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Unwetter fegt über Graubünden: Schlammlawinen blockieren Passstrassen

Gleich drei Bündner Pässe waren aufgrund von Rüfenniedergängen am Montagmorgen nicht passierbar. Die Schlammlawinen ausgelöst hat der starke Regen in der Nacht. Die Räumungsarbeiten sind im Gange.

Südostschweiz
Montag, 12. August 2019, 06:17 Uhr Nach starkem Regen
Der Starkregen in der Nacht auf Montag hat mehrere kleinere Erdrutsche ausgelöst.
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«Unwetter-Warnstufe Rot» vermeldete die Meteocentrale am Montag gegen 4.30 Uhr in grossen Teilen Graubündens. Vor allem in der Surselva und im Misox wurde vor sehr starkem Regen, grossen Niederschlagsmengen und Sturmböen gewarnt. In der Zugbahn des Unwetters befanden sich unter anderem Mesocco, San Bernardino, Vals, Sumvitg und Disentis. Aber auch Davos und Arosa, wo am meisten Regen fiel.

Mittlerweile hat sich die Lage zwar etwas entspannt, aber der starke nächtliche Regen hat einige Rüfen gelöst, die den Verkehr beeinträchtigen. So sind am Malojapass, am Splügenpass und am Lukmanerierpass Schlammlawinen niedergegangen. Alle drei Passstrassen waren am frühen Montagmorgen vorerst gesperrt, wie Pascal Vetsch, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, bestätigt. «Es gab unter anderem einen Erdrutsch mit Strassensperrung im Gebiet Casaccia, am Splügenpass und am Lukmanierpass. Letzteres aber auf Tessinerboden.»

Zum Ausmass der Schäden konnte Vetsch am Montagmorgen noch keine genauen Angaben machen. Personen seien aber keine zu Schaden gekommen, so der Mediensprecher der Kantonspolizei. Des Weiteren seien die Aufräumarbeiten im Gang. Der Splügenpass ist mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben worden (Stand: 7.30 Uhr), auf den anderen zwei Passstrassen ist aber noch kein Durchkommen.«Aufgrund der Witterungsverhältnisse kann erst später beurteilt werden, ob und wann die Strassen wieder freigegeben werden können.» (rac)

SCREENSHOT METEOCENTRALE.CH

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