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Gibt es im Winter mehr Herzinfarkte?

Ja, sagt eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Schweden. Ist die Lufttemperatur tiefer, steigt das Risiko für Herzinfarkte – so die Bilanz. Wie sieht es bei uns in Graubünden aus?

Donnerstag, 01. November 2018, 17:00 Uhr Neue Studie aus Schweden
ARCHIV/OLIVIA ITEM

Bei der schwedischen Studie wurde untersucht, inwiefern die Lufttemperatur und weitere meteorologische Faktoren einen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen haben. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem das Risiko eines Herzinfarkts im Winter höher ist.

Es gebe mehrere solcher Studien, meint Pascal Meier, Chefarzt Kardiologie des Kantonsspitals Graubünden. Die Aussagen würden sich decken: tiefere Temperaturen gleich höheres Risiko.

Im Winter mehr Patienten im Kantonsspital Graubünden

Es stimme, dass es auch im Kantonsspital Graubünden im Winter mehr Herzinfarkt-Patienten gebe, so Meier weiter. Allerdings sei es schwierig, diese Ursache zu definieren.

Im Winter gebe es Dank des Tourismus auch mehr Menschen im Kanton. Ob nun diese Tatsache oder doch die Temperaturunterschiede für den Anstieg verantwortlich sind, könne nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Herzinfarkt richtig erkennen

Einen Herzinfarkt erkenne man vor allem an Brustschmerzen, typischerweise hinter dem Brustbein. Nicht wie von vielen angenommen, muss dieser Schmerz aber zwingend von der linken – als herzseitigen – Brusthälfte kommen. Gibt es Ausstrahlungen in die Arme, den Hals oder auch den Bauch gilt Alarmstufe rot. Lassen die Beschwerden nach 15 Minuten nicht nach, muss zwingend eine Ambulanz alarmiert werden.

Hier findet Ihr das vollständige Interview zum Nachhören:

Chefarzt Pascal Meier im Interview mit RSO-Moderator Chris Strauch.

Telefonnummer der Ambulanz: 144.

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