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Ex-Chef der PC-7-Kunstflugstaffel vor Gericht

Die Hauptverhandlung gegen den früheren Teamleiter der PC-7-Kunstflugstaffel beginnt am 16. September. Eines der Flugzeuge touchierte 2017 bei der Ski-WM in St. Moritz ein Seil einer TV-Kamera.

Agentur
sda
31.08.21 - 09:31 Uhr
Ereignisse
Das Team der PC-7-Kunstflugstaffel bei einer Vorführung in St. Moritz im März 2016.
Das Team der PC-7-Kunstflugstaffel bei einer Vorführung in St. Moritz im März 2016.
ARCHIVBILD KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Ab dem 16. September steht der frühere Teamleiter der PC-7-Kunstflugstaffel der Armee vor dem Militärgericht in Aarau AG. Ihm werden Missbrauch und Verschleuderung von Material, Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, sowie Nichtbefolgung von Dienstvorschriften vorgeworfen. Das Datum und den Ort der Verhandlung teilte die Militärjustiz am Dienstag mit.

Der Verhandlung findet im Kultur- und Kongresshaus in Aarau statt und ist öffentlich. Die Militärjustiz rechnet mit zwei Verhandlungstagen. Auch gegen den Piloten des Flugzeugs, das das Seil touchierte, war eine Untersuchung eröffnet worden. Diese wurde jedoch im Jahr 2020 eingestellt.

Seil einer TV-Kamera touchiert

Das Flugzeug der Kunstflugstaffel PC-7 Team hatte während eines Trainingsflugs für eine Flugvorführung am 17. Februar 2017 im Rahmen der Ski-WM in St. Moritz mit einem Flügel das Zugseil einer Seilbahnkamera touchiert. Das Seil riss und die Kamera stürzte in den Zielraum vor der Zuschauertribüne. Verletzt wurde niemand.

Der PC-7-Flieger konnte selbstständig in Samedan landen. Der Flieger wurde durch die Kollision jedoch am Flügel beschädigt. Die Reparatur kostete rund 75'000 Franken. Der Schaden an der Aufhängevorrichtung für die Kamera, an der Kamera selbst sowie dem nahegelegenen Sessellift betrug mehrere Hunderttausend Franken.

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