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Hochwasser-Sorge in Graubünden (nicht ganz) unbegründet

Mitte Mai lagen noch zwei bis drei Meter Schnee auf 2000 Metern über Meer. Ende Mai waren es in den meisten Regionen noch zwischen einem und zwei Metern. Diese Differenz fliesst in Form von Wasser ins Tal. Durch den rasanten Temperaturumschwung geschieht dies innert kürzester Zeit, was Sorgen bereitet.

Nadine
Hinder
Donnerstag, 06. Juni 2019, 04:30 Uhr Rasant von Winter zu Sommer
Der Wasserpegel der Südostschweizer Gewässer steht zurzeit sehr hoch.
LESERREPORTER

Die hohen Temperaturen lassen den Schnee rasant schmelzen. Man kann förmlich zuschauen, wie die weisse Fläche auf den Bergen abnimmt. Das Schmelzwasser sammelt sich dann in den Bächen und Flüssen an, was den Wasserpegel steigen lässt. Eine Hochwassergefahr löse das Schmelzwasser alleine aber nicht aus, erklärt Roderick Kühne vom Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden. Dafür reiche die Wassermenge nicht. Starke Niederschläge oder heftige Gewitter könnten den Wasserpegel aber weiter anheben, was lokal zu Problemen führen könne. Das sei aber schwierig vorherzusagen und bedeute nicht, dass man bei einem Gewitter sofort Angst haben müsse.

Gefahr durch Folgen der Lawinen

Eine Steigerung des Hochwasser-Risikos stellen neben Gewittern auch die niedergegangenen Lawinen dar. Besonders in der Januarperiode habe es einige Niedergänge gegeben, sagt Kühne. Auch diese fliessen in die Bäche und Flüsse ab, bringen aber noch einiges an Holz- und Baummaterial mit sich, das hängen bleiben kann. Diese Hindernisse im Wasser könnten den Wasserspiegel ebenfalls steigen lassen. Die Räumungsarbeiten der Forstdienste seien aber in vollem Gange, so dass dies keine Gefahr darstellen sollte.

Die hohe Wassermenge im Rhein fliesst rasend schnell. VIDEO SUEDOSTSCHWEIZ.CH

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