Ein Versprechen für die Zukunft
In Davos zieht seit Saisonstart eine elektrische Pistenraupe ihre Spuren. Sie soll aber mehr als ein Farbtupfer sein. Sie zeigt, wie effizient und nachhaltig die Zukunft der Bergbahnen aussehen könnte.
In Davos zieht seit Saisonstart eine elektrische Pistenraupe ihre Spuren. Sie soll aber mehr als ein Farbtupfer sein. Sie zeigt, wie effizient und nachhaltig die Zukunft der Bergbahnen aussehen könnte.
Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden
«Wir testen die elektrische Raupe seit Anfang der Saison. Und können bereits erste positive Dinge aus der Testphase rausnehmen. Auch wenn sich das Modell sicher nicht in den nächsten ein, zwei Jahren durchsetzen wird, sehen wir einige Vorteile», erklärt Stefan Megert, Leiter Pisten und Beschneiung auf dem Jakobshorn. Insgesamt seien in Europa bisher rund 30 solcher Fahrzeuge im Einsatz. «Wir können sie noch nicht überall einsetzen, aber gerade für das Präparieren von Loipen sehe ich die Zukunft bei diesem oder ähnlichen Modellen.» Geht es zu steil bergauf, sei die Raupe noch keine Konkurrenz zu den Altbekannten. So wurde sie bisher vor allem zum Transport und in flacherem Gelände genutzt.
«Wenn man aber bedenkt, das die Maschine in nur rund sechs Jahren von ‹TechnoAlpin› – eigentlich ein Hersteller von Beschneiungsanlagen – entwickelt wurde, bin ich mehr als gespannt, was sich in den nächsten sechs Jahren tun wird. Wenn die Entwicklung in diesem Tempo weitergeht, werden wir in naher Zukunft wahrscheinlich schon bald mehr von diesen Maschinen sehen», so Megert.
Nachhaltigkeit als grosses Ziel
Für Megert ist klar, dass solche Projekte stets unterstützt werden müssen. Immerhin hat die Destination ein klares Ziel, was die Nachhaltigkeit angeht. «Wir probieren gerne neue Dinge, Maschinen und Abläufe aus, um so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Man muss mit der Zeit gehen und darf sich Innovationen nicht entgegenstellen. Gerade auch dank dem neuen Stausee beim Usser Isch konnten wir beispielsweise die Pisten am Jakobshorn deutlich energieeffizienter beschneien.»
So bringt die knallgelbe Raupe nicht nur eine neue Farbe in die Davoser Bergwelt, sondern auch Perspektiven. Noch ist sie in Davos ein Testobjekt, doch sie zeigt, in welche Richtung die Reise gehen soll.
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