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Hirsch spaziert gemächlich über Geleise

Auf der Linie Chur-Arosa musste ein RhB-Lokführer für wenige Minuten mit Schritttempo fahren. Grund war ein Hirsch, dass sich auf den Bahngleisen ein Spaziergang erlaubte.

Jürg
Huber
Sonntag, 03. März 2019, 17:17 Uhr RhB-Lokführer mit viel Geduld
Eine Hirschkuh stellte die Geduld eines RhB-Lokführers auf die Probe.
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Die RhB hatte in ihrer Historie ja schon zahlreiche Hindernisse überwunden, aber gegen einen Hirsch war selbst die so stolze Bündner Bahngesellschaft chancenlos. Wie ein Video zeigt, spaziert das Tier gemächlich auf den Bahngleisen und zwingt so den Lokführer mit Schritttempo zu fahren. Der Lokführer probiert es mit Hupen, aber das Wildtier lässt sich nicht beirren und läuft weiter.

Langsam reisst auch beim so geduldigen Lokführer der Faden. Der Zugbegleiter schaltet sich ein und erklärt ihm, dass der Hirsch den Zug nicht als Gefahr wahr nehme. Er empfiehlt ihm das Fenster zu öffnen und laut zu werden, damit es verschwindet. Beim ersten Mal nur ein halber Erfolg: Der Hirsch rennt zwar davon, befindet sich aber immer noch auf den Bahngleisen. Erst beim zweiten Mal gelingt es dem Lokführer, das Tier zu verscheuchen. 

Wie Yvonne Dünser, RhB-Mediensprecherin, gegenüber «Blick.ch» bestätigt, wurde das Video auf dem Gründjitobel-Viadukt bei Langwies auf der Linie Chur-Arosa aufgenommen. Ob die Bilder aktuell sind, kann sie nicht bestätigen. Dünser geht aber davon aus, dass das Video vor nicht all zu langer Zeit gemacht wurde, da die Schneesituation sich so in Langwies präsentiert. 

Hirsch - kein Reh

Zu Beginn gingen wir davon aus, dass es sich beim Tier um ein Reh handelte. Dank einigen aufmerksamen Leser, die sich in ihrem Metier bestens auskennen, wissen wir nun auch, dass hier die Rede von einem Hirsch ist. Höchstwahrscheinlich um ein Hirschkalb, das eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Reh aufweist. Man lernt nie aus!

 

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Das finde ich unintelligent von der RhB:
1) Das Pressluft-Hochtonfrequenz-Pfeifen in unmittelbarer Nähe von Passanten betrachte ich als Körperverletzung (ich verlor so einen Teil meiner Gehörfähigkeit, als ich am Plessurquai Chur korrekt am Stopp stand mit dem Velo und der Zug STAND).
2) Einen Hirsch auf diesem Riesenviadukt so potenziell zu erschrecken, ist der zweite Fehler. In dieser Situation würde erst recht gelten, was man jeweils in Medien liest: "Um SCHONENDES Anhalten wird gebeten".
3) Man hätte ausschliesslich durch Zurufe (oder jemand hätte aussteigen können) und notabene erst am Viaduktende intervenieren sollen.
Dasselbe gilt für Autofahrer, die Hupen ohne Notfall, also verbotenerweise.