Allergie und Umwelt
Allergien sind längst eine Volkskrankheit: Bis zu 40 Prozent der Bevölkerung leiden inzwischen an einer allergischen Erkrankung – Tendenz steigend. Dies führt zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität vieler Menschen und verursacht zunehmend volkswirtschaftliche Kosten.
Allergien sind längst eine Volkskrankheit: Bis zu 40 Prozent der Bevölkerung leiden inzwischen an einer allergischen Erkrankung – Tendenz steigend. Dies führt zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität vieler Menschen und verursacht zunehmend volkswirtschaftliche Kosten.
Claudio Rhyner, CEO von CK-CARE, sagte: «Das diesjährige Arbeitstreffen mit dem Titel ‹Allergie und Umwelt – Verlust des Gleichgewichts und Wege zu seiner Wiederherstellung› hat mich sehr beeindruckt. Bei diesem Forum diskutierten internationale Experten und Expertinnen sowie Nachwuchsforschende aktuelle Themen und zukünftige Massnahmen im Bereich Allergien und Umwelt. Ich war ergriffen von der Intensität der Debatten, dem regen Meinungsaustausch und der Suche nach Lösungen. Diese werden in der sogenannen ‹Davos Declaration› zusammengefasst und in Kürze veröffentlicht.» «Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem bezeichnet, ist häufig das offene Fenster in die Welt der Allergien – sie zeigt, wie stark Umwelt und Immunsystem miteinander verflochten sind. Wenn wir diese Zusammenhänge verstehen werden wir Wege finden, das Gleichgewicht wiederherzustellen, bevor Allergien entstehen», sagte Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann von der Universität Augsburg, Sprecherin von CK-CARE.
Am Global Allergy Forum 2025 nahmen über 70 international führende Expertinnen und Experten aus den Bereichen Allergologie und anverwandte Fachdisziplinen teil. In fünf thematischen Arbeitsgruppen wurden Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze diskutiert. Daraus ergibt sich folgende Perspektive für die Allergiemedizin:
Umwelt und Ernährung
Allergien sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von Umwelt, Ernährung und individuellen Einflüssen – besonders in den ersten Lebensjahren. Saubere Luft, gesunde Ernährung und bewusster Umgang mit Umweltfaktoren können helfen, das Immungleichgewicht zu stabilisieren und Allergienvorzubeugen.
Trainierte Immunität
Neue Erkenntnisse zeigen, dass unser angeborenes Immunsystem frühere Umwelteinflüsse «speichern» kann. Diese sogenannte trainierte Immunität beeinflusst, wie Allergien entstehen und verlaufen. Das Verständnis dieser Prozesse eröffnet neue Möglichkeiten für Vorbeugung und Therapie.
Gestörte Barrieren
Schäden an den Schutzschichten von Haut, Atemwegen und Darm gelten heute als zentrale Ursache vieler allergischer Erkrankungen. Therapien, die diese Barrieren stärken und das Mikrobiom unterstützen, sind ein vielversprechender Ansatz für Prävention und Behandlung.
Körper, Psyche und Allergie
Allergische Erkrankungen wirken sich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch aus. Entzündungen, Schlafprobleme und Stress stehen in enger Wechselwirkung. Ganzheitliche Ansätze, die Körper und Psyche gemeinsam berücksichtigen, können die Lebensqualität und die Krankheit deutlich verbessern.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz und digitale Technologien verändern die Allergiemedizin grundlegend. Vernetzte Daten, nützliche Bio-Sensoren und lernende Systeme ermöglichen eine personalisierte, vorausschauende und präventive Versorgung von Patientinnen und Patienten.
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