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Gemeinderat greift den Reitern unter die Arme

Am Donnerstagnachmittag sind im Churer Gemeinderat zwei Geschäfte auf dem Programm gestanden. Die Bilanz Zum einen erleichtert der Stadtrat mit verschiedenen Beiträgen den neuen Betreibern der Reithalle die Weiterführung der Halle und sorgt dafür, dass es auch nach 2023 noch Reitangebote gibt. Zum anderen wird ein Fussweg sicherer gemacht werden.

Patrick
Kuoni
Donnerstag, 16. Mai 2019, 18:14 Uhr Zwei Geschäfte im Churer Parlament

Reithalle:

Darum geht es:

Seit Anfang Jahr ist klar, dass die Reithalle auf der Churer Oberen Au noch bis zum Auslaufen des Baurechts im Jahr 2023 stehen bleiben wird. Dies, weil die jahrelangen Verhandlungen zwischen der Stadt und der Reithalle Chur AG letztlich gescheitert sind. Trotzdem soll es in Chur auch nach 2023 «ein Reitangebot für Jugendliche und Erwachsene, aber auch Reittherapien verschiedenster Art» geben. Das schreibt der Stadtrat in einer Botschaft an den Gemeinderat.

Den Fortbestand einer «angemessenen Reitanlage» will sich der Stadtrat einiges kosten lassen. Die künftigen Betreiber dürfen mit einem Baukostenbeitrag von einer halben Million Franken rechnen, wie es in der Botschaft weiter heisst. Ausserdem übernimmt die Stadt die Erschliessungskosten auf dem für die Halle vorgesehen Gelände auf der Unteren Au, was mit weiteren 500'000 Franken zu Buche schlägt. Auch beim Baurechtszins will die Stadt den neuen Reithallebetreibern entgegenkommen: Dieser soll symbolische 1000 Franken im Jahr betragen.

Der Stadtrat hat deshalb folgende Anträge gestellt

- Dem Finanzierungs- und Betriebsmodell der neuen Reithallenanlage in der Unteren Au wird zugestimmt.

- Der Stadtrat wird ermächtigt, die öffentliche Ausschreibung im umschriebenen Rahmen für den Betrieb einer Reitanlage Untere Au durchzuführen.

- Dem Baubeitrag für die neue Reithallenanlage in der Unteren Au über 500'000 Franken, dem symbolischen Baurechtzins von 1000 Franken pro Jahr und der Übernahme der Erschliessungskosten von ca. 500'000 Franken werden zugestimmt.

Am späten Donnerstag stimmte der Gemeinderat allen drei Anträgen mit 12:9 Stimmen zu.

Meiersboden

Darum geht es:

Die heutige Situation für die Fussgänger entlang der Meiersbodenstrasse, ab der Totengutbrücke / Kupferschmiedeweg bis zur Rabiosabrücke/Meiersboden, ist gemäss Verwaltungsgericht nicht optimal, jedoch nicht polizeiwidrig. Der Fussverkehr wird gemäss Botschaft des Stadtrates teilweise auf bescheidenen, schmalen, alternativen Fusswegverbindungen sowie auf der Fahrbahn der Sassalstrasse geführt. Diese Situation entspreche deshalb nicht einer alltagstauglichen Verbindung und müsse unter Wahrung der Verhältnismässigkeit optimiert werden. Die Verbesserung der Sicherheit für den Fussverkehr entlang der Sand- und Sassalstrasse wird deshalb durch eine Kombination aus dem Ausbau bestehender Fuss- und Wanderwege, dem Neubau eines chaussierten Fuss- und Radwegs sowie der Erstellung eines Kragtrottoirs entlang der Sassalstrasse erreicht. Die Kosten für die Langsamverkehrsverbindung betragen brutto 1'800'000 Franken. Der Kanton beteiligt sich mit 711'000 Franken an den Kosten.  Der Churer Anteil beträgt als netto 1'089'000 Franken. Zusätzlich fallen Kosten für die Erneuerung der Abwasserleitung betragen 250'000 Franken.

Der Stadtrat hat deshalb folgenden Antrag gestellt:

- Das Projekt «Sandstrasse/Meiersbodenstrasse, Langsamverkehrsverbindung, Totengutbrücke–Rabiosabrücke» wird vorbehältlich der noch hängigen Einsprache genehmigt und der Nettokredit von 1'339'000 Franken freigegeben.

Am späten Donnerstagnachmittag stimmte der Gemeinderat dem Antrag einstimmig zu.

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