×

Innerhalb eines Jahres ist viel passiert

Pascal
Spalinger
21.10.23 - 12:00 Uhr
Schweiz & Welt
Konzentration
Die Arbeit auf der Riesenmaschine erforderte trotz Routine viel Konzentration.

Der Einbau des Deckbelags war eine spektakuläre und sehr aufwendige Arbeit, an der zahlreiche Personen in genau definiertem Arbeitsablauf teilnahmen. Man merkte, dass die Beteiligten solche Arbeiten nicht zu ersten Mal zu erledigen hatten: Jeder wusste genau, was er zu tun hatte, und so konnte man den Deckbelag innerhalb weniger Stunden einbauen. Der Deckbelag auf der Gulfiastrasse, unter der vor zwei Jahren eingeweihten Unterführung hindurch auf die andere Seite des Bahnhofs Klosters Dorf, wird zu einem späteren Zeitpunkt eingebaut. Der Einbau in der Einmündung der Gulfia- in die Landstrasse war insofern jetzt schon wichtig, als dass man nun die Umbauarbeiten in Bezug auf die zu Beginn nicht vorgesehene, von der Dörflern gewünschten Änderung des Verkehrsregimes abschliessen kann. Dass die Arbeiten spätabends und in der Nacht durchgeführt wurden, hatte einen einfachen Grund: Dann ist kaum Schwerverkehr unterwegs, was vieles erleichtert. Die übrigen Fahrzeuge hatten für ein paar Stunden einen kleinen Umweg zu fahren. Mittlerweile sind auch die notwendigen Markierungen angebracht, und bald – wohl innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen – werden die Busse auf einer separaten Spur die behindertengerecht umgebaute Station beim Bahnhof, mit erhöhtem Einstiegsbereich, bedienen.

Walzen des neuen Belags.

«Endlich ein richtiger Bahnhof»

Benno Künzle, Leiter Tiefbau und Infrastruktur der Gemeinde Klosters, und RhB-Projektleiter Roman Federspiel sind mit dem bisher Entstandenen sowie mit dem Einhalten des Zeitplans sehr zufrieden. Man sei eigentlich immer im Zeitplan gewesen, stellt Letztgenannter fest. Vor ziemlich genau einem Jahr sei die Brücke westlich des Bahnhofs eingebracht worden, und danach habe man den Perron zwei inklusive Perrondach gebaut, erklärt Federspiel die in diesem Jahr bisher getanen Arbeitsschritte. Nächstens wird dann auch Perron eins in Betrieb genommen, und ab dem 2. November wird dann laut Federspiel die gesamte Strecke doppelspurig befahrbar sein. «Dann wird Klosters Dorf endlich ein richtiger Bahnhof sein. Mit zwei 300 Meter langen Perrons, entlang derer vier Triebzug-Einheiten hintereinander stehen könnten.» Im Bereich Gäuggeli werde die Weiche vom 2. auf den 3. November ausgebaut, und dann sei die ganze Strecke vom Dorf zum Platz zweispurig. Man hoffe, dadurch eine grössere Fahrplanstabilität – auch betreffend Halbstundentakt – zu erreichen.

Bahnhofsgebäude wird angehoben

Als nächstes sollen nicht nur die beiden Perrons, sondern auch die Trottoirs in Betrieb genommen werden. «Dann haben wir eine Anlage, die für Einheimische und Gäste genauso gut ist», erklärt Künzle. Umso mehr, als Ende November auch noch eine neue WC-Anlage in Betrieb genommen werden soll. Zudem werden unmittelbar beim Bahnhof auch noch ein paar Parkplätze entstehen – und sicher einer davon wird behindertengerecht sein.

Eine spektakuläre Aktion ist zudem zu einem späteren Zeitpunkt geplant: Das alt-ehrwürdige Bahnhofsgebäude bleibt zwar erhalten und wird saniert, wird in diesem Zusammenhang jedoch komplett um 30 Zentimeter angehoben. Auf diese Weise soll das Niveau zwischen Perrons und Gebäude wieder hergestellt werden. Die im Bahnhofsgebäude eingelagerte Wohnung wird bestehen bleiben. Und gemäss Federspiel sind auch schon Ideen für die weitere Nutzung des restlichen Gebäudes vorhanden. Spruchreif ist aber noch nichts.

Jeder weiss, was er zu tun hat.
Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Schweiz & Welt MEHR