Prachtvoller Bundstag Davos
Mit vielen Attraktionen, spannenden Formaten und Tausenden Besucherinnen und Besuchern feierte Davos am 20. Juli seinen Bundstag unter dem Motto «Im Zeichen der Mobilität: vom Bauerndorf zur Weltstadt».
Mit vielen Attraktionen, spannenden Formaten und Tausenden Besucherinnen und Besuchern feierte Davos am 20. Juli seinen Bundstag unter dem Motto «Im Zeichen der Mobilität: vom Bauerndorf zur Weltstadt».
Bei strahlendem Sonnenschein brachte die Champagnerkomposition der Rhätischen Bahn die Gäste ins festliche Davos. Die grosse, historische Stube im Rathaus war bis auf den allerletzten Platz belegt für den stimmungsvollen Auftakt in den Festtag (siehe Seite 5)
Zum Bundstag wurde die beliebte Flanier- und Unterhaltungsmeile «verkehrsfreie Promenade» verlängert und um einen abwechslungsreichen Festplatz ergänzt. Ein veritables «Walserdörfji» bildete das belebte und gut besuchte Herzstück der Festlichkeiten. In rustikalen «Holzhüschis» konnten die Festbesucher den ganzen Tag lang Speisen aus fünf Jahrhunderten probieren, vom Habermues und Härdöpfelribel über Brottatsch bis zum Vanilleglacé mit Griifla. Davoser Institutionen und Vereine waren mit Ständen und Attraktionen präsent, informierten die interessierte Gästeschar über ihre Tätigkeiten und zeigten Wissenswertes und Spannendes aus Davos und Graubünden. Auch die Festbühne war ständig in Betrieb, und unterschiedlichste musikalische Formationen – vom Jodelchörli über den Örgeliplausch bis hin zum Konzert der «Sürmle» am Abend – sorgten für beste Unterhaltung.
Highlight Historischer Umzug
Der historische Umzug war ein absoluter Höhepunkt des Festtages und sorgte für Begeisterungsstürme und viele Gänsehautmomente. In 15 Bildern wurde die bewegte Geschichte von Davos erzählt, vom Wildmannli über den grossen Zug der Walser, die Anfänge des Tourismus bis zum Kultur- und Kongressort der Moderne. Fulminanter Auftakt mache die gelungene Nachbildung eines Bildes von Ernst Ludwig Kirchner, das 1936 anlässlich der Feierlichkeiten zum 500-jährigen Bestehen des Zehngerichtebundes entstand. Imposante Ritter zu Pferd wurden würdevoll von den Fahnen der ehemaligen Bündnispartner im Zehngerichtebund begleitet. Ob in prunkvollen Gewändern oder in einfachem Bündnertuch, hoch zu Ross oder zu Fuss: Die Protagonisten begeisterten mit vielen authentischen, schönen Details in ihren Bildern, derweil die Ehrengäste mit der alten Postkutsche und einem Oldtimer-Postauto über die Promenade chauffiert wurden.
Poetry Slam Contest
Am Freitag wurden die Feierlichkeiten mit einem Poetry Slam eingeläutet, an dem anschaulich von sechs mutigen Frauen gezeigt wurde, wie lebendig die Bündner Sprache ist. Am modernen Dichterinnen-Wettstreit präsentierten die Autorinnen ihre selbstgeschriebenen Gedichte, Geschichten oder Monologe dem Publikum und der Jury. Bedichtet wurden nicht nur die Schönheiten Graubündens, auch interessante Exkurse ins Walserdeutsch, über Hexen oder das Bündner Schienen- und Strassennetz wurden zum Besten gegeben. Zur knappen Siegerin des Abends wurde Domenica Flütsch gekürt mit ihren «Gedanken einer Webstüblerin zum Bündner Land», wo sie über das Verweben, Verzetteln und Verfilzen sinnierte.
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