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Wer wird Glarnerin oder Glarner des Jahres 2019?

Zehn Menschen aus Glarus sind für die «Glarner des Jahres 2019» Wahl nominiert. Ihr entscheidet, wer den Titel am meisten verdient hat.

Südostschweiz
Dienstag, 07. Januar 2020, 04:30 Uhr Voting
Die Abstimmung endet am 12. Januar.
RICO KEHL

Das alte Jahr ging bereits zu Ende und 2020 wurde eingeläutet.Trotzdem sollte man das vergangene Jahr, seine Momente und die Menschen, welche etwas bewegt haben, nicht vergessen. Darum suchen wir die «Glarnerin des Jahres 2019», respektive den «Glarner des Jahres 2019». Eine Vorwahl wurde bereits getroffen. Nun zählt Eure Meinung: Zehn Nominierte stehen zur Auswahl. Für Euren Favoriten könnt Ihr täglich abstimmen.

Die Nominierten für die «Glarner des Jahres 2019» Wahl:

Lydia Hiernickel, Langläuferin aus Schwanden:

Lydia Hiernickel aus Schwanden gewinnt an den diesjährigen Schweizermeisterschaften im Langlauf Anfang Februar einen kompletten Medaillensatz. In der Verfolgung über 10 Kilometer holt sie in Engelberg Gold. Silber gewinnt sie über 5 Kilometer Freistil, und die bronzene Auszeichnung erkämpft sich die 23-Jährige über 30 Kilometer Klassisch.

Mathias Zopfi, Ständerat aus Engi:

Es war eine Sensation Ende Oktober, die national für Schlagzeilen sorgte. Mathias Zopfi wird mit 5684 Stimmen in den Ständerat gewählt. Das sind zwei Premieren: Zum ersten Mal wird ein Grüner das Glarnerland in Bundesbern vertreten, und zum ersten Mal seit Menschengedenken wurde hierzulande mit Werner Hösli ein Bisheriger abgewählt.

Lisa Hämmerli, Umweltwissenschaftlerin aus Glarus:

Lisa Hämmerli ist das bekannteste Gesicht der Glarner Klimabewegung. Die 26-Jährige setzt sich für die freitäglichen Klimademonstrationen im Glarnerland und die ausserordentliche Klimalandsgemeinde ein. Sie versprach zudem, für jede Stimme, die sie als Ständerätin erhält, einen Baum zu pflanzen. 242 waren es letztlich.

Walter Hauser, Autor und Publizist aus Weesen:

Der Näfelser Publizist Walter Hauser wurde 2019 mit zwei Preisen geehrt. Im Oktober erhielt er in Rom den «Premio Culturale Internazionale Cartagine», eine der bedeutendsten italienischen Kulturauszeichnungen. Zudem verlieh ihm die Gemeinde Glarus Nord für sein «Streben nach Recht und Gerechtigkeit» den Anerkennungspreis.

Jonas Müller, Umweltaktivist aus Näfels:

Seit Oktober 2015 ist Jonas Müller auf der indonesischen Insel Raja Ampat als Entwicklungshelfer und Umweltaktivist tätig. Sein wichtigstes Projekt: eine Umweltschule. Diese konnte im August eröffnet werden und ermöglicht bis zu 2000 Kindern den Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten und Umweltschutzprojekten.

Elisabeth Brugger, Initiantin Frauenstreik aus Mollis:

Am 14. Juni fand der nationale Frauenstreik statt. Auch im Glarnerland demonstrierten die Frauen für ihre Rechte. Den Glarner Frauenstreik organisierte Elisabeth Brugger zusammen mit Annarös Dreyer. Rund 200 Frauen und einige Männer folgten dem Aufruf und versammelten sich im Volksgarten in Glarus, um für ihre Anliegen zu kämpfen.

Roger Rychen, Schwinger aus Glarus:

Der beste Glarner Schwinger seit Jahrzehnten gewinnt am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug seinen zweiten Eidgenössischen Kranz. Er wird ausgezeichneter Sechster. Der Kranz in Zug ist der 50. seiner Karriere. Zudem gewinnt er zum bereits vierten Mal das Klöntal-Schwinget und holt der Saison 2019 total acht Kränze.

Ursula Freitag, Verkaufsleiterin Weseta aus Engi:

Vor über 20 Jahren ist Ursula Freitag bei der Weseta in Engi im Verkaufsinnendienst eingestiegen. Mittlerweile ist sie Verkaufsleiterin des Betriebs. Mit viel Aufwand und innovativem Denken bewerben sie und ihr Team die kleine Textilfirma weltweit. In diesem Jahr gab es ein Rebranding, was Freitag und allen Involvierten viel Arbeit beschert hat.

Marian Schulz, Lokomotivführer aus Ziegelbrücke: 

Im Mai beschmieren Vandalen das Wartehäuschen beim Bahnhof in Mitlödi. Kurzerhand kauft sich Marian Schulz Farbe und Farbroller und übermalt die primitiven Schmierereien in Eigenregie. Zudem engagiert er sich am Clean-up-Day  – etwa mit dem Gummiboot auf dem Linthkanal  – oder sammelt Velos für Afrika.

Kartika Versteden, Hobbykünstlerin aus Riedern:

Vor drei Jahren zog die Holländerin in die Schweiz. Und gleich am ersten Tag hierzulande erhielt sie die Schockdiagnose Krebs. Um sich abzulenken, begann sie Linthböllä zu bemalen. Diese versteckte sie jeweils am Sonntag irgendwo im Glarnerland und verschenkte sie. Mit den «Glückssteinen» tut sie sich und anderen etwas Gutes.

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