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Kann Traumsaison veredelt werden?

Vom 29. bis 31. August findet im glarnerischen Mollis das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest statt. Dafür qualifiziert hat sich auch der Sertiger Teilverbandskranzer Christian Biäsch. Mit dem Gewinn seines ersten eidgenössischen Kranzes könnte er seine bisher hervorragende Saison unsterblich machen.

Pascal
Spalinger
28.08.25 - 07:00 Uhr
Schwingen
Ob Christian Biäsch auch am ESAF die Faust so ballen kann?
Ob Christian Biäsch auch am ESAF die Faust so ballen kann?
zVg/Lorenz Reifler
Kürzlich erreichte Christian Biäsch nach dem erstmaligen Gewinn des Sertig-Schwingets einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere: Er gewann nach einer überzeugenden Leistungen auf der Schwägalp vor über 12000 Zuschauenden seinen ersten Bergkranz. Biäsch beschreibt jenen Sonntag als «absolutes Highlight». Die Einladung zum Schwägalp-Schwinget sei an sich schon eine Ehre und die Kulisse am Fuss des Säntis einmalig. Aber wenn der Tag dann auch noch so laufe wie diesmal, sei er einfach perfekt. Für Aufsehen sorgte neben spannenden Schwing-Gängen eine Person, die einen Böller steigen liess und damit den Unmut der Schwingerszene auf sich zog. Biäsch selber hat den Vorfall erst im Nachhinein mitbekommen, ist aber wie alle anderen der Meinung, dass so etwas nicht in den Schwingsport gehört. «Sowas sollte eigentlich nicht passieren, und ich hoffe, dass die betreffende Person von ihrem Umfeld zurechtgewiesen wurde.» Mittlerweile hat sie sich gestellt und bereut ihre Tat.

«ESAF wird nie zur Routine»

Am kommenden Woche wird der Sertiger zum insgesamt vierten Mal an einem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in der Sägemehl-Arena stehen. Er weiss also schon, wie das Ganze ablaufen wird. Trotzdem wird für ihn das ESAF nicht zur Routine: «Zunächst einmal findet das Eidgenössische nur alle drei Jahre statt. Und die Atmosphäre wird auch diesmal wieder mit Sicherheit ein Gänsehaut-Gefühl auslösen.» Natürlich werden auch zahlreiche Fans aus der Region Davos in Mollis im Publikum sitzen, wenn Biäsch versuchen wird, seinen ersten Eidgenössischen Kranz zu holen. Unter Druck setzen will er sich trotzdem nicht, denn die Vorfreude auf den Grossanlass sei einfach zu gross, wie er auf Anfrage erklärt. Er habe sich sehr gut auf den Saison-Höhepunkt vorbereiten können und versuche nun, an beiden Tagen körperlich gut beieinander zu sein.

Keine weite Anreise

Biäsch freut sich aber auch darauf, keine sehr weite Anreise zu haben. In dieser Hinsicht erinnert er sich an sein erstes ESAF in Estavayer-le-Lac, «wo Hin- und Rückreise mehr als einen halben Tag in Anspruch genommen hatten». Es sei cool, dass das Eidgenössische mal in einem kleinen Kanton stattfinde. «Dies ist für diese auch immer eine Chance, sich und ihre Traditionen zeigen zu können.»

Sollte es für einen Kranzgewinn nicht reichen – obwohl Biäsch in der Form seines Lebens ist – wäre dies für den Davoser kein Weltuntergang: «Ich hatte bisher schon eine tolle Saison, in der ich vieles zum ersten Mal erreichte. So konnte ich wie erwähnt meinen ersten Bergkranz gewinnen sowie meinen Teilverbandskranz-Gewinn von vor zwei Jahren bestätigen. Zudem habe ich in dieser Saison schon sechs Kränze geholt, mehr als in jeder anderen Saison zuvor. Ein Kranzgewinn am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest wäre einfach noch das Tüpfelchen auf dem i.» Er werde Gang für Gang nehmen und schauen, zu was es am Ende reiche.

Es wird weitergehen

In den nächsten Tagen wird es für Biäsch darum gehen, dem Körper Ruhe zu geben und im Kraftraum nochmals an der Explosivität zu arbeiten. So will er am nächsten Samstag bereit sein, wenn es am ESAF ernst gelten wird. Und die Davoser Schwing-Fans müssen sich keine Sorgen machen: Auch wenn der Sertiger tatsächlich einen Eidgenössischen Kranz holen und sich damit den dritten Stern hinter seinem Namen verdienen sollte, denkt er nicht ans Aufhören: «Es gibt schon noch ein paar Feste, an denen ich gerne teilnehmen und Kränze gewinnen möchte».

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