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Zigermeet-OK-Präsident: «Das Resultat ist rundum gelungen»

Der OK-Präsident des Zigermeets 19, Franz Alberti, zieht Bilanz nach der diesjährigen Ausgabe.

Fridolin
Rast
Montag, 19. August 2019, 04:30 Uhr Trotz Verkehrschaos
In alle Himmelsrichtungen: Die Classic Formation zaubert einen Fächer in die Luft.
SASI SUBRAMANIAM

1. Das Zigermeet 2019 ist Geschichte. Welche Bilanz ziehen Sie und was ist Ihr persönliches Highlight?
Die Bilanz ist sehr positiv, es hat alles gestimmt: zufriedene Gesichter überall, ein sehr familiärer Anlass, super Wetter, und, am wichtigsten, keine Unfälle. Wir haben einen riesigen Effort geleistet, das Resultat ist rundum gelungen. Die Piloten sind happy, für alle war es eine Herausforderung, in der sensationellen Umgebung der Glarner Berge zu fliegen. Sie haben die Organisation und den Ablauf gelobt und die familiäre Stimmung sehr genossen. Auch die drei Vertreter des Bundesamts für Zivilluftfahrt, welche die Flugtage überwachten, haben nichts beanstanden müssen, ebenso die Kantonspolizei für die Organisation auf dem Festgelände. Mein Highlight war der Blick vom Tower auf eine riesige, friedliche Menschenmenge inmitten der Flugzeuge und Stände. Wunderbar war auch das Blanix-Team mit feiner Musik, dem leisen Rauschen der Segelflugzeuge, dem Rauch an ihren Flügelenden. Sehr emotional als Abschluss an beiden Tagen, zum Runterfahren und dann Heimgehen oder Feiern. 

2. Der Glarner Strassenverkehr war an den zwei Tagen am Morgen und am Abend während Stunden praktisch lahmgelegt – eine Zumutung...
Wir haben von den Besuchern keinerlei negative Rückmeldungen zum Stau bekommen, er ist auch kaum zu verhindern. Die Verbindung über Mollis wurde für den Verkehr gesperrt und für Notfallfahrten reserviert. Und wenn es von Glarus bis auf die Autobahn während der Stosszeiten eine Stunde dauerte – dann ist das nur wenig mehr als in Spitzenzeiten an Werktagen. Das Glarnerland hat nun mal nur eine Zufahrtsstrasse, und die Baustellen an der Oberurner Autobahnzufahrt haben das Problem noch verschärft. Wir haben aber am zweiten Tag die Situation stark verbessern können, indem die Ampelanlage bei der Lintharena ausgeschaltet und der Verkehr von Kadetten geregelt wurde. Kommt dazu, dass wir nur ungefähr planen konnten, das letzte Zigermeet hatte nicht einmal halb so viele Besucher.

3. Warum hat das Zigermeet nicht ein viel weiträumigeres Verkehrskonzept gehabt wie etwa das Winzerfest in Vevey?
Ein Konzept in der Grösse von Vevey mit Shuttle-Betrieb wäre viel zu teuer. Ebenso wie Extrazüge teuer sind bei den SBB. Wir haben allerdings kurzfristig am Samstagabend auf den Ansturm reagiert und einen Extrazug abgerufen. Unter dem Strich ist es am Samstag klar besser gelaufen als am Freitag mit dem Feierabendverkehr, bei doppelt so viele Besuchern.

4. Wann planen Sie eine Neuauflage?
Wir planen ein nächstes Zigermeet 2022 in drei Jahren, wobei noch offen ist, unter welchem Thema es stehen soll. Wenn wir eine attraktive Show bieten, werden auch dann wieder 30 000 Leute kommen – die Ersten haben uns das beim Abschied schon zugesagt.

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Komischerweise werden immer nur Besucher und Veranstalter befragt. Ist ja klar, dass es dann nur positiv tönt. Aber muss das wirklich so klar sein? Ist diese Selbstbeweihräucherung seitens des Veranstalters wirklich nötig? Wirkt sie nicht langsam etwas bemüht? Ist es nicht auch langsam etwas komisch, dass in Zeiten, wo auf der ganzen Welt, sogar im Glarnerland, Klimademos stattfinden, dies nicht einmal mit einem einzigen Sterbenswörtchen bei der Berichterstattung erwähnt wird? Ich würde sogar als Veranstalter ganz offen mit der eigentlich ja kaum totschweigbaren Problematik eines solchen Anlasses umgehen, ich würde das Umwelt-Thema offen behandeln, das wäre eine moderne Herangehensweise.