Vom Flüela bis nach Monstein: Davos wird wieder zur Baustelle
Im Raum Davos stehen in der Bausaison 2026 mehrere Arbeiten auf Kantonsstrassen an. Diese reichen von kurzfristigen Belagssanierungen bis zu mehrjährigen Ausbauprojekten. Besonders betroffen sind die Promenade, die Flüelapassstrasse sowie Verbindungen Richtung Monstein, Sertig und Wiesen.
Im Raum Davos stehen in der Bausaison 2026 mehrere Arbeiten auf Kantonsstrassen an. Diese reichen von kurzfristigen Belagssanierungen bis zu mehrjährigen Ausbauprojekten. Besonders betroffen sind die Promenade, die Flüelapassstrasse sowie Verbindungen Richtung Monstein, Sertig und Wiesen.
Flüelapassstrasse: Alpenrose bis unterhalb Tschuggen
Am langfristigen Projekt am Flüela wird wieder an zwei Teilbereichen gearbeitet. Bergaufwärts der Alpenrose ist auf einer Länge von rund 250 Metern von April bis Oktober mit Einschränkungen zu rechnen.
Weiter die Strasse entlang, auf der Geraden vor Tschuggen, ist die Baustelle in zwei Abschnitte unterteilt: Der erste Abschnitt mit einer Länge von rund 160 Metern wird ebenfalls von April bis Oktober bearbeitet. Der direkt anschliessende Abschnitt von rund 680 Metern ist für den Zeitraum vom 22. Juni bis 17. Juli vorgesehen. Dabei handelt es sich um Belagsarbeiten an der bereits im Vorjahr realisierten Bauetappe. Der Verkehr wird mit einer Lichtsignalanlage und zeitweise von Hand geregelt.
Das Projekt der Strassenkorrektion Alpenrose – Tschuggen lag 2022 öffentlich auf, es waren mehrere Einsprachen eingegangen. Kritisiert wurde insbesondere die geplante neue Linienführung im Gebiet Tschuggen. Aufgrund dieser Einwände wurde nur das Teilstück Alpenrose bis unterhalb Tschuggen durch die Regierung genehmigt. Das Teilstück im Bereich Tschuggen wurde zur Überarbeitung und Neuauflage zurückgewiesen. Derzeit erarbeitet das Tiefbauamt für diesen Bereich ein Variantenstudium aus.
Die Bauarbeiten am genehmigten Teilstück wurden 2024 gestartet und dauern bis ins Jahr 2029.
Promenade: Seehof – Belvédère
Die Promenade gehört zu den am stärksten belasteten Strassen im Kanton, was sich auf deren Haltbarkeit auswirkt. Der Deckbelag erreicht unter den spezifischen Bedingungen nicht die ursprünglich angestrebte Lebensdauer. Statt nach rund 20 Jahren sind bereits nach etwa zehn Jahren erneute Eingriffe notwendig.
Gemäss aktueller Baustellenplanung wird der Abschnitt zwischen Seehof und Belvédère vom 18. Mai bis 19. Juni saniert. Betroffen ist die bergseitige Fahrspur auf einer Länge von rund 1,8 Kilometern. Der bestehende Belag wird abgefräst und neu eingebaut, gleichzeitig werden Schächte und Bushaltestellen instand gesetzt.
Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, erfolgen die Arbeiten nachts. Während dieser Zeit wird der Individualverkehr umgeleitet, der öffentliche Verkehr bleibt auf der Promenade gewährleistet.
Als Hauptursache für den schnellen Verschleiss nennt das Tiefbauamt die hohe Verkehrsbelastung. Besonders betroffen ist die bergseitige Hauptspur, auf der im Einbahnregime der Verkehr kontinuierlich rollt. Auch künftig ist etwa alle zehn Jahre mit vergleichbaren Unterhaltsmassnahmen zu rechnen.
Promenade: Crestannes – Tanzbühl
Weiter entlang der Promenade werden im Abschnitt Tanzbühl bis Crestannes in diesem Jahr die Belagsarbeiten planmässig abgeschlossen. Nach dem Ersatz der Werkleitungen sowie der vollständigen Erneuerung des Strassenkörpers in den Jahren 2024 und 2025 erfolgt nun der Einbau der Deckschicht. Diese Arbeiten sind vom 17. August bis 11. September vorgesehen.
Sertig, Monstein und Wiesen: Einschränkungen
Auf der Sertigerstrasse wird der Belag zwischen Clavadel (Abzweigung Egga) und der Mühle erneuert. Die Einschränkungen bleiben dabei vergleichsweise gering, die Zufahrt zur Mühle ist weiterhin möglich.
Auf der Monsteinerstrasse sind im Innerortsbereich sowie auf Teilabschnitten zwischen Taferna und Monstein Belagsarbeiten vorgesehen. Voraussichtlich zwischen Mitte und Ende Mai kommt es während rund einer Woche zu Einschränkungen. In dieser Zeit wird die Strasse zeitweise gesperrt, jedoch in definierten Zeitfenstern – morgens, über Mittag und am Abend – für die Durchfahrt geöffnet. Am Wochenende bleibt die Verbindung durchgehend befahrbar.
Im Abschnitt Taferna wird zudem eine bestehende Lehnenbrücke durch eine talseitige Stützmauer ersetzt und die Strasse auf rund 300 Metern verbreitert. Diese Arbeiten beginnen nach Ostern, dauern bis in den Spätherbst und werden grösstenteils mit einer Lichtsignalanlage geregelt.
In Wiesen werden Werkleitungen ersetzt und eine sogenannte Kaphaltestelle erstellt, bei der der Bus direkt auf der Fahrbahn hält.
Die Baustellen folgen einer langfristigen Planung: Das Tiefbauamt erfasst den Zustand von Strassen, Brücken und Stützbauten systematisch und legt die Massnahmen über mehrere Jahre fest – von Unterhalt bis Ausbau.
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