Das Ende einer Leidensgeschichte
Immer wieder ist in Landquart ein Turnhallenprojekt zur Debatte gestanden und wieder in der Schublade verschwunden. Doch dieses Kapitel ist nun Vergangenheit, der Bau einer Dreifachturnhalle hat begonnen.
Immer wieder ist in Landquart ein Turnhallenprojekt zur Debatte gestanden und wieder in der Schublade verschwunden. Doch dieses Kapitel ist nun Vergangenheit, der Bau einer Dreifachturnhalle hat begonnen.
Die Landquarter Schülerinnen und Schüler sind heute in die Sommerferien gestartet. Damit ist der Weg frei für die neue Sporthalle. Gestern erfolgte der Spatenstich des knapp 15 Millionen teuren Baus. Gut neun Monate nach der deutlichen Zustimmung der Landquarter Stimmbevölkerung zum Bauprojekt (1347 zu 529 Stimmen) fahren nächste Woche die Bagger auf. In etwa drei bis vier Wochen soll die alte Turnhalle gemäss Gemeindepräsident Sepp Föhn bereits abgerissen sein. Danach entsteht an gleicher Stelle, ganz auf der südwestlichen Ecke des Oberstufen-Schulareals, eine Dreifachturnhalle, welche auf beide Seiten mit einem zusätzlichen Gebäudeteil ergänzt wird. Die Dreifachturnhalle soll dann im Sommer 2021 bezugsbereit sein.
Zur Halle gehören sechs Aussengarderoben sowie ein Aussengeräteraumtrakt. Diese sind zur Aussensportanlage hin angesiedelt und etwa für die Leichtathletinnen oder Fussballer gedacht, welche draussen trainieren. Im dem Schulhaus zugewandten Trakt werden ein Foyer mit Zuschauergalerie sowie sechs Innengarderoben untergebracht. Besucher treten vom Pausenhof ins Foyer der Sporthalle ein. Vom Foyer mit Zuschauertribüne führt ein Verbindungsgang auf die gegenüberliegende Längsseite. Auf dieser Längsseite liegt ein Sprintkorridor mit zwei Laufbahnen. Der Korridor kann aber gleichzeitig auch als Zuschauergalerie genutzt werden. Der Zuschauerbereich ist auf drei Seiten verteilt und umfasst insgesamt 525 Zuschauerplätze.
Kompromisse nötig
Bis die neue Halle einsatzbereit ist, wird sich der bereits vorhandene Turnhallenmangel in und um Landquart während den zwei Baujahren weiter verschärfen. «Die Ausweichmöglichkeiten sind leider arg beschränkt, da gleichzeitig in der Plantahof-Turnhalle auch Umbauarbeiten stattfinden, sodass die Halle ebenfalls nicht genutzt werden kann», erklärt Föhn. Einige Schulklassen werden deshalb laut dem Gemeindepräsidenten vorübergehend nach Mastrils chauffiert und werden dort ihre Turnlektionen abhalten. Es werde ausserdem mehr Tagessporttage geben, um die Lektionenzahl zu gewährleisten.
Ein langer Kampf
Bereits vor drei Jahrzehnten gab es in Landquart Pläne, eine neue Halle zu bauen. Auch die nun entstehende Dreifachturnhalle ist bereits seit zehn Jahren ein Thema. Es kam aber aus verschiedenen Gründen immer wieder zu Verzögerungen.
Der Spatenstich ist deshalb auch so etwas wie das Ende einer langen Leidensgeschichte. «Die Erleichterung und die Freude sind gross», erklärte Gemeindepräsident Föhn gestern vor versammelter Oberstufen-Schülerschaft und einigen geladenen Gästen.
Patrick Kuoni ist Redaktor bei Südostschweiz Print/Online. Er berichtet über Geschehnisse aus dem Kanton Graubünden. Der Schwerpunkt seiner Berichterstattung liegt auf den Themenbereichen Politik, Wirtschaft und Tourismus. Wenn er nicht an einer Geschichte schreibt, ist er als einer der Tagesverantwortlichen für die Zeitung «Südostschweiz» tätig. Patrick Kuoni ist in Igis (heutige Gemeinde Landquart) aufgewachsen und seit April 2018 fester Teil der Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos
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