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Biäschs Traum ging in Erfüllung

Der Davoser Christian Biäsch gewann im Sertig erstmals sein Heimfest. Im Schlussgang reicht ihm dafür ein Remis gegen den Eidgenossen Fabian Kindlimann. Damian Ott, ein weiterer Eidgenosse, beendet das Fest als Co-Sieger auf Rang 1b.

Davoser
Zeitung
30.07.25 - 12:00 Uhr
Schwingen
Christian Biäsch konnte sich als Sieger feiern lassen.
Christian Biäsch konnte sich als Sieger feiern lassen.
zVg/Erwin Keller
Die Anmeldung von Damian Ott veränderte die Ausgangslage vor der 90. Austragung des Sertig-Schwingets. Der Toggenburger Eidgenosse und zweifache Kranzfestsieger 2025 trat als grosser ­Favorit an. Mit den weiteren Eidgenossen Marco Good und Fabian Kindlimann sowie einer Reihe starker Mittelschwinger durfte sich die 74-köpfige Teilnehmer­liste im Davoser Hochtal sehen lassen.

Bei kühlen Temperaturen stellte Ott am Morgen zuerst im Eidgenossen-Duell gegen Kindlimann, im dritten Gang fand er auch gegen den Schaffhauser ­Jeremy Vollenweider kein Rezept. Gleichwohl blieb der Favorit am Mittag (nach bereits vier absolvierten Gängen) noch in Tuchfühlung zur Spitze, da kein Schwinger eine reine Weste aufwies. In Führung lag zur Pause Christian Biäsch. Der Lokalmatador gewann am Morgen gegen die beiden Teilverbandskranzer Shane Dändliker und Christian Blaser sowie gegen den Glarner Emporkömmling Sales Tschudi. Nur dem Melser ­Michael Bernold musste er ein Remis zugestehen.

Biäsch ohne Risiko im Schlussgang

Im fünften Gang notierte Biäsch gegen Silvio Oettli die vierte Maximalnote und sicherte sich damit als Führender die Schlussgangqualifikation. Kindlimann liess sich im Eidgenossen-Duell gegen Marco Good die vierte «Zehn» in Serie schreiben und folgte so Biäsch mit einem Viertelpunkt Rückstand in die Endausmarchung. Im Wissen, dass ihm ein «Gestellter» für den Festsieg reicht, riskierte Biäsch im finalen Umgang nicht viel, der Gang endete nach zehn Minuten gestellt. «Für mich geht mit dem Heimsieg ein Bubentraum in Erfüllung», so der Sertiger, der als Gabenchef auch in der Organisation des Anlasses mitwirkt, im Siegerinterview. Seit er als kleiner Junge auf den Strohballen am Platzrand des Festes sass, habe er sich diesen Sieg daheim ­gewünscht. Nach den beiden Erfolgen am Rätikon-Schwinget ist es für Biäsch der dritte Regionalfestsieg der Karriere. Damian Ott konnte durch eine Maximal­note im sechsten Gang punktemässig noch aufschliessen und beendete das Fest als Co-Sieger auf Rang 1b. Für Ott ist es der zweite Sertig-Sieg nach 2019. Schlussgangteilnehmer Fabian Kindlimann blieb der alleinige zweite Rang.

Camenisch und Guler lernten

Mit den Nachwuchsleuten Ursin Camenisch und Leo Guler waren zwei weitere Davoser am Start. Bei ihnen ging es vor allem darum, gegen starke Konkurrenz möglichst viele positive Erfahrungen zu sammeln. Guler siegte zweimal und belegte am Ende mit 54.00 Punkten den 13. Platz. Camenisch stellte im dritten und siegte im fünften Gang, kam damit auf ein Total von 53.00 Punkten und erreichte den 17. Rang.

Leo Guler konnte zwei Gänge für sich entscheiden.
Leo Guler konnte zwei Gänge für sich entscheiden.
ps
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