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Die Frage nach dem Warum bleibt

Der Brand am Churer Foralweg hat fast eine Hundertschaft an Rettungskräften auf Trab
gehalten. Am Ende bleibt vor allem die Frage nach dem Warum.

Olivier
Berger
Montag, 14. Januar 2019, 05:16 Uhr Tödlicher Brand in Chur

Es ist eine Tat, die viele Menschen fassungslos macht. Ein 33-jähriger Mann soll in der Nacht auf gestern in einer Wohnung am Foralweg in Chur absichtlich einen Brand verursacht und damit sich sowie seine zwei Kinder getötet haben. Von diesem Szenario geht die Kantonspolizei Graubünden aus, wie sie gestern mitteilte.

Alarm um 3.05 Uhr

Am Sonntagmittag ist noch nicht viel klar über die Ereignisse der Brandnacht am Foralweg. Bekannt ist: Um 3.05 Uhr geht bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden eine Meldung über einen Wohnungsbrand in dem sechsstöckigen Mehrfamilienhaus am Foralweg ein. Die Feuerwehr Chur rückt unverzüglich mit allen verfügbaren Kräften aus; 70 Feuerwehrleute kämpfen am Ende gegen die Flammen.

Die Feuerwehrleute evakuieren auch die mit dem Haus Nummer 19 zusammengebauten Nachbargebäude; 48 Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich aus 38 Wohnungen in Sicherheit bringen. Sie werden im nahen «Café Inside» im Kornquader-Center betreut. Sechs Hausbewohner werden mit Krankenwagen der Rettung Chur sowie der Spitäler Thusis und Schiers mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Kantonsspital transportiert.

Längst ist am Foralweg ein Grossaufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Neben der Feuerwehr und dem Sanitätspersonal stehen 13 Einsatzkräfte der Stadtpolizei Chur sowie das Care-Team-Graubünden im Einsatz.

Die traurige Gewissheit

Während der Löscharbeiten stossen die Rettungskräfte auf drei Leichen. Sie liegen in jener Wohnung, von welcher der Brand ausgegangen ist. Am Sonntagmittag ist lediglich die Rede von einem Erwachsenen und zwei Kindern, welche bei dem Feuer ihre Leben verloren haben.

Im Laufe des Sonntags zeigt sich: Bei den drei Toten handelt es sich um einen Vater sowie seine Tochter und seinen Sohn. Die Kantonspolizei geht mittlerweile davon aus, dass der Vater den Brand absichtlich gelegt hat. «Die Staatsanwaltschaft wird zusammen mit uns jetzt weiter ermitteln», erklärt Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, am Nachmittag. «Dabei geht es auch um die Frage, wie es zu dieser Tat gekommen ist.»

Die meisten können heim

Glück im Unglück haben dagegen die meisten anderen Geretteten. «Sechs der acht in Pflege verbrachten Personen konnten das Spital schon im Laufe des Sonntagvormittags wieder verlassen», sagt Walser am Nachmittag. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden angrenzenden Häuser können rasch wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Wie lange die Wohnungen im Haus Nummer 19 nicht bewohnbar sind, ist noch unklar. Klar ist dagegen: Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen vorläufig anderswo unterkommen. «Für die Unterbringung in einem solchen Fall kommt normalerweise die Hausratsversicherung des jeweiligen Mieters auf», sagt Markus Feltscher, Direktor der Gebäudeversicherung Graubünden. «Nur wer keine entsprechende Versicherung hat, muss für allfällige Kosten während dieser Zeit selber aufkommen.»

Wie hoch der Schaden am Gebäude ist, vermag Feltscher noch nicht zu sagen. Die Gebäudeversicherung werde auf jeden Fall dafür aufkommen – auch für die Reinigungs- und Instandstellungsarbeiten.

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"Empathie, Hilfsbereitschaft, Gemeinsinn verschwinden tendenziell in etwa dem Masse, in dem umgekehrt proportional sich damit gebrüstet wird. Die Not des Nächsten ist einem egal, oder schlimmer noch, man fühlt sich sogar "gestärkt" dadurch." Schliessen Sie sich als direkter Nachbar in Ihre allgemeine Gesellschaftskritik mit ein, Herr Reuss? War Ihnen die Not der nächsten Nachbarn auch egal, oder schlimmer noch, fühlten Sie sich dadurch sogar "gestärkt", Herr Reuss? Dder gilt das nur für die anderen Nachbarn, Herr Reuss?

Der Kommentar von Franz Wegmüller bestätigt meinen Befund.

Weitere Referenzen:

Franz Wegmüller, 30.11.2018 - 16:47 Uhr

Herr Reuss, vielleicht besser nicht mehr so spät und unter Alkoholeinfluss(?) hier rumwüten, denn Ihren posts kann man je später je weniger folgen (obwohl sie sowieso immer leicht verwirrt daher kommen, meine Meinung).

Franz Wegmüller, 06.11.2017 - 10:07 Uhr

Ob sinnig oder (meistens) unsinnig: Herr Reuss hat zu jedem umgefallenen Sack Reis einen Kommentar parat.

PS: Ich musste die Somedia früher mehrmals an die Gesetze - und nebenbei an ihre eigene Netiquette - erinnern. Sitzt das bei Ihnen immer noch nicht wirklich?

 

 

 

 

Herr Reuss, ja, ich finde es sehr zynisch, wenn Sie hier als Nachbar zu einem gesellschaftlichen Rundumschlag ausholen und gleichsam die anderen Nachbarn in ein sehr merkwürdiges Licht zu stellen versuchen. Mit Empathie hat das in der Tat überhaupt gar nichts zu tun.
Schön, Sie lesen also tatsächlich meine Kommentare, das freut mich. Dass Ihre Kommentare nicht nur teilweise, sondern grossmehrheitlich wirr sind (man erinnere sich nur schon mal an die zum Thema Tourismus in Chur), und Sie bidlich gesprochen wirklich jeden umgefallenen Sack Reis in China kommentieren, dafür kann ich hingegen überhaupt gar nichts. Und das festzustellen hat auch nichts mit einer Netiquette zu tun, geschweige denn mit einem Verstoss gegen eine solche.

Liebes Publikum,

Nachhilfeunterricht für einen Unbelehrbaren bzw. Troll wäre ein Widerspruch in sich.

Franz Wegmüller mischt hier Unwahrheiten, Verdrehungen und seine falschen "Schlussfolgerungen", und vor allem: eine Zielsetzung zur Weltverbesserung, Konstruktives sehe ich bei dem null.

1)

Er unterstellt mir: grossmehrheitliche Wirrheit, Wüten, Alkoholeinfluss(?).

Es gab eine Zeit in der Südostschweiz, als sich geradezu Horden verbal auf mich stürzten, zwei davon sogar je einen Leserbrief nur über/gegen meine Person brachten, ich mich sogar gegen die Somedia wehren musste, die offenbar teils einbrach, mich unterdrückte angesichts der Menge an "Reklamationen" (gegen meine Meinungsfreiheit, worüber 2017 der SCHPARZ berichtete: https://www.imgbox.de/users/public/images/DC8Z4HlzDE.jpg), während ich zudem umgekehrt reklamieren musste gegen die Veröffentlichung via Somedia von justiziablen Injurien: Also man tat mir an zwei Fronten Unrecht.

2)

Stimmen für mich:

...

Oscar Rederer

Fr 21.10.2016 - 23:40

Warum sollte man bei Wolfgang Reuss immer wieder und das auch anonym, herumhacken ! Auch wenn man ab und zu auch nicht seiner Meinung sein kann, dann ist das kein Grund Ihn jeweils in falsche Ecken zu stecken. Bei den bissigen Kommentaren von nicht erkennbaren Personen, wie das leider immer wieder der Fall ist, kommt sehr wahrscheinlich der Neid auf, dass man es nicht schafft, so präzis und analytisch zu formulieren, wie es W.R. bei jeder Gelegenheit fertig bringt. Für mich sind seine Schriften immer unterhaltend und öfters bin auch seiner Meinung. Nur weiter so ! Oscar Rederer, Litzirüti

...

Reto Nützi

Mi 15.02.2017 - 09:32

Ach Herr Giacumin
Ich finde die Leserbriefe von Herrn Reuss erfrischend. Es ist Heute wichtiger denn je, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Genau dies tut der Herr Reuss. Ich finde die "Pfadblindheit" und vermeintliche "Alternativlosigkeit" der heutigen Gesellschaft und Politiker als beängstigend. Uns als Gesellschaft fehlt ein Entwurf für ein Leben ohne masslose Gewinnmaximierung auf Kosten der Umwelt und schlechter gestellten Personengruppen. In diesem Sinne sind Inputs, auch von anscheinend "unbequemen" Personen die den Status quo in Frage stellen, immer willkommen. Herr Reuss machen Sie weiter so...

...

Knobel Mirjam

Mi 15.02.2017 - 22:03

Wolfgang Reuss ist eine echte Bereicherung für diese Homepage hier. Ich lese seine Kommentare stets mit Vergnügen. Und wenn es all die Haters besser wissen dann bitte sehr, lasst es sehen.

Jean-Marie Zogg

Mi 15.02.2017 - 18:22

Wo bleibt die Toleranz? Anstelle eines Arguments wird auf die Person Reuss geschossen. Mutig ist jedenfalls Herr Reuss. Er versteckt sich nicht hinter eine Pseudo-Adresse, andere tun es dafür und existieren nicht im Telefonbuch. Auch ich bin nicht immer mit seinen Aussagen einverstanden, aber primitiv sind seine Äusserungen bestimmt nie. Das Forum lebt von der Vielfalt und Wolfgang Reuss (W.R.) regt zum Nachdenken an. Wenn Leser nicht einverstanden sind, dann sollen sie sich doch sich mit den Thesen von W.R. auseinander setzen und kontern. Und nicht auf die Person schiessen, sondern argumentieren.

 

 

 

Liebes Publikum,

Nachhilfeunterricht für einen Unbelehrbaren bzw. Troll wäre ein Widerspruch in sich.

Franz Wegmüller mischt hier Unwahrheiten, Verdrehungen und seine falschen "Schlussfolgerungen", und vor allem: eine Zielsetzung zur Weltverbesserung, Konstruktives sehe ich bei dem null.

1)

Er unterstellt mir: grossmehrheitliche Wirrheit, Wüten, Alkoholeinfluss(?).

Es gab eine Zeit in der Südostschweiz, als sich geradezu Horden verbal auf mich stürzten, zwei davon sogar je einen Leserbrief nur über/gegen meine Person brachten, ich mich sogar gegen die Somedia wehren musste, die offenbar teils einbrach, mich unterdrückte angesichts der Menge an "Reklamationen" (gegen meine Meinungsfreiheit, worüber 2017 der SCHPARZ berichtete: https://www.imgbox.de/users/public/images/DC8Z4HlzDE.jpg ), während ich zudem umgekehrt reklamieren musste gegen die Veröffentlichung via Somedia von justiziablen Injurien: Also man tat mir an zwei Fronten Unrecht.

2)

Stimmen für mich:

...

Oscar Rederer

Fr 21.10.2016 - 23:40

Warum sollte man bei Wolfgang Reuss immer wieder und das auch anonym, herumhacken ! Auch wenn man ab und zu auch nicht seiner Meinung sein kann, dann ist das kein Grund Ihn jeweils in falsche Ecken zu stecken. Bei den bissigen Kommentaren von nicht erkennbaren Personen, wie das leider immer wieder der Fall ist, kommt sehr wahrscheinlich der Neid auf, dass man es nicht schafft, so präzis und analytisch zu formulieren, wie es W.R. bei jeder Gelegenheit fertig bringt. Für mich sind seine Schriften immer unterhaltend und öfters bin auch seiner Meinung. Nur weiter so ! Oscar Rederer, Litzirüti

...

Reto Nützi

Mi 15.02.2017 - 09:32

Ach Herr Giacumin
Ich finde die Leserbriefe von Herrn Reuss erfrischend. Es ist Heute wichtiger denn je, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Genau dies tut der Herr Reuss. Ich finde die "Pfadblindheit" und vermeintliche "Alternativlosigkeit" der heutigen Gesellschaft und Politiker als beängstigend. Uns als Gesellschaft fehlt ein Entwurf für ein Leben ohne masslose Gewinnmaximierung auf Kosten der Umwelt und schlechter gestellten Personengruppen. In diesem Sinne sind Inputs, auch von anscheinend "unbequemen" Personen die den Status quo in Frage stellen, immer willkommen. Herr Reuss machen Sie weiter so...

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Knobel Mirjam

Mi 15.02.2017 - 22:03

Wolfgang Reuss ist eine echte Bereicherung für diese Homepage hier. Ich lese seine Kommentare stets mit Vergnügen. Und wenn es all die Haters besser wissen dann bitte sehr, lasst es sehen.

Jean-Marie Zogg

Mi 15.02.2017 - 18:22

Wo bleibt die Toleranz? Anstelle eines Arguments wird auf die Person Reuss geschossen. Mutig ist jedenfalls Herr Reuss. Er versteckt sich nicht hinter eine Pseudo-Adresse, andere tun es dafür und existieren nicht im Telefonbuch. Auch ich bin nicht immer mit seinen Aussagen einverstanden, aber primitiv sind seine Äusserungen bestimmt nie. Das Forum lebt von der Vielfalt und Wolfgang Reuss (W.R.) regt zum Nachdenken an. Wenn Leser nicht einverstanden sind, dann sollen sie sich doch sich mit den Thesen von W.R. auseinander setzen und kontern. Und nicht auf die Person schiessen, sondern argumentieren.

Na Herr Reuss, wenn Sie Fragen (gekennzeichnet durch "?") als Unterstellungen verstehen, dann ist das nicht mein Problem. Und ja, so pauschale und vieldeutige Aussagen in einem solchen Drama sind für mich einfach fehl am Platz (für Sie: das ist meine persönliche Meinung). Aus diesem Grund habe ich provozierend gefragt, ob denn Ihre pauschale Gesellschaftkritik Sie auch mit einschliesst. Oder waren Sie etwa der Musternachbar/Mitmensch, der sich rührend um die Familie gekümmert hat (altes Sprichwort: wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit dreien auf sich selber).

Freut mich für Sie, haben Sie so viele Unterstützer, nur lese ich seit Jahren eigentlich nur Kommentare von Ihnen hier drin, und die bezeichne ich begründet als ziemlich wirr, weil sie meistens nur ansatzweise überhaupt irgendwas mit dem Artikel zu tun haben, der kommentiert wird.

Im übrigen verletze ich wenn ich das sage damit weiterhin keine Netiquette und schon gar kein Gesetz, wie Sie weiter oben fabulieren.

Ich wohne im Foralweg 21. Der Brand war unmittelbar angrenzend in Haus 19. Es gibt noch Haus 17, die drei sind aneinandergebaut.
Sie stellen die wichtige Frage nach dem Warum. Ich kenne den vorliegenden Fall nicht. Ich möchte generell antworten nicht nur aus meiner Erfahrung: Empathie, Hilfsbereitschaft, Gemeinsinn verschwinden tendenziell in etwa dem Masse, in dem umgekehrt proportional sich damit gebrüstet wird. Die Not des Nächsten ist einem egal, oder schlimmer noch, man fühlt sich sogar "gestärkt" dadurch.

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