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Sam und Jamila machen sich bald auf den Weg nach Graubünden

Das Arosa Bärenland bekommt Zuwachs. Schon nächste Woche sollen die beiden Bären Sam und Jamila aus Nordmazedonien in den Bündner Bergen eintreffen.

Südostschweiz
12.05.22 - 09:51 Uhr
Ereignisse
Noch umgeben von Mauern: Schon bald können die beiden Bären das Zoogehege in Skopje verlassen und gegen das grosse Gehege im Arosa Bärenland eintauschen.
Noch umgeben von Mauern: Schon bald können die beiden Bären das Zoogehege in Skopje verlassen und gegen das grosse Gehege im Arosa Bärenland eintauschen.
Bild Arosa Bärenland

Für die beiden Bären Sam und Jamila wird es bald Zeit, ihr aktuelles Zuhause im Zoo Skopje zu verlassen.  Denn wie das Arosa Bärenland mitteilt, soll schon am Mittwoch, 18. Mai, die Reise in die Schweiz beginnen. Rund 2100 Kilometer Fahrt liegen vor den beiden Fellnasen. Wenn alles nach Plan läuft, sollten die beiden dann am Freitag, 20. Mai, in Arosa eintreffen. 

Die Teams des Arosa Bärenlands und der Tierschutzorganisation Vier Pfoten seinen nun dabei, alles für den Transport und die Ankunft zu organisieren. Den Transport durchführen werde ein Team des Bärenwalds Belitsa (Vier Pfoten Bulgarien). Dabei werden die beiden Bären in einem speziellen, für Wildtiere ausgerüsteten Transporter der sogenannten Bärenambulanz überführt. In diesem Fahrzeug hätten die erfahrenen Spezialisten bereits den Bären Napa von Serbien nach Arosa transportiert. Ausserdem würden ein Wildtierarzt und Tierpfleger den Transport über die Grenzen begleiten, heisst es weiter.

So leben die Bären aktuell in Skopje:

Video Arosa Bärenland

Bessere Bedingungen in Arosa

Gemäss Plan soll die Bärenambulanz am Mittwoch von Nordmazedonien aus starten und nach Griechenland fahren, um dann offiziell in die EU einreisen zu können. Anschliessend führe der Weg des Transporters über Wasser. Mit der Fähre gehe es vom griechischen Hafen in Igoumenitsa nach Bari in Italien, um von da auf dem Strassenweg in die Schweiz zu fahren. 

Hier sollen die Bären ein besseres Zuhause vorfinden als ihr aktuelles. Wie das Bärenland mitteilt, ist der Zoo Skopje stark renovierungsbedürftig. Deshalb wolle der Zoo schnellstmöglich mit den Renovierungsarbeiten beginnen. Mit der aktuellen Anzahl an Bären sei dies jedoch nicht möglich. Deshalb wollten die Zooverantwortlichen, dass Vier Pfoten zwei der insgesamt vier Tiere – ein 18-jähriges Bärenmännchen und seine gleichaltrige Schwester – dauerhaft übernehmen. Da dieser Schritt das Leben aller vier Bären erheblich verbessern würde, hat sich die globale Tierschutzorganisation bereit erklärt, das Geschwisterpaar aufzunehmen.

Sam und Jamila wurden als Jungtiere in den Zoo gebracht und leben seither dort. Sie werden getrennt gehalten in zwei Gehegen, die nur einige Hundert Quadratmeter gross sind. Trotz natürlichem Boden und Vegetation biete die Anlage zu wenige Abwechslung und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bären. Ausserdem hätten die Bären dort nicht immer Zugang zu Wasser, da die Becken undicht seien. (red)

Video Arosa Bärenland
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Dachte, man hat dazu gelernt! Aber scheint nicht so!
Gefängnis bleibt Gefängnis, unabhängig von der Grösse.
Weshalb die Bären nicht einfach Auswildern? Es gibt ja Spezialisten dafür. Ach so, das wäre wohl nicht so Medienwirksam!
Ich werde nie verstehen, was Tourissmuss mit Tierliebe zu tun hat.
Aber sich medienmässig zu vermarkten scheinen sowohl für den Bündner Kurort mit A, wie auch dem Tierverein mit den 4 Pfoten, wichtiger zu sein, als das Wohl der Tiere.
Schade um die tollen Geschöpfe.
Hoffe irgendwann wird die Tierliebe überwiegen, auch bei dem Bündner Kurort und den so genannten Tierschutz Menschen ohne Tierschutzgedanken!
Warum diese Arbeit nicht den wirklichen Profis überlassen? Dass wäre doch ein toller Tierschutz!
Denkt mal darüber nach!
Danke allen die wirklich was positiv verändern wollen zum Schutz dieser tollen Tiere.

Tierambulanz Chur

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