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Milder OL-Abend – knifflige Posten

Am letzten Davoser Abend-OL freuten sich die lokalen Organisatoren über die hohe Beteiligung von 82 Waldläufern. Was es alles im Hintergrund braucht, bis alle ihre Karte mit aufgedruckter Bahn in der Hand hatten, alle Posten genau gestellt und die Ranglisten gemacht sind, soll hier besondere Beachtung finden. Denn die Bahnlegerin und das Aus­wertungsteam leisten die entscheidende Basisarbeit, damit so ein OL überhaupt organisiert werden kann.

Davoser
Zeitung
07.09.25 - 07:00 Uhr
Freizeitsport
Dank Karte gut orientiert unterwegs.
Dank Karte gut orientiert unterwegs.
zVg
Sicher ist es für die Kartenlese-Cracks das Hauptziel, an so einem OL schneller als alle anderen die rot-weissen Posten zu finden, und das in hohem Lauftempo quer zu allen Wegen. Am besten gelang dies Juno Kim in 31.03 auf der längsten A-Bahn (beste Frau Ursi Ruppental in 48.47), Marcel Ruppental in 37.52 auf der ebenfalls schwierigen B-Bahn (beste Frau wurde die Einheimische Sandra Wagenführ in 44.56), dem Team Anita Zuidema/Annabarbara Beilstein in 30.23 auf der leichteren C-Bahn sowie Peter Schwarzenberg in 41.03 auf der kürzesten D-Bahn.

Vom Schüler-Frust zur OL-Freude

Eine ganz andere Zielsetzung hatten die Davoserinnen Melanie Erni und Saskia Fraas. Sie liessen sich von einem erfahrenen Läufer der OLG Davos in die Geheimnisse des OL-Laufens einführen, der ihnen die Handhabung der Karte – auf der D-Bahn laufend – beibrachte: Was bedeuten all die verschiedenen Farben und Signaturen, wie weit ist es zum nächsten Posten, in welche Richtung gilt es zu gehen …? Weil solchermassen die angepeilten Posten jedes Mal vor ihnen auftauchten, konnte die ehemalige ­Davoser Schülerin Saskia erleichtert feststellen, dass sie ihren Frust eines ersten frühen Schul-OLs Ende der 80er-Jahre auf der Landeskarte nun überwunden habe. Damals fand sie nämlich erst nach überlanger Zeit zum Wald heraus! Diesmal überwog die Freude am gelungenen Debüt.

Die D-Bahn: Auch nicht ganz einfach.
Die D-Bahn: Auch nicht ganz einfach.
zVg

Bahnlegung und Auswertung als Basis

Die selber als Eliteläuferin erfolgreiche Marcia Mürner tüftelte viele Stunden am Legen der vier verschiedenen Bahnen, ­rekognoszierte in der Vorwoche dann die 26 geplanten Posten im komplexen Laufgelände des Laretwaldes und setzte vor dem Lauf mit zwei weiteren OLG-Mit­gliedern die Posten. Damit die geplanten Bahnen punktgenau auf den Karten aufgedruckt werden, ist der Einsatz der Spezialistin Judith Schmid für das sogenannte OCAD-Programm entscheidend. Nicht minder wichtig ist die Aufgabe des Auswertungsteams Martin und Heidi Hiller. Dank ihres über Jahre hinweg perfektionierten elektronischen Programms können die Daten der Teilnehmenden erfasst und am Schluss in die Ranglisten ein­gefügt werden. Während Martin mit ­Engelsgeduld dieses Puzzle zusammenfügt, verwöhnt Heidi jeden zurück­kehrenden Läufer mit feinen selbst gebackenen Süssigkeiten. So kommt man gerne wieder an den nächsten OL: Am 25. Oktober auf dem Wolfgangpass am Bündner Schlusslauf.

Ranglisten und weitere Infos unter www.olg-davos.ch 

Martin und Heidi Hiller bei der OL-Auswertung.
Martin und Heidi Hiller bei der OL-Auswertung.
zVg
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