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Stimmungsvoller Festivalauftakt

Mit viel Prominenz aus lokaler Politik und Wirtschaft ist vergangenes Wochenende das 18. Songbird Festival Davos im Hotel Alpengold gestartet. Das dreiwöchige Popmusik-Festival, das ganz bewusst Schweizer Talente fördert und in diversen Lokalitäten in Davos stattfindet, begeisterte mit Konzerten von Baba Shrimps und Nubya. Im Fokus stand aber einer der Newcomer, wie man sie an jedem Songbird-Konzertabend entdecken kann: Dom Sweden.

Davoser
Zeitung
09.12.25 - 17:00 Uhr
Kultur
Baba Shrimps performen hautnah mitten im Publikum.
Baba Shrimps performen hautnah mitten im Publikum.
zVg/Songbird Festival Davos
Es war einer dieser ganz besonderen Momente, wie sie fast nur am Songbird Festival Davos entstehen, als Adrian Kübler, Moritz Vontobel und Luca Burkhalter – die drei Köpfe der bekannten Zürcher Popband Baba Shrimps – spontan mitten im Publikum akustisch und ohne Mikrofon zwei Songs performten. Gänsehaut pur, auch für die Musiker. «Es ist extrem selten, dass das Publikum so aufmerksam ist wie am Songbird Festival», schwärmte Baba Shrimps-Frontmann Adrian Kübler. «Darum sind so spontane, intime Momente mitten im Publikum überhaupt erst möglich.» Auch Songbird Festival-Gründer und -Direktor Michel Pernet war begeistert: «Genau solche Momente unterscheiden das Songbird Festival von anderen Musik-Festivals. Diese Nähe zu so renommierten, bekannten Bands ist sonst gar nicht mehr erlebbar, weil man sie nur weit entfernt und geschützt durch Konzertgräben auf irgendeiner grossen Bühne spielen sieht.» Man schaue da ja eher Fernsehen, weil die Künstler nur auf Screens erkennbar seien. Auch wären die Sets da bis ins letzte Detail vom Computer vorgegeben und liessen eine solche Spontanität gar nicht zu. «Doch genau diese Spontanität, die aus der Inspiration entsteht, kreiert einzigartige, magische Konzertmomente. Und solche will ich am Songbird Festival Davos erzeugen.»

Eine ähnliche Situation wie Baba Shrimps am Eröffnungskonzert kreierte Dominic Wetzel alias Dom Sweden tags darauf, als er vor der Basler Soul-Ikone Nubya seine eingängigen Mundart-Pop-Melodien zum Besten gab. Bei ihm hörte das Publikum, welches auch er mitten im Saal um sich scharte, aber nicht nur berührt zu, sondern tanzte wild und schwenkte die verteilten Hawaii-Blumenketten im Rhythmus. «Das sind die neuen Hecht», prophezeite Michel Pernet begeistert. Er ist dafür bekannt, dass er neue Talente entdeckt und sie nach Davos holt, bevor sie den Durchbruch schaffen. Beispiele hierfür sind James Gruntz, Bastian Baker und Black Sea Dahu. Und auch von Dom Sweden ist er überzeugt: «Ich kenne wenige Schweizer Künstler, die auf eine so positive Art so mächtig Stimmung machen können. Vergesst die Stubete Gäng.»

Kommendes Wochenende mit Marius Baer, Ilira und Bastian Baker

Kein Talent mehr, aber ein hierzulande noch nahezu unbekannter Star ist Ilira. Die 31-jährige Brienzerin mit Vier-Oktaven-Stimme kennt man etwa vom Welthit «Fading» des deutschen Star-DJs «Alle Farben», ein Song, der bislang fast 60 Millionen Views auf Youtube generiert hat. Nun startet die Schweiz-Albanerin so richtig mit ihrer Solo-Karriere durch und spielt am kommenden Samstag im Hugos eines ihrer ersten akustischen Konzerte überhaupt. Zusammen mit dem 22-jährigen Bieler Shootingstar Naveni. «Ich bin sonst zurückhaltend mit Superlativen», sagt Songbird-Festival-Direktor Michel Pernet. «Aber Ilira ist für mich ein kommender Weltstar. Mit einer Stimme wie Lana del Rey, einfach besser.» Sowieso sei für ihn das kommende Konzertwochenende ein spezielles, mit Marius Bear am Freitag, Ilira am Samstag und Bastian Baker am Sonntag auf der Jatzhütte. «Für mich ist tatsächlich kommendes Weekend schon Weihnachten.» Er müsse aber auch schon vorfeiern, da Pat Burgener am Abschlusskonzert wohl dann den Weihnachtsbaum abfackeln werde. Bei Snowboard-Pro’s wisse man nie.

Das weitere Programm, Informationen und Tickets: www.songbirdfestival.ch

Für den Festivalgründer macht Dom Sweden die Stubete Gäng vergessen.
Für den Festivalgründer macht Dom Sweden die Stubete Gäng vergessen.
zVg/Johannes Frigg
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