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Viele Unfälle auf der A3, Glarus wird (fast) verschont

Der Schneematsch auf den Strassen hat rund um den Kanton Glarus zu vielen Unfällen auf den Strassen geführt. Das Glarnerland kommt glimpflich davon: Gekracht hat es nur auf der Autobahn.

Sebastian
Dürst
Montag, 04. Februar 2019, 04:30 Uhr Schneematsch
Am Sonntagmorgen verursachte ein Autofahrer einen Unfall auf dem Schneematsch der Autobahn. KANTONSPOLIZEI GLARUS

Bis tief in die Nacht war der Niederschlag mindestens in den nördlicheren Kantonsteilen nicht Schnee, sondern Regen. Gegen Morgen wurde es dann langsam aber auch in Glarus und in der Linthebene weiss. Die entstehende Mischung aus Re- gen und Schnee produzierte eine sehr glitschige Unterlage: Schneematsch.

Das ist zwei Autofahrern auf der Autobahn A3 im Glarner Gebiet zum Verhängnis geworden. Am Sonntagmorgen, um etwa 8.30 Uhr ist ein 45-jähriger Au- tofahrer verunfallt, weil er im Schneematsch die Beherrschung über sein Fahrzeug verloren hat. Er war bei Niederurnen auf der Autobahn in Fahrtrichtung Zürich unterwegs und schleuderte unkontrolliert über die Fahrbahn. Am Fahrzeug und an der Leitplanke entstand erheblicher Sachschaden, der Lenker blieb aber unverletzt.

Nur wenig später, um 9.15 Uhr, kam es auf der gleichen Autobahn zu einem weiteren Selbstunfall. Ein 25-Jähriger war mit seinem Auto in Fahrtrichtung Chur auf der Autobahn unterwegs. Er fuhr beim Reichenburger Kreuz auf die A3 ein, wo er zu stark beschleunigte und im Schneematsch ins Schleudern geriet. Das Fahrzeug prallte in die Leitplane und wurde beschädigt, auch hier blieb der Lenker aber unverletzt, wie die Kantonspolizei Glarus in einer Medienmitteilung schreibt.

Tödlicher Unfall in der Nähe

Nur ein paar Stunden vor diesen beiden Unfällen hatte ein 53-Jähriger Autofahrer auf der Autobahn A3 weniger Glück: Er war kurz vor 4 Uhr morgens bei Wollerau unterwegs. Wie die Kantonspolizei Zürich schreibt, kollidierte er dort mit zwei Pferden, die frei auf der Autobahn herumliefen. Die ausgerückten Rettungskräfte hätten versucht, den Mann zu reanimieren. Leider sei er aber noch auf der Unfallstelle verstorben. Auch die beiden Tiere wurden durch den heftigen Zusammenprall mit dem Auto tödlich verletzt.

Die Kantonspolizei Zürich untersuche in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Limmattal-Albis die genaue Unfallursache und den Grund, wieso die Pferde sich auf der Autobahn aufgehalten hätten. Wegen des Unfalls musste das betroffene Teilstück der A3 zwischen Wollerau und Richterswil bis gegen 8.30 Uhr gesperrt werden. Der Verkehr wurde von der Kantonspolizei Schwyz umgeleitet.

Auch in St. Gallen sorgt das Wetter für viele Unfälle

Auch im Kanton St. Gallen musste die Polizei am Sonntag aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse viele Unfälle verzeichnen. Zwischen Sonntagmorgen und Sonntagnachmittag sei die Kantonspolizei St. Gallen zu 13 Unfällen ausgerückt, schreibt sie in einer Mitteilung.

Die Unfälle seien vor allem auf nicht an die den Strassen- und Witterungsverhältnissen angepasste Geschwindigkeiten zurückzuführen. Mehrheitlich seien die Unfälle aber glimpflich verlaufen. Ein verunfallter Autofahrer sei zudem mit Sommerpneus unterwegs gewesen, schreibt die St. Galler Kantonspolizei weiter.

Die Zürcher Kantonspolizei untersucht, warum die beiden Pferde frei auf der Autobahn herumlaufen konnten.

Nur 45 Minuten später kam es zu einem weiteren Unfall auf der gleichen Autobahn.

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