Davoser Langlauf-Newsletter Nr. 5
Unsere Langläufer und Verantwortlichen erzählen aus ihrem Alltag. Christian «Hitsch» Flury, wie geht es dir?
Unsere Langläufer und Verantwortlichen erzählen aus ihrem Alltag. Christian «Hitsch» Flury, wie geht es dir?
Antwort des Funktionärs: Danke, mir geht es wunderbar!
«Hitsch» Flury ist als Leiter Sport beim Sportgymnasium Davos sowie und RLZ Davos Klosters Nordisch nicht nur in Sachen Spitzen- sondern auch Breitensport stark engagiert. Für ihn zählen jedoch nicht nur die Resultate der Elite, weiss er doch aus erster Hand, dass eine erfolgreiche Spitze ohne eine solide Breitensport-Basis nicht möglich ist. Man habe heuer eine erhöhte Nachfrage beim Nachwuchs festgestellt – und zwar bei allen Sparten, die es gebe: Regionales Leistungszentrum Davos Klosters Nordisch, JO, bei den Trainingsgruppen aller Altersstufen, aber auch beim Biathlon in Klosters und Davos. Dies verlange von den Verantwortlichen und vielen Freiwilligen zwar ein grosses Engagement, man dürfe sich aber über positive Früchte freuen, die man ernten könne.
Nicht nur die Resultate zählen
Er sei mit der bisherigen Saison unabhängig von den erzielten Resultaten sehr zufrieden, erklärt Flury auf Anfrage. «Wir dürfen bei unseren Aktivitäten und Anlässen auf genügend Helferinnen und Helfer zählen. Junge Athletinnen und Athleten beispielsweise, die aus irgendeinem Grund keine Wettkämpfe mehr bestreiten, engagieren sich als Leitpersonen. So können sich die Kinder in familiärer Atmosphäre weiterentwickeln. Durch diesen Zusammenhalt sind wir auch als Organisation gewachsen.» Und noch eine Tatsache möchte Flury herausstreichen: «Bei uns dürfen alle mitmachen, nicht nur Leistungssportler. Für jede und jeden findet sich jeweils ein Platz.» Das zeigt sich bei der JO, in der Kinder ab dem zweiten Kindergarten mitmachen können. «Die dort geleistete Basisarbeit ist für uns überlebenswichtig.» Dadurch schafft man es immer wieder, schon ab der U16-Kategorie starke Läuferinnen und Läufer hervorzubringen, die zusammen an nationale und internationale Events reisen und jeweils eine tolle Zeit zusammen verbringen.
Etwas Wehmut verspürt Flury, wenn er an den Rücktritt von Weltcup-Langläufer Jason Rüesch denkt. Damit gehe nicht nur für den Athleten, sondern auch für den Club eine Ära zu Ende, auf die man sicher an der nächsten Mitgliederversammlung nochmals zurückschauen werde. Mit Freude verfolgt der Chef Nordisch auch die Entwicklung des eigenen Nachwuchses – und das gilt nicht nur für seine Söhne, sondern für alle jungen Athletinnen und Athleten im Club und im Regionalen Leistungszentrum Davos Klosters Nordisch. «Es ist schön zu sehen, wie sie sich als junge Menschen mit Leidenschaft und Einsatz entwickeln, mit Erfolgen und Niederlagen umgehen lernen. Sie sind als Gruppe unterwegs, übernehmen Verantwortung für sich selbst und füreinander – das ist am Ende wertvoller als jedes Resultat.»
Herausforderungen
Zwar sieht die Situation der nordischen Abteilung des Ski Clubs Davos sowie in der Region derzeit recht rosig aus, doch Flury ist sich bewusst, dass die Zukunft unweigerlich auch neue Herausforderungen mit sich bringen wird, die es zu meistern gilt. Die grösste Herausforderung sei wohl, den Spagat zwischen Profitum und Ehrenamt auch weiterhin zu schaffen. Zwar sein man in Sachen Helferinnen und Helfer derzeit gut aufgestellt, «doch jene, die aktuell die Zügel in den Händen halten, werden nicht jünger und bleiben wohl einfach so lange, bis ihre eigenen Kinder dem Juniorenalter entwachsen sind.» Man müsse frühzeitig planen und schauen, dass die Verantwortung im Club sowie im RLZ auf möglichst viele Schultern verteilt werden könne. «Es wird immer Leute brauchen, die mit dem nötigen Engagement dabei und bereit sind, einen gewissen Mehraufwand zu leisten.» Weiter müsse man auch stets darauf achten, dass die finanzielle Balance gewährt sei. Denn der Betrieb einer solch grossen Organisation ist natürlich nicht gratis. Man sei aber gegenwärtig in jeder Hinsicht sehr solide aufgestellt. Ein herzlicher Dank gebühre deshalb nicht nur allen Helferinnen und Helfern, die ihre Freizeit so grosszügig einsetzten, sondern ebenso den Sponsoren und Gönnern, die den Betrieb des Clubs erst ermöglichten. «Ohne dieses Engagement – ob mit Zeit oder mit finanzieller Unterstützung – wäre das alles nicht möglich. Das weiss und schätzt man bei uns sehr.»
Firnskating:
Wenn die Loipen im Tal langsam auftauen, lohnt sich der Blick in die Seitentäler: Flüela, Dischma und Sertig bieten noch beste Bedingungen. Auf dem Firn – dem körnigen, gefrorenen Frühschnee – eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten abseits der präparierten Loipe.
Firnskating bedeutet Freiheit. Ohne Spuren, ohne Grenzen – die Linie wählt man selbst. Weite Hänge und offene Hochflächen werden zur Spielfläche. Das Skating auf hartem Untergrund fühlt sich leicht und schnell an, fordert aber Körpergefühl und Erfahrung.
Zwei Dinge gilt es im freien Gelände stets im Blick zu behalten: die Sonne und den Untergrund. Mit zunehmender Wärme erwärmt sich die Schneedecke rasch – wer zu spät unterwegs ist, sinkt ein. Früh am Morgen, wenn der Firn noch trägt, sind die Bedingungen ideal. Und: Unter der weissen Oberfläche können Steine lauern. Wer im freien Gelände unterwegs ist, bewegt sich aufmerksam und wählt die Spur mit Bedacht.
Raus aus dem Tal – rein in den Davoser Frühling.
Wer wir sind:
Der Ski Club Davos fördert die Freude am Schneesport mit den Abteilungen Alpin und Nordisch. Die Angebote im Nordischen reichen von den ersten Schritten auf Schnee über die Juniorenförderung bis zur Weltcup-Stufe. Werde auch du Mitglied und unterstütze den Nachwuchs! www.scdavos.ch
Events April:
2. April: Nachtloipen Cup Davos / Ski Club Davos Meisterschaft Nordisch
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