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Noch ein Oldtimer räumt das Feld

Kein Jahr ist es her, seit bekannt wurde, dass das Haus Morosani verkauft wurde. Die neuen Eigentümer geben die ersten Pläne für die Immobilie an der Promenade bekannt und reichten sogleich das Baugesuch des Neubauprojektes ein.

Barbara
Gassler
29.10.22 - 06:57 Uhr
Ereignisse
Der zwischen Fortschritt und Tradition oszillierende Neubau.
Der zwischen Fortschritt und Tradition oszillierende Neubau.
zVg

Unmittelbar nach dem Kauf im Februar war noch nicht klar, wie die neuen Besitzer, die Firma Immozins AG, mit ihrer Neuerwerbung umgehen würden. Nach einer intensiven Entwicklungsphase steht der Entscheid nun fest: Das 1875 errichtete und weder als erhaltens- noch als schützenswert beurteilte Wohngebäude wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Dabei lehnt man sich an das Original an und plant einen kompakten Baukörper, der den vorgelagerten Grünbereich weitgehend frei lässt. «Bei der Planung des Fassadenbildes und dem architektonischen Ausdruck wurde viel Wert auf Eingliederung ins Dorf und auf den Davoser Baustil gelegt», sagt denn auch Lynn Stöckli, «Head of Real Estate Sales» bei Immozins AG. Das schlägt sich offenbar bei der Ausnutzungsziffer (AZ) nieder. Diese beträgt normalerweise Eins für das in der Zentrumszone liegende Gebäude. Da es ausserdem dem «inneren Zentrumsbereich» angehörig ist, be- steht die Möglichkeit, im Gegenzug für höhere Gestaltungsanforderungen die AZ zu erhöhen. Dies wurde hier gemacht, sodass die maximal zulässige Hauptnutzung dank dieses Passus von rund 1000 Quadratmetern auf gut 1300 Quadrat­meter Bruttogeschossfläche gesteigert werden konnte. Inbegriffen sind dabei allerdings noch 45 Quadratmeter AZ-Transfer von der benachbarten Parzelle.

Prunkstück mit 200 Quadratmetern

Gemäss Baugesuch soll neu eine fünfgeschossige Immobilie mit Zweitwohnungen entstehen. Im Erdgeschoss ist Gewerbefläche vorgesehen und darunter eine Tiefgarage mit vierzehn Parkplätzen. «Geplant sind acht grosszügige Eigentumswohnungen», erläutert Stöckli das Vorhaben. Entstehen sollen vier Drei­einhalb, drei Viereinhalb- und eine Sechseinhalb-Zimmer-Wohnung. Jede von ­ihnen mit Balkon auf der Südseite. «Highlight ist momentan die geplante Sechseinhalb-Zimmer-Dachgeschosswohnung mit einer Wohnfläche von über 200 Quadratmetern.» Rund 9,4 Millionen Franken sind für den Neubau veranschlagt, bei dem ein naturnaher Ausbaustandard im höheren Segment mit viel Holz und Naturstein vorgesehen ist. Der momentan eher verwildert wirkende Garten vor dem Haus soll mehr Licht ­erhalten und als Privatgarten zum Verweilen einladen. Beheizt werden soll das Gebäude gemäss Baueingabe mit einer Wärmesonden-Erdpumpe.

Soweit sind das die momentan bestehenden Pläne. Diese seien allerdings noch nicht final und könnten sich je nach Feedback bei der Baueingabe noch ­ändern, schränkt Stöckli ein. Immozins hoffe nun auf eine baldige Bewilligung. «Sobald wir hier grünes Licht haben, wird der offizielle Verkauf starten.» 

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