkommen in Begleitung eines Elternteils
Sonntag: Internationale Gäste werden gebeten, sich am seitlichen Eingang zu regis-trieren (aus Rücksicht auf den Betrieb des Alterszentrums)
Mitwirkende (Auswahl):Sri Preethaji und Sri Krishnaji (EKAM, Indien), Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.