Innovation im Namen
«Es war naheliegend, in Räumlichkeiten, in denen schon immer geforscht wurde, wieder einen Ort der Innovation anzusiedeln», erklärte Landammann Philipp Wilhelm bei der Begrüssung. Dieses Mal sprach er allerdings in seiner Funktion als Vizestiftungsratspräsident des Schweizerischen Forschungsinstituts für Hochgebirgsklima und Medizin Davos (SFI) deren bekannteste «Kinder» das Physikalisch-Meteorologisches Observatorium Davos und Weltstrahlungszentrum (PMOD/WRC) sowie das Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) sind. Nun kommt also noch das ICD dazu. Dieses bietet in der Villa Fontana sowie den Räumlichkeiten an der Oberen Strasse 22 viele Ecken und Winkel, in denen sich junge, aufstrebende Unternehmen und Institute ansiedeln und sich in einer wissenschaftsfreundlichen Umgebung austauschen können. «Mit dem ICD wollen wir den Forschungsplatz Davos halten, stärken und weiterentwickeln», sagte Wilhelm denn auch. Möglich sei das allerdings nur dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Region Prättigau/Davos, fügte er dazu. Valérie Favre Accola, Leiterin Regionalentwicklung, wird im Herbst denn auch ein Büro im ICD beziehen.
ETH Studio Davos
Sie begibt sich damit in unmittelbare Nähe des ETH Studios Davos, einem von nur vieren weltweit. Die anderen befinden sich in New York, in Kalifornien und in der indischen «Silicon City» Bangalore. Sie bieten Studierenden an der ETH die Möglichkeit, mit den lokalen Instituten an besonderen Projekten zu arbeiten, oder umgekehrt formuliert: Die Institute können bei von ihnen definierten Problemstellungen im Talentpool der ETH nach den besten Köpfen fischen.
Lab 42
Mit solchen arbeitet bereits das Lab 42, das jüngste der in Davos ansässigen Institute. Es forscht zur Entwicklung einer künstlichen Intelligenz, die diesen Namen tatsächlich verdient – im Gegensatz zu den aktuell verfügbaren Datenkraken. Unter anderem arbeitet es auch an einem «SwissGPT». Mit den hier herrschenden deutlich strengeren Datenschutzvorschriften als in den USA hoffe man, auch Unternehmen zu erreichen, die sich den bisherigen «Generative Pretrained Transformern» (GPT) verweigerten, sagte Forschungsleiter Rolf Pfister.