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Praktische Einblicke in die Regeneration des Bewegungsapparates

Am 11. und 12. April trafen sich über 60 Studierende und Be­treuende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur (ZHAW) im AO Research Institute Davos (ARI).

Davoser
Zeitung
22.04.25 - 12:00 Uhr
Ereignisse
In den Workshops war auch Fingerspitzengefühl gefragt.
In den Workshops war auch Fingerspitzengefühl gefragt.
zVg/AO Fondation, Communications and Events
Ziel des jährlich stattfindenden Blockkurses zum Thema «Regeneration des Bewegungsapparates» ist es, Studierenden der Medizintechnik sowie der ­Ingenieur- und Gesundheitswissenschaften einen praktischen Einblick in die operative Frakturbehandlung und die Forschungstätigkeiten der AO Foundation zu gewähren. Geleitet wird der Kurs von Professor Sibylle Grad, wissenschaftliche Bereichsleiterin Bandscheiben- und Knorpelbiologie am ARI.

Martin Stoddart, Vize-Direktor des ARI, eröffnete den Kurs mit einer Einführung über die Umsetzung neuer Entwicklungen aus dem Forschungslabor in die Klinik. An vier anschaulichen Stationen, unterstützt von Forschenden der Biomechanik, lernten die Studierenden wesentliche Techniken und Herausforderungen der chirurgischen Frakturbehandlung (Osteosynthese) kennen, wobei Zusammenhänge zwischen Technik und Medizin verdeutlicht wurden.

Am Nachmittag gewährte Raphael Jenni, Leitender Arzt Orthopädie am Kantonsspital Graubünden, den Teilnehmenden einen Einblick in die Grundlagen der Knochenheilung und führte sie in die Prinzipien der Osteosynthese ein. Unter seiner fachkundigen Leitung und gemeinsam mit einem Team von Chirurginnen und Chirurgen konnten die Teil­nehmenden anschliessend selbst die Anwendung von Marknägeln, Platten und externen Fixateuren am Kunst­knochen üben.

Der zweite Tag stand im Fokus von acht Workshops, in denen Fallbeispiele aus der medizinischen Praxis und experimentelle Methoden der Forschungslabore vorgestellt wurden. Die Themen umfassten unter anderem Biomaterialien, Gelenkknorpel- und Wirbel­säulen-Bioreaktoren, Implantatinfektionen, In-vivo-Modelle für die Skelettforschung, interaktive Biomechanik am Computer, Schulterprothesen sowie einen klinischen Fall mit radiologischen Untersuchungen und operativer Behandlung.

Geleitet wurden die Workshops von Forschenden und Ärztinnen und Ärzten des ARI, der ZHAW und des Kantonsspitals Graubünden. Für die Teilnehmenden waren die zwei Tage bei der AO eine abwechslungsreiche Ergänzung zum Studium. Die langjährige erfolg­reiche Zusammenarbeit des ARI mit dem Kantonsspital Graubünden, der ETHZ und der ZHAW wird durch diese Kurse weiter gestärkt.

Studentinnen üben am Kunstknochen.
Studentinnen üben am Kunstknochen.
zVg/AO Fondation, Communications and Events
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