Eine heisse Jazzwoche ging zu Ende
Wenn man bei «Davos Klosters Sounds Good» von einer heissen Woche spricht, trifft dies gleich doppelt zu: Einerseits profitierten Organisatoren wie Publikum heuer von sehr guten und eben vor allem sehr warmen Bedingungen. Andererseits heizten die verschiedenen Formationen an diesem hochkarätig besetzten Festival den Zuhörerinnen und Zuhörern kräftig ein. Manchenorts konnte die Zuschauerschar nicht stillsitzen und musste zu den fetzigen Rhythmen und gefühlvollen Balladen einfach das Tanzbein schwingen.
Am letzten Samstag ist «Davos Klosters Sounds Good» mit einer grossen Abschlussgala im Hotel Grischa zu Ende gegangen. Die Veranstalter und Leitung von OK-Chef Ralph Pfiffner dürfen auf ein Festival voller Höhepunkte zurückschauen. Die «Evergreens» unter den Bands hielten, was sie im Vorfeld versprachen. Und die zahlreichen neuen Formationen drängten sich für eine erneute Verpflichtung teilweile geradezu auf. Die Zuhörerschaft bekam nicht nur Jazz, sondern eine ganze Fülle an Stilrichtungen zu hören. Nachfolgend ein kleiner Überblick, was in den letzten Tagen in Davos und Klosters so abging.
Nachwuchs jazzte wie in New Orleans
Anlässlich von «Davos Klosters Sounds Good» hatten Davoser Nachwuchsmusikerinnen und -musiker die Möglichkeit, im Rahmen eines Workshops mit «The N'Awlins Brass Band» in die Geschichte der Streetparades in New Orleans einzutauchen – und abends selber gleich an einer teilzunehmen.
13 Kinder und Jugendliche nahmen das Workshop-Angebot unter dem Titel «Davoser Jugend an der Streetparade» an. Die Teilnehmenden sind Mitglieder der Bläserklasse, kamen aber auch von der Musikschule, der Musikgesellschaft Davos Klosters sowie der Jugendmusik Davos. Unterstützend mit dabei war der Bläserklassen-Verantwortliche Andrea Nold. Ziel des Workshops war, dem Nachwuchs die Jazzszene von New Orleans sowie Sinn und Zweck von Streetparades näherzubringen. Zu Beginn zeigten sich die angehenden Jung-Jazzer noch ein wenig nervös und dementsprechend scheu. Doch Jan Wouters, Leader der «N'Awlins Brass Band», sowie die restlichen Bandmitglieder schafften es dank ihrer humorvollen und geduldigen Art, den Kindern und Jugendlichen die Angst zu nehmen. Diese stellten sich nämlich sehr geschickt an, und schon bald sassen die ersten Stücke.
Viel Lob eingeheimst
Nach 90-minütigem Proben wurden die Workshop-Teilnehmenden übungshalber quasi ins kalte Wasser geworfen und zeigten in einem Konzert auf der Terrasse des Hotels Grischa, was sie gelernt hatten. Schon dort erhielten Junge und Band herzlichen Applaus.
Abends ging es dann während «davos@promenade» richtig zur Sache. Acht der Workshop-Teilnehmenden wagten es, zusammen mit der N'Awlins Brass Band an der Streetparade teilzunehmen und den Weg vom Bubenbrunnen- zum Arkadenplatz als «Marchingband» zurückzulegen. Während ein paar spontanen Platzkonzerten heimste die ungewöhnliche, aber starke Formation viel Applaus ein. Schlussendlich zogen alle ein positives Fazit, und männiglich wäre dabei, wenn es im nächsten Jahr einen ähnlichen Workshop gäbe. Das Ziel, den Jungen Jazz näherzubringen, wurde auf jeden Fall erreicht.
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