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Ammoniak-Austritt bei Bell in Basel ohne Folgen für das Personal

In einem Produktionsbetrieb des Fleischverarbeiters Bell in Basel ist es am Dienstag zu einem Chemieunfall gekommen. Dabei trat laut Polizei Ammoniak aus. Für die Umwelt und das Personal bestand der Behörde zufolge keine Gefahr.

Agentur
sda
Mittwoch, 10. April 2019, 16:55 Uhr Basel
Der Hauptsitz des Fleischverarbeiters Bell in Basel. (Archivbild)
Der Hauptsitz des Fleischverarbeiters Bell in Basel. (Archivbild)
KEYSTONE/PATRICK STRAUB

Arbeiter hätten kurz nach 21 Uhr im Inneren eines Produktionsgebäudes an der Neudorfstrasse das Ventil einer Kälteanlage ausgewechselt, als «eine kleine Menge» Ammoniak ausgetreten sei, teilte die Basler Staatsanwaltschaft in der Nacht auf Mittwoch mit.

Die Arbeiter flüchteten in der Folge auf das Dach der Halle. Von dort wurden sie von der Feuerwehr mit einer Leiter gerettet.

Messungen und Abklärungen durch Spezialisten ergaben laut der Staatsanwaltschaft, dass keine Gefahr für die Umwelt bestand. Der Grund der Havarie ist noch nicht geklärt und Gegenstand von Ermittlungen. Bekannt sei einzig, dass bei der betroffenen Kälteanlage eine Revision im Gang gewesen sei, sagte Peter Gill, Sprecher Basler Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage.

13 Angestellte seien zur Kontrolle in verschiedene Spitäler überführt worden. Sie konnte diese laut Gill aber nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Basel ist einer von über einem Dutzend Standorten des Fleischverarbeiters Bell in der Schweiz. In der Stadt befindet sich ebenfalls der Hauptsitz. Das Unternehmen mit Marken wie Eisberg, Hilcona und Hügli beschäftigt in 15 Ländern total über 12'000 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über vier Milliarden Franken. 2019 feiert der Betrieb den 150. Geburtstag von Firmengründer Samuel Bell.

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