Jetzt ist das Volk an der Reihe
Vorschau auf die kommunalen Abstimmungsthemen
Vorschau auf die kommunalen Abstimmungsthemen
Ein neuer Knotenpunkt für Davos Dorf
Eine neues Eingangstor nach Davos könnte sich als echter Meilenstein erweisen. Die «Verkehrsdrehscheibe», über deren Projektierungskredit im November abgestimmt wird, hat das Potenzial, den stark belasteten Verkehrsknoten zwischen Bahnhof Davos Dorf, Parsennbahn und dem Parkplatz grundlegend zu entflechten. Heute treffen dort Fussgänger, Autos, Busse und Skitouristen auf engstem Raum aufeinander – ein unübersichtliches Durcheinander mit Rückstaus, Chaos und Gefahrenstellen. Die geplante Neuorganisation soll diesem Missstand nun endlich den Garaus machen.
Bahnhof als Herzstück aber da soll noch mehr kommen
Das Herzstück bildet der neue Hochbahnhof mit barrierefreiem Zugang, ergänzt durch ein modernes Busterminal und eine Tiefgarage. Damit soll nicht nur das Umsteigen zwischen den Verkehrsmitteln erleichtert werden – auch zwei gefährliche Bahnübergänge sollen verschwinden. Namentlich die an der Mühlen- und Dischmastrasse. Die Verkehrsführung wird neu organisiert, der Individualverkehr verläuft künftig unter dem Bahnhof hindurch. So entsteht Raum für Fussgänger, Velofahrer – und für einen aufgewerteten Freiraum rund ums Seehofseeli.
Im Fokus steht aber nicht nur die Mobilität. Mit dem Projekt soll auch das Landwasser renaturiert und ein neuer Kindergarten realisiert werden. Kostenpunkt für die Planung: 2.1 Millionen Franken. Erst wenn dieser Kredit von der Stimmbevölkerung genehmigt wird, kann das detaillierte Bauprojekt erarbeitet werden. Über den eigentlichen Baukredit soll die Bevölkerung dann voraussichtlich im Jahr 2027 abstimmen können.
Entschuldung des Spitals
Ebenfalls steht im Gesundheitsbereich ein wegweisender Entscheid an: Die Entschuldung der Spital Davos AG. Das Spital ist zentral für die medizinische Ver-sorgung und trägt wesentlich zur Attraktivität von Davos als Wohn-, Arbeits-, Tourismus- und Kongressort bei. Damit das Spital auch künftig den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht werden kann, braucht es bauliche Erneuerungen – ein Um- und Neubau ist unausweichlich. Voraussetzung für die Weiterentwicklung ist jedoch ein finanzieller Befreiungsschlag. Die Gemeinde Davos will dazu Bankdarlehen von 8.45 Millionen Franken ablösen und auf bestehende Gemeindeforderungen in der Höhe von 5.66 Millionen Franken verzichten. So soll der finanzielle Spielraum geschaffen werden, um Investitionen in eine moderne Infrastruktur zu ermöglichen. Das Spitalgebäude ist heute zu gross, veraltet und in Teilen sanierungsbedürftig. Am bestehenden Standort soll deshalb ein neues, effizienteres Akutspital mit 28 nutzbaren Zimmern entstehen – verbunden mit einem Hausärztezentrum und der Umnutzung alter Gebäudeteile zu rund 60 Wohnungen.
Mit der Entschuldung soll der Grundstein für die nächste Etappe gelegt werden. In einem zweiten Schritt wird dem Grossen Landrat und in der Folge dem Souverän ebenfalls im Jahr 2027 nach der Durchführung der Detailplanung eine Vorlage für den Um- und Neubau eines Akutspitals am bestehenden Standort vorgelegt. Diese Vorlage wird die detaillierten Baupläne, eine vollständige Finanzplanung – inklusive Wirtschaftlichkeit und Finanzierungsmöglichkeiten – sowie die Eigentümerstrategie mit dem zukünftig vorgesehenen medizinischen Leistungsangebot enthalten.
Der Kleine Landrat empfiehlt, beide Vorlagen anzunehmen
Ja, es sind zwei Vorlagen, welche das Gesicht von Davos nachhaltig prägen könnten. Die Davoser Regierung empfiehlt daher, beiden zuzustimmen. So wurden auch beide im Grossen Landrat ziemlich klar angenommen. Der Planungskredit für die Verkehrsdrehscheibe hatte bei elf Ja- nur fünf Gegenstimmen. Die Entschuldung des Spitals kam gar ohne Gegenstimme durch. Nun liegt es an der Politik, dem Davoser Souverän die Vorlagen schmackhaft zu machen. (von Yves Weibel)
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