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WEF ernennt neue Führung

In einer am Freitag verbreiteten Meldung informierte das World Economic Forum (WEF) eine neue interimistische Führung eingesetzt zu haben: Larry Fink und André Hoffmann übernehmen gemeinsam die Leitung des Forums. Damit endet die kommissarische Amtszeit von Peter Brabeck, welcher kürzlich seinen Rücktritt eingereicht hat. Seit dem Abgang von WEF-Gründer Klaus Schwab im April hatte Brabeck das Forum übergangsweise geführt.

Davoser
Zeitung
18.08.25 - 17:00 Uhr
Ereignisse
André Hoffmann am Jahrestreffen 2024.
André Hoffmann am Jahrestreffen 2024.
zVg/Sandra Blaser
Gleichzeitig informierte der Stiftungsrat über die kürzlich abgeschlossene Untersuchung, nachdem anonyme Whistleblower Vorwürfe gegen Schwab und das WEF erhoben hatten. Im Zeichen von Transparenz und Integrität war eine renommierte Anwaltskanzlei beauftragt, worden, die Vorwürfe gründlich und unparteiisch zu prüfen. Nach sorgfältiger Prüfung kam der Vorstand zum Schluss, dass kein schwerwiegendes Fehlverhalten von Klaus Schwab oder seiner Frau Hilde, welche das Forum seit über fünf Jahrzehnten ehrenamtlich unterstützt, vorliegt.

Leichte Unregelmässigkeiten, aber keine Absicht zum Fehlverhalten

Leichte Unregelmässigkeiten ergaben sich aus einer unklaren Abgrenzung zwischen Schwabs persönlichen Beiträgen und der Arbeit des Forums. Diese würden keine Absicht zum Fehlverhalten widerspiegeln. Der Vorstand hat bereits Massnahmen ergriffen, um die aufgedeckten Probleme zu beheben und die Strukturen zu stärken. Zudem wurde anerkannt, dass sich einige Mitarbeitende nicht immer ausreichend respektiert fühlten. Auch hier wurden Schritte unternommen, um Integrität und verantwortungsvolles Verhalten auf allen Ebenen sicherzustellen.

Nach Abschluss der Untersuchung trat Peter Brabeck von seinem Amt zurück. Der Vorstand dankte ihm für seine langjährige Mitgliedschaft und seine besonnene Führung während der schwierigen Phase. Es wurde eine interimistische Doppelspitze mit André Hoffmann und Larry Fink offiziell ernannt.

Fink und Hoffmann zeigen sich zuversichtlich: Die Welt sei komplexer denn je, doch der Bedarf an einer Plattform, die Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft vereine, sei grösser denn je. «Wir fühlen uns geehrt, diese Führungsrolle in einer entscheidenden Phase zu übernehmen», liest man auf der Webseite des WEF. Mit Klarheit, Zielstrebigkeit und Zuversicht blicken die Beiden auf die fortdauernde Mission des Forums.

Wendepunkt aber dasselbe Ziel

Für den Stiftungsrat markiert dieser Moment einen Wendepunkt: Das WEF will sich als widerstandsfähige, institutionalisierte Plattform für öffentlich-private Zusammenarbeit etablieren. Die ursprüngliche Mission, die Klaus Schwab vor Jahrzehnten formulierte – die Verbindung von Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für eine bessere Welt – bleibt unverändert. So beginnt für das Weltwirtschaftsforum ein neues Kapitel mit demselben Ziel wie zuvor, in einer Zeit, in der globale Vernetzung wichtiger ist als je zuvor.

Laurence Fink am Jahrestreffen 2025.
Laurence Fink am Jahrestreffen 2025.
zVg/Jolanda Flubacher
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